Die verpönte Retusche mit Photoshop

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ODER: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?

retusche-teaser
So ziemlich alle tun es: Zeitschriften und Magazine, Promis und die jungen Blogger/innen und Instagramerinnen sowieso: Sie retuschieren ihre Fotos mithilfe von Bildbearbeitungssoftware wie z. B. Photoshop oder irgendwelcher Filter und Apps. Und die Leser/innen wissen das – oder sollten es zumindest wissen. Wenn die Bildbearbeitung nicht allzu schlecht gemacht ist (im Sinne von „ups, schade, Bein ab!!!“), wird sie im allgemeinen auch akzeptiert – und gilt heutzutage als normal. Nur in der Szene der älteren Bloggerinnen, da sieht die Sache ein wenig anders aus:

Da wird die Verwendung von „Photoshop“ von vielen Leser/innen ziemlich kritisch betrachtet. Es heißt gerne mal, das sei ja peinlich und „nicht echt“. Man möchte die „wahre Person“ sehen und nicht etwa eine künstlich optimierte Version. Da ich zu denjenigen gehören, die Photoshop nutzen, möchte ich mich heute auch einmal dazu äußern:

Kürzlich kam eine Diskussion im Web auf (Skandal! Skandal!), welche sich auf das Tragen von Echtpelz bezog. Die regten sich mal wieder alle ganz fürchterlich auf. Natürlich vor allem auch diejenigen, die wie selbstverständlich Leder tragen und Fleisch essen. Für mich ist das eine widersprüchliche, unlogische Einstellung (es sei denn, man lebt tatsächlich vegan! in dem Fall ist die Aufregung aus meiner Sicht legitim).

Als ähnlich widersprüchlich empfinde ich die Kritik gegenüber Retusche. Denn: Wenn immer nur der „Natur Pur“ gezeigt werden darf, dann müsste logischerweise jegliche Optimierung am Äußeren verabscheuungswürdig (bzw. peinlich) sein. Das beinhaltet z.B.:

  • den Gang zum Friseur (insbesondere Haarefärben, Exensions usw.) – wenn wir mal ehrlich sind: nichts davon ist echt!
  • ebendieser zur Kosmetikerin
  • und zum Nagelstudio – Fakenails? Also bitte!
  • das Tragen von Shapewear, Pushups usw.,
  • die Verwendung von Antiagingprodukten im weitestgehenden Sinn,
  • bei Bloggerinnen: das Aussortieren von weniger gelungenen Fotos,
  • sowie das Posieren in figurgünstigen Positionen (Stichwort: Schokoladenseite),
  • und last but not least natürlich (und vor allem!!!) Makeup*.

* Botox & Schönheits-OPs lasse ich jetzt einmal außen vor, da diese „Optimierungsmaßnahmen“ fast genauso kritisch/kontroversers gehen werden wie
Photoshop.

vorher nachher (Photoshop)

Retusche mit Photoshop: Vorher/Nachher
(Jawohl, soooo dunkel sind meine Bilder oft im Original)

Gerade Makeup kann – das sage ich aus eigener Erfahrung – einen RIESENunterschied ausmachen. Zwischen ungeschminkt (vielleicht auch noch müde) und sorgfältig geschminkt können Welten liegen (Promis ausgenommen, die wachen natürlich bereits morgens wunderschön und makellos auf😉)

Warum sind also all die oben genannten „Optimierungs-maßnahmen“ (wie z.B. Makeup) umfänglich akzeptiert, Retusche jedoch verpönt, wenn damit (falls man es nicht gerade übertreibt) doch ein ähnliches Ergebnis erreicht werden kann? Vielleicht weil Retusche „temporär“ ist? Aber das ist Makeup doch auch. Ist das nicht unlogisch?

» Wie sehr allein Makeup verändern kann (Beispiel)

Ja, ich verwende Photoshop. Und ich stehe dazu. Denn ich habe nicht immer Lust, mich vor dem Fotografieren erst einmal hinzusetzen und mein Makeup aufzufrischen. Selbst das Abpudern erspare ich mir oft. Zugegeben: Dahinter steckt die pure Faulheit. Glänzende Stellen werden dann halt mal eben schnell mit Photoshop „mattiert“. Rote Augen korrigiert, Pickel und kleinere Macken bedarfsweise entfernt. Dasselbe gilt für störende Objekte im Hintergrund (siehe Beispielbild). Hinzu kommt bei mir standardmäßig das Aufhellen der Bilder aufgrund der schlechten Lichtverhältnisse hier. Da ich das ganze schon eine Weile betreibe, geht mir das relativ fix von der Hand. Und – da ich immer gerne gemalt habe, mache ich das sogar ganz gerne!

Zeige ich also auf meinem Blog ein falsches „Ich“? Nein, ich denke, es handelt sich eher um die bestmögliche Version von mir. Dass ich auch in Wirklichkeit so aussehen kann, beweisen die (zugegeben wenigen) Fotos, die ich überhaupt nicht retuschieren muss. Das sind dann meist diejenigen, bei denen das Licht einfach perfekt – d.h. schmeichelhaft – war (neben Makeup macht das Umgebungslicht wahnsinnig viel aus!), aufgenommen an Tagen, an denen ich schön ausgeschlafen war. Gelegentlich gibts davon abgesehen auch einfach mal nur nen „Zufallstreffer“. Aber das sind eben die Ausnahmen.

Da ich eigentlich nicht besonders fotogen bin, mache ich für jeden Beitrag etwa 30 Bilder und suche mir anschließend die besten heraus. Das – also das Aussortieren – tun die meisten anderen Bloggerinnen meines Wissens nach auch. Bilder auf denen man besonders blöd aussieht (Doppelkinnalarm, Augen-zu usw.) werden selten publiziert, und wenn dann nur mal für „nen Lacher“, so nach dem Motto „das ist übrigens mein Ausschuss„. Hat man allerdings den Anspruch, zu einhundert Prozent „authentisch“ zu sein – was hieße nicht nur seine „Schokoladenseite“ zu zeigen – müsste konsequenterweise auch das Aussortieren weniger gelungener Fotos unterbleiben, oder?

Retusche mit dem "Barbienator"

Just 4 fun: Retusche mit dem „Barbienator“ (Trialversion)

Natürlich gibt es auch für mich Grenzen. Ich finde z.B. dass einige Berufsfotografen ZUVIEL retuschieren. Da wird dann mal großzügig ALLES weichgezeichnet, auch das, was m.M.n. überhaupt keiner Retusche bedarf. Ich habe mich einmal von einem dieser Profis fotografieren lassen. Allerdings habe ich darum gebeten, dass meine Bilder keinesfalls retuschiert werden, sondern mir in unbearbeiteter Forum auf DVD zur Verfügung gestellt werden. Die Retusche wollte ich – falls nötig – dann selbst vornehmen (ich hatte zuvor die retuschierten Bilder einer Bekannten gesehen – und das, was ich sah, war mir halt „2much“). Es gibt da ja diese lustige Software, die angeblich auch von Fotografen verwendet wird (so sagte man mir!) namens „Portrait Professional“. Ich nenne sie übrigens den „Barbienator“. Damit kann man sogar Gesichtsformen verändern, Wangenknochen herbeizaubern (wo eigentlich keine sind), Haar- und Augenfarben ändern usw. usf. – und das mal eben per Schieberegler. Und ja, DAS wäre selbst mir zuviel des Guten (allerdings ist die Software eine durchaus amüsante Spielerei😉).

