Stil & Persönlichkeit

29 Kommentare

Fächer von Jörg (KK)

Fächer von Jörg (KK)

Seit ein paar Wochen zieht in ü30-Bloggerkreisen ein „Stilfindungstest“ seine Runden. Ich habe das so verstanden, dass man durch eine Art Selbstanalyse ausgehend von seinen Charakterzügen auf den passenden Kleidungsstil schließen können soll.

OK, ich bin zwar nicht dazu eingeladen worden, aber ich hätte mit der Aufgabenstellung ohnehin meine Probleme: Es fängt schon damit an, dass es mir schwer fallen würde, meine hervorstechendsten Charakterzüge objektiv aufzuzählen. Was ist an mir speziell? Worin bin ich überdurchschnittlich? Bin ich nun z.B. besonders humorvoll, kreativ, intelligent oder großzügig etc.? Oder glaube ich es nur zu sein? Wäre ich es vielleicht nur gerne und bin in Wirklichkeit nur stinknormaler Durchschnitt? Wer oder was ist der Maßstab, an dem sich so etwas objektiv messen lässt? Ich bin z.B. ganz sicher nicht so selbstlos wie eine Mutter Theresa, aber bin ich deshalb ein Egoist? Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. So lange mich aber niemand danach fragt, stört mich dieses Unwissen in der Regel auch nicht.

Die nächsten Schritte bestehen darin, die aufgelisteten Charakterzüge in Form von Moodboards – und abschließend anhand von fertigen Outfits zu visualisieren. Ups, spätestens hier müsste ich wirklich passen. Mir fehlt wohl das Neuron im Gehirn, welches eine Verbindung zwischen meinen Wesenszügen und irgendwelchen Farben, Materialien und Schnitten herstellt. Nope – there is no connection…

Es hilft auch nicht wirklich, die altbekannte Farbsymbolik als Hilfestellung heranzuziehen. Also sowas wie „Rot ist die Liebe“, „Weiß die Unschuld“, „Blau die Treue“, etc.
Fragen an mich selbst: Bin ich verliebt? Nope, also kein Rot. Bin ich treu? Hat sich mit Frage 1 eigentlich auch schon erledigt oder? Blau ist also auch raus. Bin ich in Trauer oder deprimiert? Nö, dann geht wohl auch kein Schwarz, Mist! Aber Grün geht, denn Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung und die stirbt bekanntlich zuletzt. Super: Ein Ja für Grün! Aber was ist z.B. mit Grau, die Farbe steht doch eigentlich für „trist und langweilig“, oder? Ich trage überaus gerne Grau, bedeutet das nun, dass ich trist und langweilig bin? Schade eigentlich…
Und das waren erst die Farben, bei Schnitten, Materialien, Mustern usw. wirds erst richtig kompliziert…ich glaub ich gebe auf!

Nachdem ich nun eine Weile (relativ erfolglos) darüber nachgedacht habe, welche Wesenszüge besonders typisch für mich sein könnten, glaube ich zu erahnen, warum mir diese Form der Stilfindung so schwerfällt (vom fehlenden Neuron einmal abgesehen). Es stellt sich doch die Frage, ob ich überhaupt alle Facetten meiner Persönlichkeit unbedingt ständig nach außen präsentieren wollte, ob vielleicht nur teilweise oder vielleicht auch nur manchmal – je nach Anlass und Gelegenheit!? (damit meine ich: situationsbedingt!) Also selbst wenn ich wüsste wie, würde ich es denn wollen?*

Zugegeben, mein Portemonnaie würde dankbar aufatmen, hätte ich endlich meinen „endgültigen Stil“ gefunden. Aber ist es andererseits nicht fürchterlich langweilig, sich so festzulegen? Was ich an Mode (bzw. vielmehr Kleidung – aber das ist ein anderes Thema…) doch so liebe ist der permanente Wandel, es ist der Fundus an Möglichkeiten… Ich mag ja auch nicht täglich (für den Rest meines Lebens) Hühnerfrikassee und Käsekuchen essen, auch wenn mir das noch so gut schmeckt. Wenn jetzt also bei so einer Analyse theoretisch herauskommen würden, dass ich nur noch Grün und Grau tragen dürfte (weil diese Farben meinen Charakter am besten repräsentieren oder so…) und niemals mehr Rot und Gelb, wie langweilig wäre das denn? Ich lasse mich nicht gern auf etwas festlegen und dadurch (unnötig) einschränken, zumindest nicht freiwillig. Etwas anderes ist es, wenn mir eine Farbe wirklich nicht steht, aber das hat dann mit greifbaren äußeren Gegebenheiten wie z.B. dem Hautton zu tun. Und diesbzgl. lasse ich mich bedarfsweise auch gerne mal von anderen beraten.

