Mode mag ich nicht!

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aber Kleidung mag ich sehr!

inoderoutMeinte vor einiger Zeit eine Bekannte zu mir, als sie hörte, dass ich einen Modeblog führe. Und gab mir mit dieser Aussage zu denken: Ich nenn mich hier „die Modeoma“, demnach sollte ich die Mode wohl lieben, oder? Das tue ich auch – dachte ich zumindest bisher.

Stellte dann jedoch einigermaßen überrascht fest, dass das überhaupt nicht der Fall ist. Zumindest dann nicht, wenn man Mode als etwas definiert, das einem von anderen vorgegeben wird und was man gefälligst „zu befolgen hat“. Was nämlich die Definition von „Mode“ meiner Bekannten ist. Klar, ich mag es, mir Bilder von Fashionsshows anzuschauen und mich davon inspirieren zu lassen. Aber ich picke mir davon nur das heraus, was zu meinem eigenen Stil passt. Und kombiniere dies (auch) mit Teilen, die – in den Augen der Masse – gerne mal als „altmodisch“ bezeichnet werden.

Hierbei stellt sich ohnehin die Frage: Wann wird etwas überhaupt zur Mode?

  • a. In dem Moment, in dem es von den Designern auf den Fashionshows präsentiert wird?
  • Oder b. ab dem Zeitpunkt, wenn Frauenzeitschriften und die bekannten Bloggerinnen darüber berichten und behaupten das sei „der neueste Trend“?
  • Oder c. erst dann, wenn es von der breiten Masse aufgegriffen und von dieser tatsächlich getragen wird, wenn man den Trend „an jeder Ecke“ sieht?

Dient Mode in erster Linie dazu, seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht zu demonstrieren oder eher dem kreativen Ausdruck der eigenen Persönlichkeit?

Pulli: Oxfam (2nd-Hand), weißer Kunstlederrock: Asos

Eines der Outfits der letzten Tage. Pulli: Oxfam (2nd-Hand), weißer Kunstlederrock: Asos

Falls ersteres der Fall sein sollte, schließe ich mich hiermit der Aussage meiner Bekannten an! Denn dem sogenannten Modediktat sklavisch zu folgen, ist so gar nicht mein Ding. Genausowenig gefällt es mir, im optischen Einheitsbrei der Masse unterzugehen. Lieber spiele ich mit den Möglichkeiten (und zwar nicht nur denen, die gerade „angesagt“ sind!) und drücke mit meiner Kleidung meine aktuelle Stimmung aus. Und wenn mir jemand sagt, dass eines meiner Kleidungsstücke „altmodisch“ oder „OUT“ sei, dann ist dies für mich keinesfalls ein Argument, es nicht mehr zu tragen (oder gar zu entsorgen!).

Und doch hindert mich diese Einstellung nicht daran, weiterhin die Trends in der Mode zu verfolgen und zu beobachten. Denn: Liefern die Designer jede Saison ihre neuen Entwürfe, dann erweitert dies nur das Portfolio an Ideen, aus dem ich schöpfen kann🙂

Wie seht Ihr das? Was ist Eure Definition von Mode?

Und heute singen auf dem Laufsteg:
En Vogue „Free your mind“ (1992)

20 Gedanken zu „Mode mag ich nicht!

  1. Pingback: Stil & Persönlichkeit | Meine Kleider

  2. Puh das ist gar nicht so einfach..! Würde schon sagen, dass die neuen Trends von den Designern gesetzt werden, teilweise auch schon ein wenig von Blogs. Aber oft setzen sich solche Sachen gar nicht oder erst vieeel vieel später bis zu allen durch. Oft sind Sachen total gehypt und überall zu sehen auf Blogs, aber es trägt noch kein „normaler“ Mensch.