Auch das Retuschieren des Körpers (z.B. künstlich schlanker machen) erspare ich mir. Aber ich werde jetzt auch nicht diejenigen kritisieren, die dies tun, solange es gut gemacht ist (Stichwort: „ups, Bein ab!“ oder „warum ist die Treppe im Hintergrund so merkwürdig eingedellt?“ – Beispiel), bleibt es doch eine Ermessensfrage jedes einzelnen, wie er oder sie sich im www präsentieren möchte. Das gilt natürlich auch für den umgekehrten Fall, wenn sich jemand also entscheidet, seine Bilder überhaupt nicht zu retuschieren.

Also, warum sind Weichzeichner und Co. insbesondere bei älteren Bloggerinnen so verpönt? Warum ist es gerade den Leser/innen von ü40-Blogs so essentiell wichtig, dass jede einzelne Falte auch ja schön scharfgezeichnet wird? Geht es dabei überhaupt noch um Mode – also um die Präsentation von Kleidung – oder vielmehr um so etwas wie einen virtuellen „Faltenabgleich“? Oder ist das Problem vielleicht eine geringe(re) „Identifikation“? – Identifikation (mit der Bloggerin) ist etwas, was, wie ich glaube, gerade deutschen Blogleserinnen überdurchschnittlich wichtig ist. „When too perfect, liebe Gott böse“😉 Aber: Ich habe tatsächlich keine Ahnung ob der wahren Gründe, d.h. ich spekuliere nur!!!

Whatever: Ich betreibe einen Modeblog – und keinen, der sich vorrangig mit dem Thema „Antiaging“ beschäftigt. In dem Fall wäre ein möglichst ungeschönter Blick auf die „nackte Wahrheit“ wohl tatsächlich unverzichtbar. Schon allein wegen irgendwelcher „vorher-nachher“-Bilder, um die Wirkung der Antiagingprodukte realistisch einschätzen zu können.

Aber so isses nun einmal nicht: Mir gehts hier um mein Hobby Mode. Ich möchte einfach schöne Bilder meiner Outfits, die mir gefallen (zumindest soweit es in meiner Macht steht!), nichts weiter. Und ein fetter roter Pickel mitten auf dem Kinn (z. B.) stört nun einmal mein Empfinden von Ästhetik. Solange man die Kleidung, um die es geht, auf den Bildern gut erkennen kann, sollte es doch unbedeutend sein, ob hier und da ein wenig retuschiert wurde, oder? (zumal: die Profis tun’s doch auch! warum sollen wir „Normalos“ das also nicht ebenfalls dürfen?)

noteUnd wie immer zum Abschluss etwas Musik für Euch:
Watching The Detectives von Elvis Costello (1978)
Die Outfits wurden wie immer selbst gekauft und bezahlt.

56 Gedanken zu „Die verpönte Retusche mit Photoshop

  1. Hallo Annemarie,
    dein Blog ist fantastisch und sehr toll besucht.
    Ich als Crossdresser verstehe deine Einwände ,dass mit leichter Retuschiererei.
    Ist doch alles normal ,ich wollte auch nicht mit rote Augen /Pupillen Fotos einstellen.
    Mein Sohn arbeitet auch an der Helligkeit meiner Fotos wenn es zu dunkel erscheint, und verbessert dieses.
    Übrigends schaust du super aus und auch verständlich wenn du einen Pickel wegpixelst.
    Würde ich auch hassen!!
    Ich als Crossdresser bin ja auch nicht echt ,obwohl das was ich dann im Spiegel sehe gerne sein moechte . Was ist echt??
    Wenn ich meine Weiblichkeit lebe ist dieses wie ein Kleidungsstück auf links drehe!
    Mann nach innen , Frau nach aussen,und das ist schoen!!!!!!!
    Mach weiter so schoene Fotos und lass die Noergler noergeln!!

    Ganz liebe Grüße Inge /Dietmar

  2. Liebe Annemarie,
    ich stimme Dir zu: An dem Nachbearbeiten der Fotos durch ein Bildbearbeitungsprogramm sehe ich nichts Verwerfliches. Wir Hobbybloggerinnen sind ja (meist) keine Profi-Fotografen, deshalb sind die Fotos nicht immer wirklich gut. Manchmal macht einen die falsche Belichtung blass, oder es bilden sich unschöne Schatten auf dem Gesicht. Da ist es nur legitim, etwas nachzuarbeiten. Und in Natura sind wir ja eh noch viel schöner als auf den Fotos🙂
    Liebe Grüße
    Birgit

  3. Diesen Post hab‘ ich eben über Fran entdeckt.
    Ich finde das nicht wirklich dramatisch, solange man die charakteristischen Züge der Person erkennt. Wer sich natürlich völlig verändert, ist es ja nicht mehr selbst. Z.B. schmaleres Gesicht, kürzere Nase etc.

    Und ich kann Dir in großen Teilen zustimmen – jede Maßnahme, jedes Hilfsmittel verändert einen Menschen, ob nun MakeUp oder eine spezielle Frisur – auch das ist man dann – eigentlich – nicht mehr! Genauso wie das Aussortieren von Fotos, die einen zwar zeigen, wie man im wahren Leben ausschaut, die einem selbst aber nicht sobehagen, da zu ungünstige Seiten zum Vorschein kämen.😉

    Solange das in diesem Rahmen bleibt, ist das für mich völlig o.k. und ich finde außerdem, Du bist eine sehr attraktive Frau, Photoshop hin oder her – denn ich denke nicht, Du hast Dein Aussehen gravierend damit verändert. Und niemand sieht jeden Tag makellos aus.

    Ja, diese Software braucht man heute gar nicht mehr, Apps können das heute schon perfekt. YouCamPerfekt, FaceTune, Beauty Plus, Perfect 365, Visage Lab und selbst die Augenfarbe verändern ist mit Eye Color Studio oder NiceEyes kein Problem mehr. Und solange man sich bei einem Blogger-Treffen dann noch erkennt ….