Obwohl ich mich bei meiner Kleiderwahl ungern einschränken lasse, findet man natürlich auch in meinem Kleiderschrank Konstanten; bestimmte Schnitte, Formen und Farben, die ich seit Jahren präferiere. Warum ich diese so mag, kann ich gar nicht so genau sagen. Mir fällt etwas (an anderen) positiv auf und dann probiere ich es an mir aus. Manchmal ist das Resultat erfreulich, dann bleib ich dabei. Trial and error – das ist meine Methode. Und von praktischen Überlegungen abgesehen, welche sich wiederum auf äußerliche Gegebenheiten beziehen (kann ich das Teil gut kombinieren? zu welcher Gelegenheit könnte ich es tragen? schmeichelt es meiner Figur? oder betont es vielleicht meine körperlichen „Schwachzonen“? kann ich mir das – finanziell – wirklich leisten?) läuft die Auswahl eher instinktiv als kopfgesteuert ab. Frauen, die tatsächlich verzweifelt auf der Suche nach ihrem Stil sind, würde ich persönlich immer raten: Ab in die Umkleide und alles einfach mal ausprobieren! Traut Euch! (und nehmt ein Fotohandy mit, damit Ihr Euch später in Ruhe noch einmal alles anschauen könnt)

Retrokleid von Collectif, Leogürtel von Mango

Retrokleid von Collectif (über Topvintage), breiter Leogürtel von Mango

Aber schon gut, Leute, ich möchte Euer Stilfindungsexperiment jetzt gar nicht schlechtreden (wenn ich auch denke: „von Euch hat das doch keine Einzelne wirklich nötig!“). Das Thema ist immerhin interessant genug, um es aufzugreifen. Ich wollte einfach nur einmal loswerden, warum ich das nicht könnte (also das mit der Charakteranalyse und dem Moodboard und so…). Also bitte bitte fragt mich niemals nach meinen Top-5-Charakterzügen und bittet mich diese durch Kleidung oder Landschaftsbilder oder ähnliches zu visualisieren (oder meinen Namen zu tanzen – ok, kleiner Scherz…) – ich wäre damit heillos überfordert🙂

Stilberatung hat an für sich aber meiner Meinung nach durchaus ihre Berechtigung. Als Hilfestellung für Menschen, die sich unsicher fühlen oder/und denen Inspiration fehlt. Oder auch für solche Leute, die keine Lust auf – oder Interesse an – Mode haben und trotzdem gut gekleidet sein möchten. Oder diejenigen, die keine Zeit für Fotosessions in Umkleidekabinen haben… usw. Und manchmal ist es ja auch spannend zu erfahren, wie andere einen gerne anziehen würden – das wiederum sehe ich einfach nur als unterhaltsames Experiment, dem selbst ich mich schon aus purer Neugier nicht verweigern würde. Allerdings natürlich nur um des Spiels/des Experimentes willen.

Mein Fazit: Ich bleibe bei meinem bewährten Mix aus „Bauchgefühl & trial and error“. Zu beurteilen, was von meiner Persönlichkeit durch die Wahl meiner Kleidung vielleicht bei anderen Menschen „rüberkommt“ (oder auch nicht), überlasse ich meiner Umwelt.

Für die ehrliche Resonanz auf meine modischen Experimente habe ich schließlich ja auch meinen Blog und Euch, meine lieben Bloggerkolleginnen und Leser/innen!🙂

Das heutige Musikvideo:
„I’m Not Like Everybody Else „ The Kinks (1966), dieser Song ist mir kürzlich im Film „God Bless America“ positiv aufgefallen.

* = Das mit dem „trist und langweilig“ muss ja auch nicht jede/r gleich mitkriegen😉

» Stilbetrachtungen: Gibt es heutzutage noch wahren Stil?, mein Gastbeitrag zum Thema Stil auf „edelight“

pb18

29 Gedanken zu „Stil & Persönlichkeit

  1. Hallo Annemarie,
    ich bin übers Ü30 Forum jetzt auch auf deinem Blog gelandet und wollte dir einen Gruß dalassen:)…Mir gefällt sehr, wie du deine Fotos setzt und dich präsentierst..und das Outfit in diesem Post ist mein absoluter Favorit! Sieht toll aus!
    Was den Stil angeht..und das Finden desselben…ich bin immer und noch und immer wieder auf der Suche…Mix und Match trifft es wohl am ehesten..und Strickjacken gehen immer;)….aber bis auf in meiner Gothic Phase habe ich auch keinen Bezug von Farbe und co auf meinen Charakter herstellen können…

    lieben Gruß, Dani

  2. Man kann sich doch gar nicht 100%ig objektiv betrachten. Man kann versuchen, halbwegs ehrlich zu sich zu sein, aber sein wir mal ehrlich, bei solchen Test schummelt man doch automatisch ein paar Eigenschaften dazu, die wir eben gerne hätten, oder wie wir gerne wären^^

    Außerdem finde ich es schwierig, einer Person einen bestimmten Kleidungsstil zuzusprechen und dann zu sagen: Der ist es und kein anderer.
    Denn man kleidet sich ja nicht nur nach der eigenen Stimmung, sondern man kann ja auch ganz bewusst mit der Mode bestimmte Dinge assoziieren. Beispielweise zieht man sich für eine Präsentation vom Stil her völlig anders an, möchte erhabener und dominanter wirken, als man eigentlich ist. Wenn man sich aber jetzt einredet mann kann sich nur in diesem und jenen Stil anziehen, weil das an einem so nett aussieht kann das genauso in die Hose gehen.

    Klar will man gerne auf Nummer sicher gehen. Aber ich probiere in den letzten Jahren gerne neue Stile aus – auch wenn’s eben manchmal nicht ganz passt. Aber wenn man zu festgefahren ist und immer zu genau den gleichen Sachen greift wird’s doch mit der Zeit langweilig, oder?