    Bei mir ist es so:
    Ich schaue mir an was Trend ist, aber trage nur was mir davon gefällt und zu mir passt. Ich werde niemals diese Turnschuhe mit durchgehendem Absatz tragen und es gibt einfach Farben die stehen mir nicht … das ändert der schönste Trend nicht😉

    Wenn man die Sachen, die man trägt, gerne trägt und mit Selbstbewusstsein – schaut es eh am besten aus!🙂

  3. Ich kann mich da nur der Meinung von Traude anschließen. Aber zu der Frage war auch eine geniale Definition in dem Modemarketing Buch, das ich vor Kurzem vorgestellt habe. LG Sabina Oceanblue Style

  4. Hi Ihr Lieben!

    Danke für Eure supernetten Kommentare. Ich sehe schon, wir sind uns ziemlich einig, was unseren Umgang mit dem „Modediktat“ betrifft🙂

    Sorry, wenn ich derzeit wenig aktiv bin, ich kränkele etwas (es hat mich noch nicht richtig erwischt, aber ich glaube, mein Imunsystem kämpft derzeit ziemlich gegen den Virus, der gerade in der Firma umgeht, es ist noch nicht hunderprozentig klar, wer gewinnt…). Zum Fotografieren bin ich zur Zeit z. B. viiiiiiel zu schlapp…

    Lg, Annemarie

  5. Das hast du gut gesagt (oder eigentlich geschrieben ;o)) Mir geht’s ähnlich – ich spiele gern mit Kleidung, mit Stilen, mit Farben und Accessoires, aber „Mode“ im Sinne von etwas Vorgegebenem ist das wohl nicht. Ich funktioniere wohl eher so: Wenn ich mit dem Modediktat konfrontiert werde, höre ich nicht zu – so lange, bis mir ein gerade „angesagtes“ Kleidungsstück unterkommt, das genau meinem Geschmack oder Stil entspricht und mir Freude bereitet. :o)
    Liebe Rostrosengrüße von der Traude

  6. Für mich ist Mode gar nicht zu definieren…. aber rmuss ich auch nicht😀 ich mache es eigentlich wie Du… ich halte eigentlich ständig Ausschau nach Neuem – und bin – ich gestehe auch ein bisschen modezeitschriftensüchtig – und JA ich freue mich auch, wenn ich dort Looks entdecke, die ich schon im Schrank habe – aber letztlich macht es die Kombi mit meinen „alten“ Sachen die auch viele Trendteile zu „meinen“ machen.

    Nochmal LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

  7. Hallo Annemarie,
    Mode ist für mich etwas sehr persönliches, etwas womit ich mich ausdrücke, womit ich kreativ bin. Was man in den Modezeitschriften auf den Laufstege, aktuell in den Läden sieht ist Trend. Der ist immer nur ein Vorschlag, den ich annehmen oder ablehnen kann. Den ich aber auch für mich anpassen kann.
    Wenn ich die fashion shows angucke, denke ich dabei an das, was ich im Schrank habe. Und wie ich das einbringen kann, indem ich es verändere oder so lasse wie es ist.
    Mode ist für mich auch ein Spiel mit Farben und Mustern und mit Schnitten. Manchmal will ich, dass mir gut steht, was ich trage. Manchmal lasse ich mich von Farbe und Muster mit reisen, egal wie es aussieht.
    Mode ist auch ein Stimmungsbarometer bei mir. Manchmal möchte ich hell leuchten und manchmal im Alltagsgrau untertauchen. Sie muss für mich also so wandelbar sein wie ich. Das kann ein Trend nicht erfüllen.
    Was ich an Dir mag, ist genau diese Wandelbarkeit, die Du in Deinen Looks zum Ausdruck bringst. Du hast viele Facetten und Du lebst sie in Deiner Kleidung aus. Das lässt mich bei Deinen Posts immer wieder staunen und bewundern. Ob Diva oder Nerd Du bist immer Du selbst. Ein Trend kann Dich beflügeln aber nicht beherrschen.
    Lieben Gruß von Sabine

  8. Liebe Annemarie,

    Mode ist für mich etwas Vergängliches, Stil ist zeitlos. Den eigenen Stil zu finden, darum geht es für mich, wenn ich Mode betrachte. Stil ist Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und daher sehr individuell. Er ändert sich nur langsam und meist, wenn sich die Persönlichkeit weiterentwickelt. Stil hat nicht viel mit Mode zu tun, wie Du ja auch in Deinem Beitrag beschreibst. Dennoch mixe ich gerne zeitlose, stilvolle Dinge mit zeitgemäßen, modischen Teilen, um ein bisschen Pepp in Outfits zu bringen. Dabei wähle ich aus den modischen Sachen aber nur diejenigen aus, die auch zu meinem Stil passen und die dadurch dann auch irgendwie zeitlos werden…
    Zudem ist da noch die kreative Seite der Mode, die mich unglaublich anspricht: die Farben, Muster, Schnitte, Details, die von irgendjemandem – oder einem Team – auf der ganzen Welt entworfen werden. An dieser reichen Vielfalt kann sich die Künstlerin in mir nicht satt sehen – und somit liebe ich gut gemachte, kreative, vergängliche, immer wieder neue Mode auch ein bisschen, selbst wenn ich es niemals tragen würde🙂