    Liebe Grüße
    Sara

  4. Grins,
    das ist mal wieder ein Post. Ich hatte vor langer Zeit mal etwas ähnliches geschrieben und, dass ich meine Bilder nicht bearbeite. Ich habe da einiges hören müssen.“Warum nicht“, „ich verziere meine Bilder wie eine Torte“. Ja, von mir aus.
    Warum soll Jemand keine langen Fingernägel haben, ich habe sie nicht, weil ich viel mit den Händen arbeite und das sieht man halt auch, ich kann damit leben.
    Wenn Jemand sein Bild bearbeiten möchte, soll er. Ich denke, man sieht es und die Wahrheit bringt es auch irgendwann an den Tag. Aber es gibt ja auch Bloggerinnen, die scheuen Treffen. Ich kenne aber keine.
    Ich habe Photoshop und bearbeite auch, aber nur ein klein wenig und warum nicht.
    Ob ich nun Dick oder dünn bin, das geht wohl auch zu bearbeiten, aber ich denke,
    in meinem Alter habe ich das nicht mehr nötig mich so zu verstellen und ich zeige mich so, wie ich bin. Darüber muß ich nun wirklich nicht mehr diskutieren und es gibt doch wahrhaft wichtigeres, als ein Bild zu bearbeiten.
    Ab einem gewissen Alter ist man froh aufstehen zu können und keine Gebrechen zu haben und dann zählen wirklich andere Dinge, als dein Bild zu bearbeiten und ich glaube, ich habe weit mehr zu bieten, als meine Bilder zu bearbeiten.
    Allerdings denke ich oft, manche Warze im Gesicht sollte man doch eher wegmachen lassen.

    Lieben Gruß und nix für ungut.

    • Hi Eva,

      Ich habe da einiges hören müssen.”Warum nicht”, “ich verziere meine Bilder wie eine Torte”.

      Interessant, das was ich bisher auf anderen Blogs und in Foren an Kommentaren dazu las, war eher gegenteilig. Von wegen „nur (absolut) natürlich ist gut, Retusche ist böööse“. Sowas gibts also auch… Aber jedem kann man es vermutlich nicht recht machen. Ich sag ja immer „jeder Jeck ist anders“😉

      Lg, Annemarie

    • Ehrlich die Bloggerin mit der Torte kann ich dir sogar mit den Namen nennen.
      LG Eva
      ;-)))

    • Hi Sunny,

      Du bist mit Deinem Kommentar leider in meinem Ordner zum Manuell-Freigeben gelandet. Das kann dann immer etwas dauern bis ich wieder online bin.
      Interessanter Kommentar, auch wenn er glaube ich in eine etwas andere Richtung geht, als ich mit meinem Blogbeitrag ansprechen wollte. Also weniger um Photoshop als eine von zahlreichen möglichen Optionen der Selbstoptimierung, sondern um Kosmetik und Schönheitspflege (bei Dir persönlich im speziellen) sowie Gelassenheit und Selbstakzeptanz.
      Wenn Du damit ausdrücken möchtest, dass jedem selbst überlassen bleiben sollte, inwieweit er „Optimierungsmaßnahmen“ betreiben möchte – oder eben auch nicht (sei es nun durch Photoshop, Makeup, falsche Haarfarben, Selbstbräuner oder sonstwas) dann stimme ich Dir zu. Ich bin immer sehr für Toleranz sowie „Leben und leben lassen“. Und nichts anderes – als Toleranz – wäre meine Idealvorstellung. Die ist nur leider, so liest man häufig im Kommentarbereich anderer Blogs oder auch Foren (nicht unserem übrigens, aber Du weisst vermutlich, was ich meine) nicht immer gegeben. Da wird häufig mit zweierlei Maß gemessen und das finde ich persönlich nun einmal unlogisch. U.a. diese Kommentare haben mich zu diesem Blogpost inspiriert.

      Lg, Annemarie

  5. Danke dir für diesen Post, sprichst mir aus der Seele – obwohl ich Photoshop nicht nutze. Aber nur, weil ich es nicht kann.😉

    Lege aber über (meine wenigen) Instagram-Selfies gerne einen Filter – weil ich es schön finde. Ich lege über JEDES Bild einen Filter, weil ich es mag und ich höre nicht bei meinem Gesicht damit auf. Punkt. Ich verstehe das ganze Theater auch nicht so wirklich. Jeder möchte sich von seiner besten Seite präsentieren und ich lichte mich ja auch nicht im meiner Schluffihose ab, warum also dieses Theater? Könnte ich ja noch nachvollziehen, wenn die Medien da mit gutem Beispiel vorangingen und wir nicht ständig mit überoptimierten Beautys konfrontiert werden würden – aber wenn ich amerikanische Serien sehe (oder nur den Trailer, ich bin kein Serien-Fan), dann reicht’s mir schon wieder, weil da so viel Künstlichkeit versammelt ist, dass ich brechen möchte. Und warum sollen nun „wir normalen Frauen“ die Fahne der Natürlichkeit aufrecht halten? Sorry, ist mir zu hoch.

    Aber natürlich macht es einen Unterschied, ob ich Fotos leicht überarbeite oder aus … nun ja… der Frau von Prinz Charles eine Miss World mache, beispielsweise. Habe mein Gesicht selbst mal mit so einer „Beautify-App“ behandelt und war erstaunt, WAS du da alles anstellen kannst. Sah hinterher wie ein rosiges Marzipanschweinchen aus und so unnatürlich perfekt, dass ich das Foto gelöscht habe. Das war ich nicht. Ich habe auch Vorher-Nachher-Fotos von Menschen gesehen, die du nachher kaum noch erkannt hast und die alle „Oh, du siehst so toll aus“-Komplimente ganz selbstverständlich annehmen. Nun ja. Letztendlich muss jeder wissen, was er tut. Und wenn du du dich für die Onlinewelt in Miss World verwandelst, im Spiegel jedoch was ganz Anderes siehst, dann musst in erster Linie du selbst damit leben und ich denke, da ist die nächste Krise vorprogrammiert.

    LG Anna

    • Hi Anna!

      Sehr guter Kommentar. Insbesondere gefällt mir diese Passage:

      Und warum sollen nun “wir normalen Frauen” die Fahne der Natürlichkeit aufrecht halten? Sorry, ist mir zu hoch.

      Exakt die Frage, die auch ich mir stelle!

      Warum eigentlich?

      Lg, Annemarie

  6. Ich habe Photoshop, kann damit aber nur Kleinigkeiten verändern. Freistellen kann ich nicht, Silhouetten verändern kann ich nicht, Mattieren (?) kann ich nicht und so ziemlich alles andere kann ich auch nicht.

    Ich kann Bilder heller oder dunkler machen und ein Stückchen Haut von neben dem Pickel auf den Pickel schieben, wenn die die gleiche Farbe hat, so dass man den Pickel nicht mehr sieht. Gleiches gilt für „Fusseln“.