    Lg, Christina

    Ps: Dein Beitrag hat mich übrigens dazu animiert mal kurz darüber nachzudenken, was denn meine positiven Eigenschaften sind, bin ich recht humorvoll, bin ich vorlaut, oder bin ich schüchtern, weil ich mit neuen Leuten erst warm werden muss? Schwierig, schwierig…

  3. Hallo Annemarie,
    genau so geht es mir auch! Ich mache einfach worauf ich Lust habe – das endet manchmal zwar damit, dass mein Mann mich maximal irritiert anschaut und auch mal sagt er findet ich sehe komisch aus… oder wie Frau Flodder😀 – aber darüber stehe ich dann – wenn ich mich wohlfühle ist es gut. Sinnvoll finde ich es aber auf jeden Fall für alle die unsicher sind oder mutiger werden wollen – oder einfach Spaß an diesem Test haben, denn ich gebe Dir recht – die Mädels von „unseren“ die mitgemacht hätten das „eigentlich“ gar nicht nötig😉

    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

  4. Das ist eine sehr interessante Herangehensweise an das Projekt, liebe Annemarie, und wie man sieht, hast Du ganz vielen Leuten aus dem Herzen gesprochen. Nichtsdestotrotz hat mir die Teilnahme an der Aktion sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr interessant, meinen Kleiderschrankinhalt mal aus einer anderen Perspektive zu sehen…
    Dein Retrokleid hat einen ganz zauberhaften Ausschnitt – lieber Gruß, Conny

  5. hihi, ein großes, fettes daumenhoch! genauso isses und ich teile voll und ganz deine meinung, sonst würde ich nämlich morgen in den wald gehen müssen, mich erschießen, weil meine lieblingsfarbe schwarz ist und die ich am allerliebsten trage, wenn ich mich sauwohl fühle. und ich persönlich finde schwarz an mir sehr schmeichelhaft, was ich von den fröhlichen farben nicht behaupten kann und wenn ich mich dann selbst in solchen farben sehe, meine stimmung bergab geht, da, das nicht ich bin. allzu“gern“ lasse ich mich nämlich verleiten, „doch mal was anderes auszuprobieren“ und dann hab ich die klamotte da und ziehe sie auch ab und an an, damit das geld nicht ganz umsonst ausgegeben wurde. meist aber an den tagen, wo ich denke, ach leckt mich doch heute alle mal😀

    dir steht dein kleid in dieser farbe wunderbar und „lass die leute reden“ – you know!

    liebst
    sonja

  6. Liebe Annemarie,

    ich finde es völlig in Ordnung, wenn Du das Stilfindungs-Projekt für Dich unnötig findest. Es gibt Frauen, die sich spontan, nach Lust und Laune und instinktiv anziehen und das auch gar nicht anders wollen. Sie haben so am meisten Freude an Mode und wollen sich ausleben. Und das ist auch völlig o.k. so.
    Wenn man zudem noch eine so ausgewogene X-Figur mit einem so hübschen Gesicht wie Du hat, dann kann man ohnehin fast alles tragen und sieht immer gut damit aus. So entsteht gar kein Bedürfnis danach, seinen eigenen Stil genauer definieren zu wollen. Warum auch?
    Dann genügt die Methode nach dem Motto „Trial and Error“ und das ist dann auch das, was am meisten Spaß macht: sich ausprobieren. Habe ich auch jahrelang so gemacht. Übrigens gibt es auch dazu eine kleine Checkliste auf meinem Blog😉

    Andererseits gibt es aber auch ganz viele Frauen, die ein großes Bedürfnis haben, endlich zu wissen, was ihnen steht und die ihren Stil finden wollen. Diese Frauen fühlen sich angesichts der tausend modischen Möglichkeiten relativ hilflos und suchen nach einer Art Anleitung, der sie folgen können. Ich erhalte von meinen Leserinnen ständig solche Fragen: Wie kann ich meinen Stil finden? Wie soll ich dabei vorgehen? Jetzt könnte ich natürlich all den Leserinnen einfach sagen: Suche Dir eine Stilberaterin und lasse Dich beraten. Gerät die Leserin aber dann nicht an einen erfahrenen Voll-Profi (der erst einmal gefunden werden will und auch entsprechend viel kostet), dann wird sie in eine Schublade gesteckt und fertig. Die klassische Frau, die sportliche Frau, die natürliche Frau, die romantische Frau und so weiter.
    Das spiegelt aber bei weitem niemals die vielen Facetten der Persönlichkeit wider, die jede von uns in sich trägt und die ganz nach Anlass, Saison und Stimmung – auch modisch – gelebt werden wollen. So wie Du das auch beschreibst und einfach instinktiv machst. Anstatt sich von anderen, fremden Personen definieren zu lassen, finde ich es wesentlich besser, wenn Frau erst selbst darüber nachdenkt, welche Mode-Persönlichkeit in ihr steckt. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen.

    Also habe ich versucht, den interessierten Leserinnen einen anderen Weg aufzuzeigen, wie sie mit den richtigen Fragen ebenfalls zu guten Hinweisen gelangen können, was ihnen stilistisch wichtig ist und welche ästhetischen Präferenzen sie haben. Wohl wissend, dass sich Stil im Verlauf des Lebens entwickelt und die Stilfindung niemals zu Ende ist, solange sich die Persönlichkeit verändert – also im Prinzip ein Leben lang. Jede Art von Stil-Beschreibung ist immer nur eine Moment-Aufnahme – so auch unser Projekt, bei dem es nur um die Sommer-Freizeit ging, nicht mehr und nicht weniger. Sie soll Orientierung im Hier und Jetzt geben und kein Stil-Korsett erschaffen, dem man ewig sklavisch folgen muss.