    Liebe Grüße von
    Stephanie alias die Modeflüsterin

  9. Hm. Ein Modeblog. Nein. Das bin ich nicht. Für Mode interessiere ich mich insoweit als dass ich mir neue Ideen hole. Schnitte auf Sunny-Tauglichkeit checke, neue Farben über denke. Es muss halt in mein aktuelles, persönliches Konzept passen.
    Mode wird meist das, von was man sich nun endlich trennen kann, weil es sooo weit vom aktuellen Geschmack entfernt ist, dass man sich einfach nicht mehr vorstellen kann, das zu tragen. Ob sich ein gehypter Trend durchsetzt, bis es auch beim letzten als „das trägt man jetzt so“ ankommt, oder nicht ist denk ich zufall. Als ich vor 3 Wintern wieder anfing Lederhosen zu tragen und meine Shirts vorn in die Hosen steckte…. war ich wohl für mein Alter „früh“ dran damit. Jetzt sieht man das überall. Glück gehabt. Davon kaufen kann man sich aber nix.
    LG Sunny

  10. Huhu Annemarie,

    Mode kommt ja eigentlich von modern sein, aber was ist modern? Ich finde, du hast einen sehr schönen eigenen Stil für DEINE Mode. Glücklicherweise gibt es heute keinen Einheitsbrei mehr wie Ende der 70er Jahre, wo alle Jeans und BW-Parka trugen. Die Idee von Cla ist doch gar nicht schlecht mit der Pinwand auf Pinterest. Hier habe ich schon viele tolle Outfits gesehen.
    LG Sabine

  11. Es ist so schade, dass viele Leute „Mode“ mit „Modediktat“ verwechseln!!!!!!!!!! Mode ist kein Diktat, es ist ein ANGEBOT! Man kann einem Trend folgen, wenn er einem gefällt, man muss aber nicht.
    (Zum Unterschied zwischen Mode und Trend würde ich sagen: Mode ist das, was die Designer und andere Firmen zeigen, was gerade da ist, Trends werden nur hineininterpretiert.)
    Für mich persönlich ist Mode etwas, das mich inspiriert, das mir den Alltag verschönert, das es mir ermöglicht kreativ zu sein. Es ist auch etwas, das meine Emotionen anspricht, indem es an eine bestimmte Stimmung, einen Kontext, eine vergangene Ära erinnert.

  12. Wenn ich sage, ich interessiere mich für Mode, meine ich damit, dass ich mir Gedanken darüber mache, was ich anziehe. Wir haben viele in der Firma, die sich nur kleiden um nicht nackt zu sein oder zu frieren. Die machen sich null Gedanken über ihre Kleidung,
    Ich schon, ich möchte mich darin wohlfühlen und auch meine Stimmung wiedergeben. Es muss auch nicht immer der neuste Trend ein.
    Natürlich lasse ich mich von Zeitschriften und anderen Medien inspirieren. Ganz tolle Ideen finde ich auf Pinterest. Das hätte ich nie gedacht. Ist das nichts für dich Annemarie. So eine Pinnwand mit deinen eigenen oder Outfits anderer Frauen? Manchmal sehe ich Kreationen mit Teilen die ich auch im Schrank habe, aber so nie kombiniert hätte. Also richtige Inspiration.
    Dein Outfit mit diesem weißen Rock ist auch eine schöne Idee, die mich inspiriert.
    LG Cla

    • Hi Cla,

      danke für das Lob, das freut mich. Was Pinterest betrifft, als Konsument könnte ich mir schon vorstellen, es zu nutzen, aber weniger – hm… wie sagt man jetzt – gestalterisch? Zum einen habe ich gar nicht so viele tolle Fotos (bin ja eher textlastig), zum zweiten hätte ich beim Verlinken oder Einbinden fremder Fotos die Sorge, dass das zumindest hier in Deutschland nicht ganz legal ist. Du weißt ja, ich bin diesbzgl. lieber etwas vorsichtiger (zumal mir, wie Du sicherlich mitgekriegt hast, jetzt ja auch mal der umgekehrte Fall vorgekommen ist). Aber zum Gucken, was andere so machen, klar, gerne!