    Ansonsten kann ich sowas wie die Filterfunktion Weichzeichner bemühen, tu‘ das aber nur mal bei Portraits. Ich sehe keinerlei Problem darin, wenn jemand vorteilhaft auf seinem Blog rüberkommen möchte und man als IRL ein paar mehr Speckrollen oder Falten sieht. Und ich empfinde mich trotzdem als authentisch, wenn ich vorteilhafte Fotos ins Netz stelle, mich nett anziehe, Shapewear drunterpacke oder die Haare wasche.😉

    Wo war denn diese Diskussion eigentlich? Manche müssen auch echt alles zerreden oder tot diskutieren. Soll doch einfach jeder machen, wie er will und fertig. Da gibt’s keine Regeln. Jedem das seine – ist doch wurscht. Der eine denkt so, der andere so. Und auf dem eigenen Blog herrscht eh Hausrecht!🙂

    LG
    Gunda

    • Hi Gunda,

      das mit dem Freistellen bereitet auch mir Schwierigkeiten. Vor allem auf unruhigen Hintergrund ist es manchmal so gut wie unmöglich. Jedenfalls für mich – bin ja auch keine ausgebildete Grafikerin.

      Lg, Annemarie

  7. Absolut korrekt – genau so wie Du sehe ich das ebenfalls. Da ich meine Bilder auch mit Selbstauslöser mache und die Lichtverhältnisse oft mehr als schlecht sind ist es für mich notwendig die Bilder nachzubearbeiten – oftmals würde man sonst fast nix sehen :D!

    GLG aus der EDELFABRIK Chrissie

    • Hi Chrissie,

      genauso geht es mir auch. Siehst Du ja an meinem einen Beispielbild. Es mag schon sein, dass meine Bilder durch das viele Aufhellen, Kontrast optimieren usw. etwas „künstlicher“ werden, aber würde ich es lassen würde man die Kleidung – auf die es ja eigentlich ankommen sollte auf einem Modeblog – überhaupt nicht erkennen. Normalerweise versuche ich die Originalfarbe der Kleidungsstücke, wenn diese z.B. durch Blitzlicht verändert wurden, durch Abschwächen des Gelb- oder Grünstiches wieder herzustellen. Ziel ist also eine möglichst realistische Darstellung der echten Farben. Keine Ahnung, ob mir das immer gelingt, aber ich versuche es zumindest.

      Lg, Annemarie

  8. Ui, du musst aber ganz schön fit sein in Photoshop, wenn du das einfacher findest als vor dem fotografieren mal kurz abpudern. Ich selbst bin meist zu faul, die Fotos hinterher großartig zu bearbeiten, außer die sind wirklich sehr dunkel oder haben nen komischen gelbstich.
    Grundsätzlich finde ich es okay , Fotos zu bearbeiten solange man sich nicht schlanker macht oder allzusehr aufhübscht. Es sollte schon eher um die Verbesserung der Qualität der Fotos und nur um kleinre Retuschen gehen.

    • Hi T.,

      bei mir ist es so, dass ich die Fotos ohnehin bearbeiten muss. Weil sie, würde ich sie nicht aufhellen, absolut nicht zu gebrauchen wären. D.h. ich muss sie ohnehin in Photoshop (oder Gimp) öffnen und heller machen. Da kann ich – bei der Gelegenheit – auch gleich „fettige Stellen“ abpudern oder Pickel wegwischen. So nach dem Motto: Wenn ich schonmal dabei bin😉 Wäre vielleicht was anderes, wenn ich gutes Licht hätte.

      Lg, Annemarie

  9. Genau so handhabe ich es auch. Pickel und störende Elemente müssen weg. Wie sieht das denn aus? Außerdem helle ich die Bilder bei Bedarf auf und stelle mich mit meiner Schokoladenseite in Position. Wer macht das nicht?

    Zu viel Retusche mag ich allerdings nicht. Man sollte die Person auf den Bildern schon noch erkennen.

    Ich habe bereits einen ähnlichen Blogbeitrag schon seit Wochen in der Pipeline. Der muss aber noch ein bisschen warten.

    Liebe Grüße Sabine

    • Hi Sabine,

      um ganz ehrlich zu sein, hat mich die Ankündigung Deines Interviews bei Sabina (und teilweise auch die Kommentare darauf) zu diesem Blogbeitrag inspiriert – also: unter anderem (außerdem noch diverse Forenbeiträge – aber nicht bei uns). Als ich las, dass Du über Photoshop schreiben würdest, fand ich das sehr spannend. Hatte aber ehrlich gesagt gehofft, Du würdest noch ein „Schübchen“ drauflegen – zugegeben ich hatte gehofft, endlich mal etwas „Pro“ und nicht „Contra“ Photoshop zu lesen. Wobei ich nicht weiß, ob Du Dich in dem Interview bewusst zurückgehalten hast oder eben nicht. Ich bin jedenfalls – wie ich schon bei FB schrieb – sehr gespannt auf Deinen eigenen Artikel zu diesem Thema.

      Lg, Annemarie

  10. 🙂 Oft sind meine Fotos zu dunkel und ich helle sie anschließend auf. Oder auf schwarzen Klamotten sieht man einen Flusen, der kommt dann natürlich weg.
    Selbstverständlich schminke ich mich, färbe mir die Haare und stelle mich so optimal wie möglich für’s Foto hin – aber mich so zu retuschieren, dass ich plötzlich keine Falten mehr oder eine Haut wie ein Kinderpopo habe – nö!
    Zum Abgewöhnen fand ich die Werbung eines österreichischen Klamotten-Herstellers mit Sharon Stone, die auf den Werbefotos derartig jung retuschiert wurde, dass sie 30 Jahre jünger aussah. Das finde ich absolut affig! Ein Grund für mich, nichts von dieser Firma zu kaufen.
    Es gibt junge Blogger, die sehen auf Fotos immer super schlank und toll aus. Dann steht man ihnen plötzlich gegenüber und ich frage mich: Wieso hat sie jetzt 10kg mehr auf den Hüften? Wann ist das passiert? Über Nacht?
    Ich glaube mit ü50 kenne ich meine nicht so gute, wie auch meine Schokoladenseite. Ich kann damit leben.
    Liebe Grüße🙂

    • Hi,

      kann mir ungefähr vorstellen, was Du meinst. Was mich persönlich auch eher „abturnt“ ist Werbung für Kosmetik – wenn ein älteres Modell dank PS auf „30 Jahre jünger getrimmt“ wurde – und zwar ganz eindeutig, dann wirkt das Produkt selbst für mich nicht mehr glaubwürdig. Das ist vergleichbar mit Werbung für WHOW!!!!-Wimperntusche, bei der ein Model mit (eindeutig) angeklebten Wimpern gezeigt wird. Bei sowas frage ich mich auch: Wen wollen die hier bitteschön vera…? Tja, das ist halt das Thema Beauty/Kosmetik. In der Hinsicht (also Werbung für Beautyprodukte) würde auch ich eher die Realität begrüßen. Obwohl… wenn statt mit PS mit Beauty-OPs nachgeholfen wurde dann ist es auch wieder nicht die Realität… also neee… beides hilft mir als Kundin/Verbraucherin nicht wirklich weiter, will ich die mögliche Wirkung an MIR (Thema: Identifikation!) einschätzen.