    Und: Niemand hat behauptet, dass eine Stil-Analyse einfach ist. Das genaue Hinsehen, das Finden von Design-Elementen und deren Übersetzung in modische Elemente erfordert viel Übung und gelingt nicht jedem sofort. Daher auch die vielen Beispiele meiner lieben Blogger-Kolleginnen, die den Leserinnen eine Vorstellung davon geben sollten, wie so ein Prozess aussehen könnte. Aber dass der aufgezeigte Weg sofort von A bis Z perfekt umgesetzt wird, ist gar nicht nötig. Alleine die Tatsache, dass sich eine Frau bestimmte Fragen stellt und sich mit dem Thema einmal analytisch auseinandersetzt, wird dazu führen, dass sie bestimmte Entdeckungen darüber macht, was ihr modisch wichtig ist. Man muss sich nur auf dieses Spiel (und nichts anderes ist es ja) einlassen – wenn man möchte, das Bedürfnis dazu verspürt und nicht mit verkrampftem Ehrgeiz, sondern mit einer gewissen Leichtigkeit ans Werk geht.

    Ich denke, dass das Projekt „Finde Deinen Sommer-Stil“ nicht für jede Frau der geeignete Weg ist. Aber diejenigen Frauen, die das Thema auch einmal systematisch und durchaus ein bisschen „verkopft“ angehen wollen, bietet es eine gute Chance, sich selbst modisch besser kennen zu lernen – der ein oder andere AHA-Effekt inklusive. Und ich bin mir sicher, dass das Projekt vielen Frauen dabei hilft, sich selbst modisch zu entdecken. Das zeigen mir nicht zuletzt die vielen Zuschriften, die ich erhalte.

    Lange rede kurzer Sinn: Das Projekt „Finde Deinen Sommer-Stil“ ist nicht jedermanns Sache, aber für viele Frauen eine Chance. Und nur darum, diese Chance anzubieten, geht es mir. Mode ist für alle da und das Schöne ist, dass sich jeder so damit beschäftigen kann, wie er will.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen anderen experimentierfreudigen, instinktiven, stimmungsbetonten oder analytischen Mode-Liebhaberinnen einen schönen Sonntag!

    Stephanie alias die Modeflüsterin

    • Hi Stephanie,

      ha, „ausgewogene X-Figur“, schön wärs! Zeit meines Lebens versuche ich schon meine breiten Hüften zu kaschieren, ich glaube, ich bin ein A. Wenn auch ein „gemäßigtes“, ähnlich wie Conny. Hattest Du auf Deinem Blog nicht einmal einen passenden Begriff für diesen Figurtypus? Aber dass Du mich als X siehst, spricht dafür, dass ich mein ungeliebtes A geschickt verschleiere😉

      Ich wollte Deinen Stilfindungstest nicht verteufeln. Tatsächlich habe ich – wie gesagt unaufgefordert, sorry (aber ich habe halt auf so vielen Blogs davon gelesen, dass ich das Thema recht spannend fand) auch mal drüber nachgedacht, ob das denn auch bei mir funktionieren würde. Denn neugierig bin ich ja schon. Und bin bereits bei der Selbstanalyse (welche Eigenschaften sind an mir eigentlich hervorstechend? bin ich da überhaupt objektiv? kann man das selbst eigentlich objektiv beurteilen? oder sieht man nur ein Wunschbild von sich?) gescheitert.
      Allerdings weiß ich auch nicht genau, ob es nicht vielleicht auch ok wäre, die Eigenschaften eines Wunschbildes von sich umzusetzen. So nach dem Motto „ich zeige mich so wie ich gerne wäre“?

      Und dann eben die Schwierigkeit von Charaktereigenschaften z.B. auf Farben oder Stoffmaterialien zu schließen, soviel Abstraktionsfähigkeit – denke ich mal – hat nicht jede. Frauen wie ich (d.h. mit meiner Denke) bräuchten diesbzgl. mehr Anleitung. So etwas wie eine Art „Übersetzungstabelle“ vielleicht, nicht nur was Farben betrifft, sondern auch sowas wie das Muster „Kariert“ steht von mir aus für Eigenschaft „Humor“ oder so… denn ich sehe da zumindest keine Zusammenhänge (das fehlende Neuron ist schuld). Wie ich anhand der Bloggerinnen, die diesen Stilfindungstest erfolgreich durchgeführt haben, festgestellt habe, gelingt es einigen Frauen, dies auch ohne (eine solche detaillierte) Anleitung umzusetzen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich (mit meinen Schwierigkeiten damit) die einzige Ausnahme bin, oder?

      Lg, Annemarie

    • Liebe Annemarie,

      jetzt weiß ich gar nicht, wie ich auf Deine Antwort antworten kann? Ich finde bei Deiner Antwort keinen entsprechenden Button… Also, ich denke, Du kannst diesen Kommentar richtig zuordnen.