      Lg, Annemarie

  13. Ich mag Mode eigentlich auch nicht und bin immer etwas überrascht, wenn Leute mich als „Fashion Victim“ bezeichnen. Ich liebe einfach Kleider und schöne Dinge und mag es, wenn alles zusammen passt. Von aktuellen Trends habe ich nicht viel Ahnung bzw. bekomme sie immer nur am Rande mit. Entweder mir gefällt es dann und es kommt dazu in den Kleiderschrank oder eben nicht. Ehrlicherweise ist es mir einfach zu anstrengend, mich über Trends zu informieren und sie umzusetzen. Ich trag, worauf ich Lust habe – klar sind da Einflüsse der aktuellen Trends dabei, aber wenn nicht, ists auch egal🙂

    • Hi Paetzi, schön mal wieder etwas von Dir zu lesen!
      Mich über Trends zu informieren finde ich persönlich nicht anstrengend, ich sehe das als „Hobby“. Allerdings ist Trend ja auch nicht unbedingt = Mode (zumindest nicht wenn man nach der Definition geht, dass sich ein Trend erst durchsetzen muss, um zur Mode zu werden)
      Lg, Annemarie

  14. Ich kann Mode auch nicht definieren. Am ehesten schließe ich mich Deiner dritten Definition an: Mode sind die Sachen, die vom Mainstream wirklich getragen werden.
    Mir persönlich ist Mode ebenso gleich wie Dir. Ich gucke, was zu mir passt und trage das. Manchmal ist es nur schwer, etwas neu zu bekommen, wenn es gerade nicht modern ist. Ich weiß noch, wie ich Anfang der 2000er monatelang eine Strickjacke (gerne mit Reißverschluss) gesucht habe. Das war nicht IN das gab es nicht. Nach Monaten habe ich endlich das Objekt meiner Begierde gefunden und hatte jahrelang Freude daran. Derzeit sind z.B. gerade schmale, schlichte V-Pullover schwer zu bekommen (wenn es nicht das Esprit-Standardmodell sein soll). So ist das halt … muss man dann durch.

    Ich interesse mich trotzdem für Trends, weil ich mir gerne inspirieren lasse und gerne Neues entdecke. Deshalb beschäftigte ich durchaus gerne mit Mode, um mir dann passende Apsekte herauszufischen.

    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Ines

    • Hi Ines,

      das ist ein interessanter Aspekt. Vielleicht eine weitere mögliche Definition nämlich:
      d. Zur „Mode“ wird etwas, sobald es in den Geschäften erhältlich ist.
      Falls dem so ist, wären diejenigen, die über das entscheiden, was gerade „Mode“ ist weder die Designer, noch die Medien, sondern die Einkäufer!
      Übrigens geht mir das auch oft so, dass ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, was gerade nirgendwo zu finden ist. Deshalb stammen die meisten meiner langen Mäntel und Midiröcke auch aus dem 2nd-Hand. Wobei letztere ja nun mittlerweile in den Geschäften wieder zu haben sind…D.h. plötzlich ist man hochmodern – mit den gleichen Sachen, die vor 1 oder 2 Jahren noch als „unmodern“ galten…
      Lg, Annemarie

  15. ich bin zumindest modeinteressiert. also ich schaue gerne fashion shows, fashion mags oder blogs an. picke mir hier und da einzelstücke heraus, die gut zu mir und meinem schrankinhalt passen oder so aussergewöhnlich sind, dass ich folgeinvestitionen in kauf nehme (tuch, tasche, schuhe).
    spätestens wenn ein trend bei zara, H&M, takko oder ernstingsfamily angekommen ist (ich sage nur KENZO tiger oder susanna boots) bin ich raus. was alle tragen muss ich nicht auch noch haben. das stimmt aber auch nicht immer: leotücher gibt es seit jahren auch an jeder ecke und trotzdem trage ich meine und find mich chic😉

    von dem angeblich neuen PASTELL wahn ist in paris übrigens (noch?) nichts zu sehen. wo kam der noch gleich her???

    liebe grüsse
    bärbel (auch ’ne mode-oma)

    • Stimmt – Pastell, das soll 2014 ein ganz großes Thema werden. Zumindest in den Onlineshops habe ich auch schon einiges gesehen.

      Lg, Annemarie

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