      Lg, Annemarie

    • 🙂 Stimmt! Das ist ein sehr diffiziles Thema! Das Ding mit der Wimperntusche und den angeklebten Wimpern ist auch immer ein Witz. Deswegen freue ich mich ehrlich sehr, immer wieder einige ausprobieren zu dürfen…😉
      Schönen Abend, liebe Annemarie und liebe Grüße, C.🙂

  11. Grade bei einem meiner letzten Beiträge habe ich beim veröffentlichten der Fotos gemerkt, dass ich da einen blöden Pickel habe. Erst wollte ich das Bild wieder löschen, um es noch schnell zu bearbeiten, aber habe es dann doch gelassen. Mein Gott, es ist eben ein kleiner Pickel, was soll´s.

    Ansonsten benutze ich Portrait Professional, falls das Mitags-Sonnenlicht oder das Blitzlicht zu hart waren und ich dadurch auf den Bildern viel zu große Poren als in echt habe. Das Programm ist meinen Augen nicht nur zum lustige Sachen machen da, sondern man kann damit wirklich anspruchsvoll Bilder bearbeiten. Die Option mit Gesichtsveränderung finde ich jedoch auch völlig unnötig und auch möglich.

    Bilder aufzuhellen, nachzuschärfen oder Krümel zu entfernen, zählt für mich nicht zum Thema „Ist ja alles gephotoshoppt.“, wie es so schön umgangssprachlich heißt.

    Schlimm oder sagen wir mal eher so, schade finde ich es, dass es Blogger gibt, die sehen online aus wie Miss World und in echt dann ganz anders.

    Ich habe vielleicht auch nicht den Anspruch, wie in einem Hochglanz-Magazin auszusehen, ich will nur meinen Spaß an Mode und Schminke zum Ausdruck bringen.

    Und ich finde Dich sehr fotogen und mich sprechen mehr Deine Klamotten, Dein Blick und Deine tollen Posen an als ein makelloses Gesicht.

    Liebe Grüße,
    Moppi

    • Hi Moppi,

      es freut ich, dass Du die Dinge zu würdigen weisst, auf die es (auch mir) ankommt!🙂

      Was Pickel betrifft, ich kriege so ca. 1 x im Monat so ein richtig fettes Exemplar (wobei letztens hatte ich sogar 2! auf jeder Seite des Kinns einen, das waren quasi „Twinpickel“!!!). Ich überschminke so ein Teil eher selten, weil ich nicht will, dass es sich entzündet. Sehe ich sowas aber auf einem Foto, dann muss das WEG WEG WEG!😉 Mag sein, dass es anderen gar nicht auffallen würde, aber ich selbst sehe in einem solchen Moment nichts anderes als diesen einen Pickel. Selektive Wahrnehmung, klar!

      Gesichtsveränderung – meinst Du damit die Form wie beim Barbienator? (Wangenknochen hinzufügen, Nase verschlanken usw.) Mache ich gewöhnlich auch nicht.

      Lg, Annemarie

    • Ja, genau, das Gesicht schlanker machen und eben die perfekten Proportionen einstellen. Das ist doch echt mies, wenn man das Programm nutzt und dann wird einem suggeriert, dass sein Gesicht leider nicht perfekt ist und man muss es verändern, damit man das Bild der Oma zum Geburtstag schenken kann. *arghhh*

      Pickel mach ich ja auch normalerweise weg, nur den einen halt nicht, weil´s eigentlich egal ist. Aber da ist man als Frau ja auch irgendwie eitel.😉

      Und ich wollte noch was zur Brille sagen. Ich hab mich richtig erschrocken, als ich das gelesen habe mit der Freundin, die meinte, Du bist OHNE Brille richtig hübsch. Das ist doch absoluter Nonsens, Du bist auch mit Brille sehr hübsch, ich habe die Bilder von dem Treffen ja gesehen. Das Thema Brille ist immer noch negativ behaftet, obwohl ganz junge Frauen grade so mega-coole Nerd-Brillen tragen. Ich war vor kurzem im Mister Spex Store und da war de Altersdurchschnitt echt 23. Da hab ich mich riesig gefreut. Aber grade welche in unserem Alter denken noch an die Brillenschlangen in der Teeniezeit oder vielleicht fühlen sich Menschen dadurch alt? Das ist schade, da ihnen dadurch das gute Sehen und auch ein echter Seh-Genuss entgeht.

      Vielleicht fühlst Du Dich mit Deiner Brille nicht wohl und strahlst es deshalb irgendwie aus? Oder es ist einfach nicht „Deine“ Brille? Ich würde so gerne Deine ganzen Outfits auch mit Brille sehen, so wie Du halt bist.

    • @Moppi: Ja, kann sein, dass das mit der „hässlichen Brillenschlange“ aufgrund unserer Generation noch irgendwo so in der Vorstellung „drin“ ist. Du kennst doch bestimmt die klassische Filmszene: Die unscheinbare „Brillenschlange“ nimmt die Brille ab und löst ihren Dutt und wird allein dadurch plötzlich zum Vamp😉

      Ich glaube aber auch, dass ich einfach kein „Brillengesicht“ habe, also jemand bin, dem Brillen nicht besonders gut stehen. Hinzu kommt, dass die Gläser meine Augen kleiner wirken lassen (bin stark kurzsichtig). Wobei das „Pilotenmodell“, welches ich derzeit trage noch das „geringste Übel“ darstellt. D.h. ich habe schon einige Formen ausprobiert und diese hat zumindest (m.M.n.) noch einen gewissen „Coolnessfaktor“. Das mit der „Fräulein Rottenmaier“ habe ich mir übrigens nicht selbst ausgedacht, so hat mich ein Herr betitelt, den ich mal in einer Bar kennengelernt habe. Ich denke, ich wirke mit Brille sehr streng, weniger weich als ohne. Außerdem dominiert so ein Teil irgendwie jedes Outfit. Das ist ähnlich wie mit dem Pickel: Trage ich Brille, nehme ich auf den Fotos auch nur diese (als störend) wahr. Wenn ich das Geld und den Mut für eine Laserop hätte, würde ich das definitiv durchziehen. Lg, Annemarie

      P.S.: Aber wenigstens stehe ich mit dem Problem nicht alleine da. Ich hatte z.B. mal einen Kollegen, der sieht MIT Brille zwar schon GUT aus, aber ohne Brille WHOW! Umgekehrt gibt es aber auch Menschen, die wirken erst durch eine Brille richtig interessant. Dazu gehöre ich aber leider nicht.