      Zu Deiner Frage: Es müssen nicht nur tatsächliche Charaktereigenschaften aufgeführt werden, sondern auch die Antwort auf die Frage: „Wie möchte ich nach außen in einer bestimmten Situation wirken?“ oder „Welche Stimmung/Laune möchte ich ausdrücken?“ Bei beruflichen Anlässen beispielsweise könnte es durchaus sein, dass man etwas formeller und autoritärer wirken möchte als man es vielleicht ist (oder vielleicht etwas weniger sexy als man ist…). Andererseits sollte der Kern des Stils schon nahe bei den tatsächlichen Eigenschaften bleiben, denn alles andere würde auf Dauer aufgesetzt und wenig authentisch wirken. Aber da wir ja diese vielen Facetten in uns tragen, reicht es meistens schon aus, mal mehr die eine, mal die andere modisch hervorzukehren. Das machst Du wahrscheinlich ohnehin laufend😉

      Auch das mit der Übersetzung ist eigentlich halb so schlimm, wie es sich anhört. Denn Du musst ja nicht direkt von Deinen Charaktereigenschaften auf den Kleidungsstil schließen. Da wir alle viel leichter Bilder mit Stimmungen und Eigenschaften verbinden können, ist das Mood Board so wichtig. Darin sammelst Du erst einmal alle Bilder, die für Dich die gewollte Stimmung oder Ausstrahlung (im Zusammenhang mit einem bestimmten Anlass oder einer bestimmten Situation) aufweisen. Meistens wissen wir ganz spontan, was uns ästhetisch anspricht und bildlich zu einer bestimmten Stimmung passt.
      Erst dann kommt der Prozess des genauen Hinsehens. Dabei gilt es Muster zu finden, die wiederkehrend sind. Dabei fängt man am besten mit einer Bildbeschreibung an („Was gefällt mir besonders gut an dem Bild?“) – und wird ziemlich schnell merken, dass bestimmte Begriffe dabei immer wieder vorkommen. Das ist ähnlich wie bei einer Bild-Interpretation in der Kunst. Das ist der Teil, bei dem etwas Übung ins Spiel kommt, um die typischen Design-Elemente, Linie, Fläche, Silhouette/Kontur, Farbe, Muster und Proportionen, erkennen zu können. Und um die übergreifenden Stimmungen/Motive der Collage identifizieren zu können.

      Erst dann könnte eine Art Übersetzung Hilfe leisten. Dann nämlich, wenn es darum geht, die Design-Elemente in modische Stil-Elemente zu übersetzen. Aber auch das ist sehr persönlich. Denn es geht um Deine ganz individuellen Vorlieben. Was bedeutet es für Deinen Stil, wenn beispielsweise überwiegend gerade oder kantige, eckige Linien und Formen zu sehen sind? Das könnte beispielsweise darauf hindeuten, dass eckig geschnittene Revers besser Deinem Stil entsprechen als runde (in der besagten Situation). Oder dass Du mal eckige Handtaschen ausprobieren solltest. Oder, oder… Dabei kann Dir zwar ein modisch ausgebildeter Mensch helfen, da er das modische „Vokabular“ besser beherrscht. Aber die Entscheidung, wie Du die Design-Elemente in Deinem Stil umsetzen willst, ist allein Deine eigene. Du musst Dich damit wohl fühlen. Es geht nur darum, dass Du geeignete modische Elemente ausfindig machst, die zu Deiner Figur, Deinem Farbtyp und zu Deinen modischen Vorlieben passen. Und das können ziemlich viele sein. Dein Mode-Repertoire für eine bestimmte Situation ist wie ein Topf, aus dem Du Dir dann nach Lust und Laune etwas herausgreifen kannst und immer die gewünschte, authentische Wirkung erzielst. Denn egal welche Outfit-Kombination zu wählst, sie beinhaltet immer genau die Elemente, die zu Dir in der jeweiligen Situation passen (und die die gewünschte Wirkung haben).

      Soweit das Prinzip😉
      Aber, wie ich schon sagte: Wenn Du gar kein Bedürfnis hast, so analytisch an die Sache heran zu gehen und mit Deiner modischen Situation eigentlich ganz zufrieden bist, brauchst Du es wirklich nicht zu machen.

      Apropos: Das mit dem A-Typ gleichst Du wirklich sehr gut aus! Deine Hüften würde ich jetzt aber nicht als über-breit bezeichnen, sondern als wunderschön weiblich geschwungen. Auf jeden Fall ist das Ganze eher beneidenswert, als ein Grund zur Sorge…😉

      Herzliche Grüße von
      Stephanie alias die Modeflüsterin

  7. Super , hier finde ich mich wieder . Genau so und kein bisschen anders denke ich auch . Ich kann mich noch sehr gut an die Farbberatung erinnern . Und ich war fürchterlich enttäuscht das ich der Frühling bin …ich mag doch viel eher die Farben vom Winter .
    Und nach einer Weile hatte ich so viel Abstand genommen , das ich für mich beschlossen habe . Mein Bauch entscheidet wann ich was und wie trage :))
    Wünsche Dir einen schönen Sonntag

