Fernreisebus – ich habs getan

10 Kommentare

Erfahrungsbericht

Ufer 8 Jeck om Deck 2015

Suchbild: Finde die Annemarie!

Über das letzte verlängerte Wochenende war ich in Düsseldorf Karneval feiern – und natürlich Freundinnen treffen. Normalerweise versuche ich für die Reise günstige Angebote der Bahn zu ergattern, diesmal ist mir das zumindest für die Rückfahrt nicht gelungen. Über die Mitfahrzentrale war auch nichts zu finden, also wagte ich einen Versuch mit dem Fernreisebus. Das erste Mal übrigens, dass ich weitere Strecken per Bus reise, zumindest in meinem Erwachsenenleben. Das bedeutete zwar über 5 Stunden Fahrt, aber zumindest kein nerviges Umsteigen (ich hatte ja auch einiges an Gepäck dabei, Kostüm und so…das muss halt alles irgendwie verstaut – und transportiert – werden).

Der Doppeldecker fuhr von Düsseldorf über Köln, Mannheim und Karlsruhe nach München. Bis Köln wars wirklich eine angenehme Fahrt. Und lustiger als erwartet. In der Reihe neben mir zwei bayrische Jüngelchen, die sich detailliert über ihre Erlebnisse im Düsseldorfer Karneval unterhielten. Natürlich in ihrem niedlichen bayerischen Dialekt, den ich aber besser nicht versuche, hier wiederzugeben (ich bin nicht besonders gut in so etwas). However – einer der zwei hatte wohl am Vortag einen Blackout und versuchte deshalb mithilfe seines Kumpels die vergangenen 24 Stunden zu rekonstruieren. Ein kleiner Ausschnitt gefällig? Bubi-1: „hach, ich erinnere mich einfach an nichts mehr. Aber solange ich nicht nackt in der Kneipe auf dem Tisch getanzt habe…“ Daraufhin Bubi-2 (knochentrocken): „Na ja… so gaaaanz nackt warst Du nicht. Aber ausgezogen hast Du Dich schon…“. B1: „Wie bitte?????“ B2: „Deine Hose hattest Du noch an“. usw. Als stiller Beobachterin (die sich die ganze Zeit versuchte, das Grinsen zu verkneifen), war das mal so ein richtiger „Nessy-Moment“ für mich.

Ab Köln wurde es dann aber leider eng – und zwar so richtig – und laut. Von da an waren alle Plätze besetzt, auch der neben mir. Also nichts mehr mit Beine ausstrecken und so… pro Person gab es ähnlich „viel“ Platz wie im Flieger (definitiv nix für Thrombosekandidaten!) Natürlich hatte auch irgendwer in der Nähe Knoblauch gegessen, man kennt das ja. Allerdings fand ich super, dass es im Reisebus tatsächlich kostenloses WLAN gab. Und nicht nur das. Zusätzlich stellt der Veranstalter auf seiner Webpage diverse Kinofilme zur Verfügung, die man sich kostenlos anschauen kann. So hab ich die Zeit mit „Wallstreet 2“ (Kopfhörer auf und Ton voll aufgedreht!) ganz gut rumgekriegt.

Später fragte ich den Busfahrer, ob diese Reisebusse immer so überfüllt seien, oder ob es nur an Karneval läge. Woraufhin er meinte „nö, die sind eigentlich immer so voll, ist halt billig“. Nun ja. Ich glaube, in dem Fall schaue ich künftig weiterhin nach Angeboten der DB und betrachte den Reisebus als Alternative für den Notfall. Komplett „umsteigen“ auf Bus werde ich also nicht.
Nur mal ein Hinweis an alle Reisebusveranstalter: Für etwas mehr Beinfreiheit (und Abstand zum Sitznachbarn) wäre ich auch bereit nen Zehner (oder ggf. sogar nen Zwanni) draufzulegen! (vielleicht andere Gäste ja auch?)

Maleficent-Kostüm

Maleficent-Kostüm

Zu Karneval: Karnevalssamstag waren wir im Ufer 8 zu „Jeck om Deck“. Was sehr nett war, allerdings hätte die Musik etwas weniger „ballermannlastig“ sein können. Mit meinem Kostüm hab ich es mir relativ einfach gemacht. Das Abendkleid von der Weihnachtsfeier plus Kopfschmuck (Karnevalsbedarf) und Federhalskrause (Ebay). Dazu einiges an Makeup (Inspiration war mal wieder Kandee, auch wenn ich ihr Tutorial diesmal nicht 1:1 nachgeschminkt habe).

So – und jetzt wünsche ich allen Leser/innen ein schönes Wochenende! Und bitte zu entschuldigen, dass ich nur noch sehr selten blogge. Das kalte Wetter in den letzten Wochen hat mich nicht gerade zum Fotografieren animiert. Außerdem waren meine Outfits in letzter Zeit absolut unspektakulär: Standard war ist dicker Pullover plus Hose, fertig. Im Zweifel gilt für mich nach wie vor „form follows function“. Nun ja, vielleicht kehrt meine Inspiration zurück, wenn hier endlich der Frühling Einkehr hält.