  12. Ich freu mich, dass Du mal eine Lanze fürs retuschieren brichst. Mir macht das rumspielen an Fotos auch richtig Spass und oft ist es auch einfach notwendig, damit die Bilder überhaupt nach was aussehen. Einige Shootings sind manchmal nur mit Retusche überhaupt noch zu retten, gerade wenn das Licht eben nicht gut war.

    Den Barbinator hab ich auch. Irre was man damit machen kann. Aber das volle Programm ist mir auch zu unnatürlich und das fällt dann auch auf. Aber man kann ja da auch alles einzeln regeln, ohne es dabei zu übertreiben.

    Ich bin auch nicht gut im schminken, zu faul und zu unbegabt. Da ist eine leichte Retusche schneller umgesetzt als stundenlang vorm Spiegel zu stehen und mich anzumalen.

    Bisher nutze Photoscape und in Gimp mal ein paar wenige Anwendungen. Mehr kann ich (noch) nicht. Aber es reicht erstmal. Photoshop erschlägt mich noch in der Fülle der Anwendungen. Daher hab ich es erstmal mit Gimp versucht, aber das meiste davon kann ich leider auch nicht.

    Deine Argumente bezüglich des „Schummelns“ benutze ich auch immer😉 Wir Frauen mogeln doch überall, genau wie Du schreibst, ob Push up, Schminken usw.

    • Hi BB!

      Schön, dass ich nicht die Einzige bin, die (auch virtuell) gerne malt🙂
      Ich besitze übrigens kein „richtiges“ Photoshop (ist mir zu teuer), sondern die „Lightversion“ Elements. Das reicht für meine Bedürfnisse. Mit ziemlicher Sicherheit nutze ich auch davon nicht alle Funktionen. Neben der Aufhellung sind das Tiefen/Lichterregler (nach dem Aufhellen erhöhe ich den Kontrast, in dem ich wieder die dunkle Farben leicht verstärke). Wenn ein Foto einen doofen Grün- oder Gelbstich hat, vermindere ich die Sättigung der entsprechenden Farbe. Den Weichzeichner verwende ich kaum, allerdings mag ich den Mattfilter (der glättet die komischen Pixel, die manchmal entstehen – obwohl IRL gar nicht vorhanden). Anschließend wird das ganze dann aber wieder geschärft.

      Lg, Annemarie

  13. Huhu Annemarie,
    Echt Pickel weg? Ich hab da grade wieder so häßlichen Pickel😉 na ja. Ich hab kein Fotoshop, aber so eine Bearbeitung die bei Windows dabei ist. Ich mach damit gern Fotos auch mal heller, wenn das Licht doof war.
    Ansonsten bin ich viel zu faul geworden jedes Bild zu optimieren. Ich hatte auch mal so einen Stempel mit dem blognamen drauf, bin ich auch zu faul😉 Oder sagen wir das kostet Zeit, die nutze ich lieber für was anderes.
    Ich hab aber kein Problem wenn jemand optimiert. Wenns nicht ganz so doll ist. Oder wenns extra doll ist, das es schon interessant wirkt.
    Huh der Barbienator ist ja der Hammer :))
    Liebe Grüße Tina

    • Ich retuschiere Pickel am liebsten mit dem Wischfinger vom Gimp (kostenlose Software). Deckung aber nicht auf 100 %, sondern am besten so 20 einstellen – ungefähr. Denn der Wischfinger von Photoshop verschiebt nur die Pixel (kann natürlich auch sein, dass ich das mit dem PS an der Stelle nicht so gut raus habe). Ich durfte vor Jahren mal einem Fotografen beim Retuschieren über die Schulter gucken, von daher kenne ich solche Tricks. Lg, Annemarie

  14. Mist und ich kann das nicht … zzzz . Ich könnte sonst noch locker 5 Jahre raus holen *gg
    aber wer will das ??? Finde das persönlich sinnfrei .
    Für mich eine Frage der Ehrlichkeit … und wer es braucht , soll es machen . Jeder so wie er mag :))
    LG Heidi

    • Hallo Heidi,

      ok, wenn man konsequent ehrlich sein wollte, müsste dann nicht logischerweise ebenfalls auf Makeup, Haarefärben usw. verzichten? Auf Extensions, künstliche Fingernägel, Solarium, Contouring usw. usf. Denn auch DAS ist – wenn wir mal ehrlich sind – alles nicht die pure „Natur“. Merkwürdigerweise ist aber all das durchaus akzeptiert und gilt keineswegs als Fake. Warum eigentlich nicht?

      Lg, Annemarie

    • Es muss ja nicht ums jünger machen gehen bei der Fotobearbeitung. Eher darum, unschöne Details zu optimieren. Obs nun ein Pickel ist oder eine Falte, die im Licht schlimmer aussieht als in der Realität oder ähnliches..

    • Annemarie … bis auf getönte Tagescreme ,Lipgloss , etwas Rouge und Kajalstift bin ich 1 zu 1 echt . Keine Formwäsche , keine künstlichen Nägel , geschweige Solarium oder sonst was . Im Sommer gerne Selbstbräuner , weil ich mich nicht in die Sonne lege . Ansonsten 100 % Natur😉

    • Hallo Heidi,

      das mag für Dich gelten. Da bist Du vielleicht eine Ausnahme. Allerdings glaube ich, gilt das IRL für die allerwenigsten Frauen. Ich kenne z.B. kaum eine, die tatsächlich mit ihrer echten Haarfarbe herumläuft. Würde schätzen, dass gerade in unserer Altersgruppe, über 90 % gefärbt sind. Oder nehmen wir Pushups bzw. Beauty-OPs. In meiner Jugend in den 80ern gab es einige Frauen, die „vornherum“ weniger gut bestückt waren (so wie ich). Heutzutage sehe ich das nur noch ganz ganz selten. Ich nehme also an, dass die meisten entweder mit Pushups nachhelfen oder aber sich vom „Onkel Doc“ haben helfen lassen. Heutzutage ist vieles Fake, zumindest wenn man es ganz genau nimmt. Ist aber im Grunde auch nicht schlimm, tut ja keinem weh.