    LG heidi

    • Hallo Heidi,

      als Frühling bist Du aber etwas ganz Besonders, darüber solltest Du Dich freuen! Ich habe mal so eine Farbberatung mitgemacht (spaßeshalber, bei der VHS, kostete nicht viel) und bis auf den Kursleiter selbst war in unserer Gruppe nicht ein einziger Frühling. Zumindest laut seiner „Deutung“. Wir waren angeblich fast alle Sommer und ich fand das Ergebnis für mich auch nicht erfreulich. Winter wäre gut gewesen, mit Herbst hätte ich auch noch leben können (ich finde, ich habe „Herbstaugen“), aber nein, er meinte, ich solle mich künftig in Pastellfarben oder/und verwaschenen, gedeckten Tönen kleiden. Da hab ich dann ein wenig rumgezuckt „ich lass mir doch mein Schwarz nicht verbieten!“. Woraufhin er dann meinte, zu einem so (Zitat) „dramatischen“ Menschen wie mir würde Schwarz natürlich doch passen und ich hätte damit seine offizielle Genehmigung😉 Hey, ich hab da nicht rumgeschrien oder rumgeheult oder so (nicht dass Ihr das jetzt denkt), auch wenn sich das mit dem „dramatisch“, nun ja, jetzt halt dramatisch(!) anhören sollte.
      Nur ein bisschen diskutiert halt🙂

      Grundsätzlich bereue ich aber nicht, so etwas einmal mitgemacht zu haben. Es war ja nicht uninteressant. Und zumindest, was das Tragen der Farbe Orange betrifft, hatte er recht, die steht mir wirklich nicht. Also habe ich nichtsdestotrotz etwas nützliches „mitgenommen“ aus diesem Event.

      Lg, Annemarie

  8. Liebe Annemarie, ich bin normalerweise In Bezug auf Mode eher der Bauchmensch. Meine Kleidung ist bei mir sehr Stimmungsabhäng. Die Aktion „Stilfindung“ war für mich auch erstmal eine Herausforderung. Doch um so mehr ich mich damit beschãftigt habe, um so einfacher ist mir die Anasyle gefallen. Und wenn ich jetzt ein Kleidungsstück aus meinen Schrank hole betrachte ich es mit anderen Augen. Ich habe mir wohl doch im Laufe der Zeit Teile zu gelegt, die auch meinen Charakter widerspiegeln. So oder so, war es eine schöne Erfahrung für mich.

    Wenn ich mir die unterschiedlichen Stilrichtungen der Bloggerinnen, die ich regelmäßig besuche, bringe ich die schon mit bestimmten Charakterzüge in Verbindung. Ob das allerding im wahren Leben zutrifft, kann ich nicht beurteilen.

    Einen schönen Sonntag, LG Cla

    • Hi Cla,

      hmmm…. jetzt wäre ich fast neugierig zu fragen, was meine Kleidung Euch denn so über meinen Charakter verrät😉 Ich könnte das jedenfalls nicht, wenn ich allein Bilder von Euch kennen würde und nicht regelmäßig lesen würde, was Ihr so schreibt. Wenn man dagegen schon eine längere Zeit einen Blog liest, macht man sich natürlich schon einen Eindruck von einer Person. Aber auch hierbei glaube ich, man kriegt nur einen Ausschnitt vom Wesen einer Person mit (was ja auch ok ist, man kriegt eben das mit, was sie zeigen möchte).

      Lg, Annemarie

  9. Huhu Annemarie,
    ich fand die Analysen und die Herangehensweise der Teilnehmerinnen und die daraus resultierenden Outfits sehr interessant, hätte mich selbst damit schwer getan. Mir hat die Aktion übrigens sehr viel Spaß gemacht. Vermutlich wäre ich an der Aufgabe gescheitert. Mein Stil ändert sich nämlich nach Lust und Laune. Außerdem weiche ich NIEMALS von meinem Farbkonzept ab. Da sind wir Extrem-Wintertypen wohl ein bisschen stur, man könnte uns auch als „gaga“ bezeichnen. Und genau DAS mag ich an dir ♥

    LG Sabine

    http://www.blingblingover50.de

  10. Hach, danke für diesen Post, wenn Du jetzt Deinen Sommerstyle auch nur mit Hilfe von bunten Postkarten mit vollen Sektgläsern gefunden hättest, würde Dir jemand schriftlich geben, dass Du eine langhaarige Edeldame von Welt bist. Ich fand es wirklich super, wie sich unsere Kandidatinnen geschlagen haben und ich war einmal auch sehr überrascht. Allerdings sind theoretische Abhandlungen, Selbstanalysen und Schubläden meine Sache nicht, vielleicht liege ich mit Farben, Saumlängen und Ausschnittgrössen manchmal arg daneben, damit muss ich klarkommen und meine Umwelt auch.

    Liebe Annemarie, Dein Kleid heute ist wieder große Klasse, Du zeigst immer so tolle Stücke, abseits vom Mainstream und so passend für Dich, dann ich immer wieder bewundernd auf Deine Fotos starre. Viele Grüße und bis zum nächsten Mal! Bärbel

    • Hmm… was kommt denn wohl bei der Analyse raus wenn ich die Sektgläser nehme und dafür auf die Postkarten verzichte?😉

      Ich muss zugeben, ich hatte durchaus schonmal mit Selbstanalyse zu tun. Z.B. im Zusammenhang mit Bewerbungstraining, wo man aufgefordert wurde, seine X besten Eigenschaften spontan aufzusagen. Mir fällt so etwas prinzipiell schwer (wie oben beschrieben). Bei solchen Gelegenheiten berichte ich dann meist lang und breit über das Projekt, was ich gerade mache (denn irgendetwas muss ich ja sagen). Und auf einmal meint irgendwer „Du solltest eigentlich über Dich reden und nicht über Deine Projekte“…ähm… tja. Selbstmarketing ist wohl nicht gerade meine Stärke.