10 Gedanken zu „Fernreisebus – ich habs getan

  1. Ach schön – von Zeit zu Zeit schaue ich immer bei Dir vorbei in der Hoffnung dass Du wieder was schreibst – und jetzt muss ich erst mal ein bisschen lesen :)!!! Dein Kostüm ist der Knaller – war ja klar😀
    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

    P.S: ich mochte den Film auch sehr gern🙂

  2. Cool siehst du aus in deinem Kostüm. Die Ballermann-Musik mag ich auch nicht auf solchen Veranstaltungen. War allerdings noch nie beim Karneval. Wir haben mal eine Fernreise mit dem Bus nach Berlin gemacht (statt Auto). Der Bus war zwar nicht voll, aber die Fahrt dauerte elendig lange, weil der Bus an jeder Milchkanne hielt. Würde ich so nicht mehr machen, wenn’s nicht nötig ist.

    LG Sabine

    • Hi Sabine!

      Noch NIE beim Karneval???? Das solltest Du aber unbedingt mal erlebt haben!
      Mein Bus hielt erstaunlicherweise nur 4 x. Es gab aber auch noch eine (günstigere) Alternative, d.h. einen Bus, der ca. 7(!) Stunden bis nach Karlsruhe gebraucht hätte. Der hätte einen Zehner weniger gekostet, aber SIEBEN Stunden? – nein, da wäre ich noch lieber mit der Bahn gefahren (und samt Gepäck 3 x umgestiegen).

      Lg, Annemarie

  3. Über so eine art der Reisebeförderung hab ich auch schon mal nach gedacht . Mich schreckt es allerdings wie voll sie sind .
    Dein Karnevalskostüm finde ich super . Gefällt mir , Schaust klasse aus
    LG heidi

    • Hi Heidi,
      mir war das vorher nicht so richtig bewusst. Eine Freundin hat mich mal per Fernreisebus besucht, sie sagte das sei „ganz ok“ gewesen. Mich schreckte eher die Dauer – sie fuhr rund 6 Stunden…
      Lg, Annemarie

  4. Wow du bist aber eine sehr überzeugende Maleficent. Ich habe den Film gerade erst gesehen und musste zweimal gucken ob da nicht das Original steht🙂

    Reisebusse sind leider so gar nix für mich. Ich sitze meist bei magenschwachen oder Schnarchern oder ähnlichem. Im Zug ist die Flucht da doch leichter möglich.

    Ich hoffe der Frühling bringt dir tatsächlich viel Inspiration. Ich vermisse deine tollen Outfit Posts.
    Liebe Grüße
    Ela

    • Hi Ela,

      Magenkranke? Wie kann man sich das denn vorstellen? Obwohl nein, ich stell es mir lieber nicht vor😉 Aber Du hast recht – in der Bahn kann man eher „flüchten“. Falls es keinen freien Platz geben sollte, stellt man sich halt in den Bereich vor die Tür. Im Bus geht das natürlich nicht (Anschnallpflicht!).

      Von wegen Inspiration: Ich habe kürzlich bei Ebay einen (wie ich finde) coolen Jeansmantel erworben. Den würde ich Euch zu gerne zeigen. Aber er ist halt ungefüttert, es ist also noch nicht daran zu denken, ihn zu tragen.

      Außerdem fürchte ich, ich muss – bevor ich mit dem Fotografieren anfange – erstmal meinen Balkon „kernsanieren“. Und dazu hätte ich gerne 10 Grad Plus (mindestens). Nach den vielen Stürmen diesen Winter sieht der nämlich aus wie ein Kriegsschauplatz (wirklich schlimm). Den Anblick möchte ich Euch nicht zumuten.

      Lg, Annemarie

  5. ich habe auch schon viel gutes über die fernbusse gehört. auf nicht so beliebten strecken, ist es auch mit der beinfreiheit nicht so schlimm, da setzt man sich einfach quer oder nimmt gleich die beine hoch und legt sich halb. aber man sich ja eigentlich angeschnallt sein, oha!
    dein kostum ist der oberhammer und passt perfekt zu dir! der blick noch dazu, hahaha, nicht schleeecht!!
    karneval ist ja nicht so meins, in ddorf wäre ich einmal fast in einer menschenmenge „zerquetscht“ worden, und ich bin etwas klaustrophobisch. also schlechte voraussetzungen!😉
    schön wieder von dir zu lesen!
    viele grüße, kk

    • Hi Jörg,

      was das „Klaustrophobische“ betrifft, können wir uns die Hand reichen. Andernfalls würde mich die „Enge“ im Bus vermutlich auch nicht so stören. Mit auch ein Grund, warum ich mittlerweile geschlossene Karnevalsveranstaltungen wie z.B. im Ufer 8 oder zum Bösen-Buben-Ball dem Kneipenkarneval bei weitem vorziehe. Dadurch, dass zu diesen Veranstaltungen vorab Karten verkauft werden, ist die Anzahl der Gäste limitiert. D.h. es ist zwar gewöhnlich gut gefüllt, jedoch nicht so dermaßen eng, dass man aneinandergepresst dasteht und sich kaum noch bewegen (geschweige denn tanzen) kann, wie es leider in den Kneipen (in Ddorf zumindest) zu Karneval häufig der Fall ist. Also: Zu voll/zu eng ist mein Ding auch nicht. Wenn jetzt noch weniger Ballermannmusik gespielt würde, würde ich sagen: diese Karnevalsbälle sind super! (aber diese Art von Musik ist wohl eine Pest, der man kaum aus dem Weg gehen kann, egal wo – und wann – man feiern geht)

      Glg und noch ein schönes Rest-WE!

      Annemarie

      P.S.: Genauso wie Du es beschreibst, habe ich mich zwischen Düsseldorf und Köln in meiner Sitzreihe breitgemacht. Aber damit war dann eben leider ab Köln Schluss…

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