      Lg, Annemarie

    • Extensions, künstliche Fingernägel, Solarium, Contouring

      Ich sehe das ganz pragmatisch. Der eine hat vom lieben Gott dickes, festes Haar, traumschöne Augen, laaaange Beine geschenkt bekommen…und noch ein paar Dinge, die ihm an sich nicht so gut gefallen.
      Die Kunst ist es mMn mit dem was man hat zufrieden zu sein und sich auf diese Stärken zu konzentrieren.
      Wie singt es Mick so schön „You can’t always get what you want
      But if you try sometimes you might find
      You get what you need“.
      Darauf muss man sich konzentrieren. Herauszufinden was man braucht. Was die Seele braucht. Keine aufgepappten Fingernägel, keine aufgepimpten Haarschöpfe, kein noch so gestählter Körper kann einem beschaffen, was die Seele braucht. Mit so einem Mist verschwendet man Zeit und Energie, die einem fürs wesentliche, nämlich dem Leben selbst, fehlen.
      LG

  15. Liebe Annemarie,
    Du bist nicht fotogen? Das hätte ich niemals gemerkt. Für mich bist du ja Modelpotential. Aber das liegt dann wohl echt an der stilsicheren Auswahl der Bilder.
    Ich muss sagen ich bin einfach zu faul für Photoshop. Nur einen heller Filter muss ich eigentlich fast immer drüber laufen lassen, weil es bei mir auch immer so dunkel ist.
    Stören tut mich das übrigens nicht, wenn die Blogger nachbearbeiten, denn ich finde das machen nicht alle so übertrieben wie man es eben mal auf Modezeitschriften sieht. Vielleicht hab ich ja echt mal Glück und treffe dich IRL und dann kommt die Stunde der Wiedererkennenden Wahrheit.
    Liebe Grüße Ela

    • Hi Ela,

      ich denke, Du würdest mich schon wiedererkennen. Allein schon aufgrund meiner Größe und meiner „Matte“. Damit falle ich IRL ziemlich auf. Hinzu kommt mein eher extrovertierter Modegeschmack.

      Vermutlich wärst Du in erster Linie von meiner Brille irritiert (die ich auf Fotos sehr selten trage). Und allein das verändert die Optik schon sehr stark (mir ist es schon passiert, dass eine Freundin, als sie mich das erste Mal OHNE Brille sah völlig überrascht meinte „whow, Du bist ja OHNE Brille richtig HÜBSCH!“). Außerdem werde ich, wenn ich ausgehe, grundsätzlich erst dann von Herren angesprochen, sobald ich die Brille abnehme (ist jedesmal dasselbe – ich nehme die Brille übrigens zum Tanzen ab, weil ich Sorge habe, dass sie mir runterfliegt, ich tanze halt sehr lebhaft…). Sobald ich die Brille abnehme, verwandelt sich „Fräulein Rottenmaier“ in „Angelina Jolie“ (ok, in eine etwas moppeligere und ältere Angelina, aber immerhin…). D.h. die Brille verändert sehr stark meinen Typus. Ansonsten hängt es bei mir von der Tagesform ab (ausgeschlafen oder nicht) und natürlich vom Makeup.

      Was das mit dem „Fotogen“ betrifft, nun ja, es ist schon besser geworden. Ich weiss ja mittlerweile, was meine Schokoladenseite und was meine Leberwurstseite ist. Und ich versuche halt eher erstere in die Kamera zu halten😉 Aber früher als junges Mädchen, habe ich es gehasst, fotografiert zu werden. Dabei kam meist das pure Grauen heraus! (meine Mum meinte stets, sie versteht gar nicht, wie ich es immer wieder schaffe, auf Fotos dermaßen blöd zu gucken…mittlerweile ist sie ganz überrascht, dass ich mich FREIWILLIG fotografieren lasse…)

      Lg, Annemarie

  16. Das darf jeder halten wie er mag🙂 Wer irgendetwas wegretuschieren möchte, seien es Falten, seien es störende Dinge auf dem Foto, der soll das doch gern tun, wenn er sich oder sein Foto dann lieber sehen mag. Ich fand das anfangs durchaus gewöhnungsbedürftig bis skurril. Inzwischen habe ich gelernt, dass das für viele quasi zum guten Ton gehört. Soll mir recht sein.
    Genauso wie jeder seine Haare färben kann (tu ich auch), sich schminken darf (tu ich auch), Shapewear tragen mag (tu ich manchmal) oder sich drei Kilo an den Hüften wegretuschiert (tu ich nicht). Ich besitze nicht mal Photoshop, also muss, wer meinen Blog liest, mit meinen Unzulänglichkeiten leben😉 Selbst wenn ich Photoshop auf dem Rechner hätte, wäre ich vermutlich einfach zu faul, an den Bildern lange herumzumachen. Die Bilder auszusuchen und runterzurechnen reicht mir schon. So wichtig ist es mir halt einfach nicht. Ich kann mit meinem Aussehen leben. Punkt.
    Wer sich selbst bis zur Unkenntlichkeit retuschiert, der muss halt mit den Reaktionen der anderen leben. Oder einfach nie in der Realität auftauchen😉
    Liebe Grüße
    Fran

    • Hi Fran,

      ich kenne mich schon allein berufsbedingt mit Photoshop (& Co., z.B. verwende ich manchmal auch den Gimp – der kostet übrigens nix!) ganz gut aus. Wenn ich meine Fotos gar nicht bearbeiten würde, wären sie (allein schon vom Licht her, siehe obiges Beispiel) m.E. für einen Modeblog nicht zu gebrauchen. Denn dann würde man zu wenig erkennen. Das sieht man z.B. auch an meinen ersten Blogfotos hier auf dem Blog, die sind allesamt viel zu dunkel. Die würde ich heute ganz anders bearbeiten.

      Lg, Annemarie

  17. Hallo Annemarie,
    ich habe auch kein Problem mit Photoshop,aber es sollte wirklich auf das Wesentliche konzentriert sein. Schlechtes Beispiel wäre Madonna, die muss sehr gute Gene haben🙂
    Ich möchte die Person schon noch auf der Straße erkennen, als Modebloggerin würde ich meine Hüften retuschieren🙂

    Liebe Grüße
    Andrea

    • Hi Andrea,

      meine Hüften retuschiere ich nicht. ABER(!) ich posiere schon (meistens) so, dass sie m.E. nicht so breit wirken. Ist also eine Frage des Posings – Stichwort: Schokoladenseite. Sollte da mal irgendwann Bedarf bestehen, kann ich auch gerne beschreiben, wie man seine Hüften per Körperhaltung „schmaler schummelt“ – also Beispiele für Posen zeigen. Demnächst plane ich allerdings einen Artikel über Figurtypen. Für diesen habe ich mich ausnahmsweise mal so fotografiert, dass man meine Hüften „in voller Pracht“ sehen kann – d.h. von vorne und zwar in Leggings!!!!😉 (andernfalls glaubt mir ja keiner, dass ich breite Hüften habe)

      Lg, Annemarie

  18. Liebe Annemarie, ich finde Photoshop ist ok. Ich denke es würde viel öfter eingsetzt werde wenn alle es könnten. Ich zum beispiel kann diese Programmen nicht bedienen, darum bin ich immer froh wenn meine Bilder so einigermaßen werden. Nur mir ist schon oft aufgefallen wenn ich Personen treffe, die ich nur von einem Bild kenne, dass da ordentlich nachgeholfen wurde. Bei einem Bloggertreffen ist mir das besonders aufgefallen, ich habe auf Anhieb viele erst gar nicht erkannt. In diesem Fall finde ich es dann nicht mehr so toll.
    LG Petra

    • Hi Petra,

      ich bearbeite manchmal auch ganz gerne Bilder von anderen (nicht nur von mir – ich mache das halt einfach gerne). Falls da mal irgendwann Bedarf bestehen sollte. Jetzt bitte nicht jedes einzelne Blogbild, aber wenn vielleicht ein einzelnes Portraitbild mal optimiert werden soll, kannst Du mir das gerne mal schicken. Das habe ich für Freundinnen auch schon gemacht.