      Dank Dir für das Lob bzgl. des Kleides. Wenn es meine Finanzen zulassen würden, würde ich mir noch viel mehr in der Richtung kaufen, denn ich liebe nunmal diese Retrostyles. Leider sind die Teile bei Topvintage jedoch so teuer, dass ich dort maximal im Sale zuschlagen kann.

      Lg, Annemarie

  11. Hallo Annemarie,
    ich bin ja eine von den Bekloppten, die das Programm mal ausprobiert haben;-) Ich habe einfach dazu Lust gehabt, weil die teilnehmenden Bloggerinnen bei der Modeflüsterin davon geschwärmt haben, dass man plötzlich den eigenen Kleiderschrank mit anderen Augen sieht. Ich denke auch (und Stephanie hat das auch immer wieder betont), dass es viele Frauen gibt, die sich ganz intuitiv anziehen und eine so kopflastige Herangehensweise für sich ablehnen. Für alle Fans von Analysen hat das Ganze schon eine reizvolle Seite, aber nur wenn es nicht verbissen ernst genommen, sondern mit viel Spaß angefasst wird. Ich finde dich und deine Outfits sehr eigenwillig und schaue immer sehr gern bei dir vorbei. Da ist es völlig geichgültig, ob du so eine Stilanalyse machst oder nicht! Bei denen, die es gemacht haben, fand ich es immer sehr interessant, auch weil es viel über die Person der Bloggerin ausgesagt hat.
    Ich grüß‘ dich herzlich! Bianca

    • Hi Bianca,

      ach was, „bekloppt“ will ich nicht gesagt haben. Dass man offen für Experimente ist und mal was Neues ausprobieren möchte, kann ich durchaus nachvollziehen. Ich habe ja auch (nachdem ich Deinen und Sunnys Beitrag gesehen habe allerdings erst, denn ich war ja auch nicht dazu eingeladen) darüber nachgedacht, ob ich das just4fun mal versuchen soll. Nur – im Gegensatz zu Euch hab ichs eben nicht hingekriegt. Ich dachte z.B. ich könne ggf. meine Pinterest-Wisthlist als „Moodboard“ heranziehen, aber irgendwie kann ich dort keinen durchgängigen Stil erkennen… (maximal eine Vorliebe für Retrostyles, aber auf welchen Charakterzug mag das hindeuten?) Das funktionierte also auch nicht.

      Lg, Annemarie

  12. Hallo,
    ich fand die herangehensweise ganz interessant. Es ging ja auch nicht um den Stil perse. Sondern zu erkennen was mag ich am Sommer z.B. Welche Farben, Landschaften, Obst, Mode, Bilder erinnern mich an ihn.
    Die Frage war:
    Welche Facetten Ihrer Persönlichkeit wollen Sie in Ihrer Sommer-Freizeit zeigen?
    Die Frage war NICHT: Beschreiben Sie Ihre Charaktereigenschaften.
    Hätte ich geschrieben Sexy Feger. Dann hätte ich zu diesem Zweck wohl ein feuerrotes, hautenges Minikleid mit 12 cm Heels gewählt.
    Dann habe ich EIN Bild genommen das für mich das Sommergefühl am besten widerspiegelt. Und mal ein bisschen über die gezeigten Farben und Texturen nachgedacht. Dann meine letzten Sommeroutfits durchgeschaut und tatsächlich sowohl farbliche, als auch was die unterschiedlichen Strukturen dessen, was auf dem Bild zu sehen war, Parallelen gefunden.
    Interessant fand ich die Moodboards der anderen Teilnehmerinnen schon. Sie waren aber auch wirklich so unterschiedlich wie ich auch die Menschen für unterschiedlich wahrgenommen habe.
    Ich sehe diese Herangehensweise, die man mal probieren kann, wenn man sich mit dem, was man vielleicht mal probieren KÖNNTE.
    Sind auf einem Moodboard die schönesten Blumen in strahlenden orange, gelb, rot und pink zusehen… sollte das die Erstellerin mal testen. Auch wenn sie sonst nur braun und beige trägt.
    Ansonsten. Du machst das schon ganz richtig. Ich habe an Dir noch nichts gesehen, was nicht zu Dir passen würde. LG Sunny

    • 🙂 Über die Sache mit dem sexy Feger musste ich erstmal herzlich grinsen, herrlich! Nun ja, mag sein, dass ich die Aufgabenstellung nicht ganz richtig verstanden habe. Aber bei einigen kam es mir schon etwas wie eine Stilfindung durch Selbstanalyse vor. Ihr habt das alles sehr gut umgesetzt, aber ich könnte das nicht. Wie gesagt, ich würde schon bei der Selbstanalyse scheitern und finde anschließend keine Connection zwischen Wesenszügen einerseits und den Eigenschaften von bestimmten Kleidungsstücken andererseits. Es sei denn, es wäre so eindeutig wie die Sache mit dem heißen Feger😉 Ich bräuchte dazu wohl eine Art „Übersetzungstabelle“, sowas wie die Farbe XY steht für Eigenschaft XYZ….usw. Aber klar, wenn Du mir jetzt z.B. ein Bild mit Segelbooten zeigen würdest und mir die Aufgabe stellen würdest, mich z.B. passend dazu zu stylen (farblich, thematisch – z.b. maritim usw.), das würde ich wohl hinkriegen, denke ich. Lg, Annemarie