      Lg, Annemarie

    • Liebe Annemarie, das ist ja cool. Es wäre toll mal ein richtig schönes Bild von mir zu haben. Selbstverständlich werde ich dir jetzt nicht jedes Bild schicken was ich poste, nur jedes zweite. Hi Hi nein kleiner Scherz, wenn ich ein schönes gefunden habe werde ich es dich wissen lassen. Dicken Drücker
      LG Petra

  19. Ich habe weniger ein Problem mit Retusche an sich, mich nervt schon fast eher, dass ein Bild mit dem Smartphone automatisch glattgebügelt ist – auch in der Grundeinstellung. Ich mache manchmal die Wahl der Kamera davon anbhängig, wie viel Lust ich habe, mich vorher zu schminken … und ansonsten bin ich einfach mangels technischer Fertigkeiten darauf angewiesen, gleich ein möglichst gutes Bild zu bekommen, denn zu solcher Bearbeitung wie Du bin ich nicht in der Lage. Ich kann das einfach nicht. Ich habe da kein Talent für. Fotografieren kann ich besser🙂 .

    • Hi Ines,

      ja, da hast Du recht, was die Kamera betrifft. Vor allem Smartphonefotos mit Blitz sind meist automatisch „glattgebügelt“. Das kenn ich auch. Das wird dann auf Parties spontan fotografiert und ich bin hinterher ganz überrascht, dass ich neben den ganzen Youngstern gar nicht sooooo alt aussehe (liegt mit Sicherheit nur am Licht!). Meine Bilder hier sind oft sehr pixelig, wenn das zu schlimm ist (liegt an der Dunkelheit und hinterher aufhellen) habe ich mir angewöhnt, erst den Glätter drüber zu legen und anschließend wieder zu schärfen. Neben dem Aufhellen spiele ich auch gerne mit den Kontrastreglern herum. Da habe ich mittlerweile eine Routine entwickelt. Ich kann das mit dem Photoshop aufgrund meines Jobs. Hinzu kommt einfach Spaß am Ausprobieren/Malen. Dafür bin ich halt weniger talentiert als Fotografin🙂 So kommt es dann oft, dass ich, wenn meine Fotos nix geworden sind denke „macht nix, das krieg ich mit Photoshop schon wieder hin…“

      Lg, Annemarie

  20. Hallo Annemarie! Ich habe auch verwundert diese Diskussion mitbekommen. Das hatte was von „früher war mehr Lametta“. Photoshop und Co sind nun mal die „Zeichen der Zeit“, und die Kiddies, die damit aufwachsen können sicherlich unterscheiden zwischen aufgepimpten Fotos und der Realität. Nur weil alle auf nem Selfie ein Duckface machen, haben alle dicke Lippen. Und wenn ich nen lustigen Sticker ins Bild manipuliere, dann sucht den Schnurrbart/ Entenschnabel/Teufelshörner/usw ja im echten Leben auch keiner. Wenn es im Rahmen bleibt (zur Unkenntlichkeit verändern wäre echt quatsch) finde ich die Optimierung für unser momentanes Empfinden zeitgemäß und ok.
    Wer natürlich zu blöde ist diese Werkzeuge zu nutzen, der regt sich auch künstlich darüber auf.
    Liebe Grüße, KK

    • Hi Jörg!

      Schön mal wieder von Dir zu hören! Ja, ich wusste gar nicht, ob ich diesen kontroversen Artikel überhaupt veröffentlichen sollte. Aber ich dachte mir, ich breche mal ne Lanze dafür. Zumal ich eben nicht verstehen kann, wieso es heutzutage insbesondere in unserer Generation so verpönt ist (wenn es doch für die Youngster längst zur Normalität gehört).

      Lg, Annemarie

  21. Sehr interessantes Thema!

    Ich finde Photoshop/Retusche in Ordnung, solange es sich im Rahmen hält. Wenn man die Person im wirklichen Leben nicht erkennen würde, dann läuft da was falsch…!

    Bilder aussortieren tue ich immer, Helligkeit und Farben anpassen ebenso und wenn auf der wunderschön sauberen Straße irgendwo ein Blatt liegt retuschiere ich das weg. Genauso nehme ich mal die Rötung aus meinem Gesicht, wenn ich bei Minusgraden ohne Jacke fürs Foto draußen stehe. Und entferne mal hier und da eine unschöne Stelle. Lippen färben etc. lasse ich aber absolut sein. Auch zuviel Weichzeichnen ist nicht mein Fall.

    Warum das bei älteren Bloggern so unbeliebt ist, weiss ich auch nicht.

    • Hi!

      Meine Lippen habe ich auch noch nie eingefärbt – es sei denn, man zählt mein Experiment mit dem „Barbienator“ (siehe oben) mit😉

      Lg, Annemarie

  22. Geht es mir gut, fühle ich mich wohl, scheint die Sonne, ist genug Licht, habe ich einen Draussenfotografen und eine Sonnenbrille, gibt es im Blog ungeschminkte und unbearbeitete Bilder. Natur pur inkl. meiner Falten – auch wenn ich mich davon distanziere, jede einzelne zu lieben und ihre Geschichten zu kennen. Ansonsten gibt es mehr oder weniger aus der Tube oder aus der Filtersoftware. Es ist mein Blog und mein Gesicht und das präsentiere ich, wie ich es für richtig halte. Wenn ich Photoshop hätte, würde ich es wohl auch nutzen. So radiere ich mit paint.net Pickel weg, aber die grauen Schläfen und die Augenringe bleiben. Diese ganze oberflächliche Selbstoptimierung geht mir ziemlich auf den Zeiger.
    Liebe Grüße
    Bärbel ☼

    • Hi Üffi,

      wenn Du gerne Photoshop hättest, dafür aber kein Geld ausgeben möchtest, versuch mal den Gimp. Der ist kostenlos, etwas anders in der Anwendung – Gewöhnungssache halt (aber wer PS noch nicht kennt, wird damit vermutlich sogar eher weniger Schwierigkeiten haben, da keine Umgewöhnung erforderlich ist). Ansonsten unterschreibe ich Deinen Kommentar größtenteils. Als mich z.B. damals meine Kollegin Rathana fotografiert hat, musste ich ebenfalls NULL korrigieren. Denn die Bilder waren auch so (erstaunlich) perfekt.

      Lg, Annemarie

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