    • Ich fands für mich ok. Ich schrieb ja auf, was ich zeigen will.
      offen – frisch – frei – spontan – abenteuerlustig – energiegeladen – neugierig – faul – entspannt – wohlwollend.
      Ob ich das mit meinen Kleidern kann. Keine Ahnung. Aber aktuell mag ich mich darin. Das kann sich auch wieder ändern.
      LG Sunny

  13. Finde ich gut, dass du diese Aktion auch etwas kritisch siehst! Die „Modeflüsterin“ hat sicher einen ganz tollen Blog, aber manchmal verkompliziert sie, meiner Meinung nach, das Thema Mode unnötig. Mit diesem „von Charakterzügen-auf-den-passenden-Stil-schließen“ habe ich auch meine Probleme. Ich bin z.B. ein eher zurückhaltender Mensch, mag aber auch kräftige Farben wie pink oder ein kräftiges grün. Sind das jetzt etwa die falschen Farben für mich? Das ganze verwirrt mich eher.

    • Liebe T., also ich würde dieser Theorie zufolge nun annehmen, dass Du Dich entweder selbst im falschen Licht siehst (und in Wirklichkeit eher der temperamentvolle Typ bist) oder aber Du müsstest tatsächlich ab sofort zu etwas zurückhaltenderen Farben greifen. Aber ich glaub ja auch nicht an die Theorie von Charakter = Kleidungsstil, wie Du sehen kannst. Am ehesten noch an Stimmung/Laune = Kleidungsstil. Wenn mir nach Auffallen ist, trage ich z.B. andere Kleidung als an solchen Tagen, an denen ich mich am liebsten verkriechen würde. Aber sowas ist bei mir immer nur temporär (je nachdem, an was für einem Tag Du mich erwischst, würdest Du infolgedessen andere Schlüsse auf meine Persönlichkeit ziehen…). Lg, Annemarie

    • Hier noch eine kleine Anmerkung. Ich wünsche mir Ausdrücklich, dass meine Kleidung authentisch ist und meinen Charakter und meine momentane Stimmung wiederspiegelt.
      LG

  14. für mich ist das chinesisch, was die Mädels auf den Modeblogs so veranstalten. Ich bin froh, das es die Blogs gibt, da ich manchmal schon mal eine Hilfestellung brauche, vor allem der Blog von Sunny, der hat mir schon viel geholfen, weil sie auch ein so großes Mädel ist, mit fast gleich großen Füßen🙂. Nur was zur Zeit bei den Blogs abgeht, ist mir zu kompliziert. Ich kann mich z.B stundenlang mit einer Creme und seine Eigenschaften beschäftigen und die Modeblogger halt mit der Mode. Jedem das Seine . Ich liebe Farben und mich erkennst Du schon von weitem, was ist meine Persönlichkeit ? Ein wenig chaotisch, unentschlossen, ja kommt hin. Heißt das nun, das ich mich nicht für eine Farbrichtung entscheiden kann ? Dann ist wohl was Wahres dran🙂 Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag . LG Andrea

    • Hi Andrea,

      ich mag mich auch nicht wirklich entscheiden. Vielleicht bin ich dann auch chaotisch und unentschlossen, gut möglich. Da haben wir wohl etwas gemeinsam🙂

      Glg und Dir auch einen schönen Sonntag! Annemarie

  15. Hallo Annemarie,

    ich freue mich, dass außer mir noch jemand Probleme mit dieser Aufgabenstellung zu haben glaubt. Als ich anfing, darüber zu lesen, dachte ich auch „Gut, dass ich das nicht machen muss!“, muss jedoch zugeben, dass ich bei jeder einzelnen „Kandidatin“ ziemlich begeistert über das Endresultat (Outfit) war. Es ist also auf jeden Fall was dran, an dieser Herangehensweise.
    Das von Dir benannte Neuron im HIrn fehlt mir jedoch unter Garantie auch!

    Lieben Gruß
    Gunda

    • Hi Gunda,

      ich fands auch bemerkenswert, wie die Mädels diese Aufgabe bewältigt haben. Ich hätte das an deren Stelle definitiv nicht gekonnt. Wie gesagt, mir fehlt da irgendwie ein Neuron. Aber ich bin gerade irgendwie erleichtert, dass ich nicht die Einzige bin, die damit Schwierigkeiten hätte!

      Lg, Annemarie

    • Liebe Annemarie,

      Deine Gedanken kann ich sehr gut verstehen, den nicht jeder kann/will/muss seine Kleidung und die gewünschte Wirkung so detailliert analysieren. Dem einem hilft es – dem anderen macht es das Leben schwer. Es wundert mich gar nicht, dass es nicht Dein Ding ist – auch auch das von Gunda nicht – weil Ihr beide sehr vielfältig in Eurer Kleidung seid. Nicht umsonst will Gunda keine Farbberatung, weil sie keine Einschränkung will.

      Übrigens wird auch in eiber üblichen Stilberatung nicht so detailliert analysiert. Das würde noch mehr Stunden dauern als eh schon. Aber es hilt ungemein, wenn man das Bedürfnis nach einer Stilberatung hat, sie vorher möglichst viele gezielte Gedanken gemacht zu haben.

      Es gibt Menschen, die brauchen mehr Struktur, andere mehr Flexibilität. Wer zur zweiten Sorte gehört, wird weder das Befürnis nach einer Stilberatung noch so einem detaillierten Stilfindungsprojekt haben. Und das ist doch völlig OK!

      Einen schönen Rest-Sonntag wünscht Dir
      Ines

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