Copycat

27 Kommentare

oder: Wer hats erfunden?

prkostuemteaserImmer mal wieder liest man auf diversen Blogs, wie sich deren Autorinnen darüber mokieren, dass preisgünstige Modeketten dreist die Entwürfe von Highclass-Designern kopieren. Vor allem das Unternehmen Zara steht hier oftmals in der Kritik. Meist handelt es sich bei den Autoren solcher Artikel um Bloggerinnen, die sich die Originale problemlos leisten können und die deshalb ohnehin nicht auf Kopien angewiesen sind. Da wird dann mit erhobenem Zeigefinger gezetert, einerseits über die Ideendiebe und andererseite über die gewissenlose Masse der Käuferinnen, welche die kopierten Stück erwerben. Was für mich – zugegeben arme Wurst aká „Ottolie Normalverbraucherin“ – gerne mal den Tenor von „nicht gönne könne…“ impliziert.

Ich gebe zu: Ich finde es angenehm, auf diese Weise auch mit weniger prall gefülltem Portmonnaie die neuesten Trends mitmachen zu können – wenn man das denn möchte. Ketten wie H&M, Zara, Mango & Konsorten sorgen für Demokratie in der Mode und das find ich gut! So etwas hätte ich mir auch in meiner Jugend gewünscht (da gab es all diese Modeketten noch nicht). Aber schon damals habe ich meine Mum ab und zu überredet, mir ein Teil nachzuschneidern, welches ich in einer Modezeitschrift gesehen habe und das es entweder in unserer Kleinstadt nicht zu kaufen gab (vor dem Zeitalter des Internets halt) oder aber in einer Preisklasse jenseits von Gut und Böse (aus meiner Perspektive natürlich). Also: Ich war wohl schon in meiner Jugend eine fiese „Copycat“.

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Dieses Kostüm, was ich vor ein paar Monaten bei Asos erstanden habe, erinnert mich an den Stil diverser Entwürfe aus der Herbst/Winter Kollektion von Prada, der dicke Stoff, die breiten Längsstreifen… Wobei meine Kollegin im Büro dieser Tage meinte, die Ähnlichkeit sei so geringfügig, es könne auch Zufall sein. Was meint Ihr: Hat Asos in diesem Fall von Prada abgekupfert oder nicht?

» Prada Herbst/Winter 2013 (Bild 1)
» Prada Herbst/Winter 2013 (Bild 2)

Ein wesentlich eindeutigerer Fall sind zum Beispiel die „Meerjungfrauenröcke“, die laut Fashioncrowd eine Erfindung der Marke Céline sind. Und die Zara dreisterweise kopiert haben soll. Möglich, dass Zara von Céline inspiriert wurde, aber sehen wirs doch mal so: Meinereiner trug exakt diese Rockform bereits im Jahr 2011. WEN darf ich denn jetzt bitteschön verklagen? Zur Hilfe, Ideenraub!!!😉 War natürlich ein Scherz, meine Röcke in dieser Schnittform stammen beide von Oxfam und sind (geschätzt) aus den 1970er Jahren. Da ich bezweifle, dass die Designer von Céline regelmäßig diesen Blog besuchen, um sich von mir inspirieren zu lassen, werden sie wohl aus früheren Designs (der 70er jahre) ihre Ideen „geklaut“ haben, wenn man das denn so sieht. Oder sie waren ebenfalls bei Oxfam unterwegs😉

» Original und Kopie: Zara vs Céline
» Oxfam-Kostüm (Blogbeitrag aus dem Jahr 2011 – jaaa, in den Rock passe ich längst nicht mehr rein…)

Meine Meinung: Die heutige Mode besteht ohnehin zu (gefühlten) 90 % aus irgendwelchen Retrostyles, also den Neuauflagen früherer Entwürfe. Wen interessiert es da schon, wer von wem kopiert? Solange Zara keine T-Shirts verkauft, auf denen dick und fett (z.B.) das berühmte Chanel-Logo prangt, was soll’s? (beim Kopieren von Markenlogos hört nämlich auch für mich der Spaß auf).
Das Thema der miesen Arbeitsbedingungen der Näherinnen ist das einzige Gegenargument, das ich – zumindest ansatzweise – gelten lasse.
Interessant dazu finde ich übrigens folgenden Artikel, der sich zwar einerseits ebenfalls aus einer erhöhten Perspektive mit dem Thema beschäftigt ABER sich nichtsdestotrotz mit der Preisgestaltung der Designer kritisch auseinandersetzt. Und warum nur ansatzweise? Weil es Nähfabriken geben soll, in denen die Näherinnen einerseits für Billigmarken produzieren und gleichzeitig auch für die teuren Designer. Ich nehme einmal an, zum selben miesen Lohn. Also wer garantiert mir, wenn ich für ein Produkt mehr investiere, dass die Differenz auch wirklich in den Taschen der Arbeiterinnen ankommt?

Letztendlich wird argumentiert, dass die günstigen Ketten den Designern finanziellen Schaden zufügen, in dem sie diesen einen Teil ihres Umsatzes wegnehmen. Ist das wirklich so? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen. Würde die wohlhabende Kundin sich tatsächlich zu Zara in die Warteschlange stellen, wenn sie sich auch das Original leisten kann? Wäre ich nämlich reich, würde ich direkt in die Designerboutique gehen! Falls diesen Blog wider Erwartens auch eine der wohlhabenderen Kundinnen lesen sollte – würde mich ihre Antwort darauf interessieren. Oder würde umgekehrt Ottolie Normalverbraucherin – wenn es keine Kopien gäbe – eine Saison lang überhaupt nichts kaufen, ihr Geld stattdessen sparen, um sich dann letztendlich diesen einen(!) Designerrock im Original leisten zu können? Ich glaube das würden die wenigsten, wie seht Ihr das?

Ach ja, falls der Chefdesigner von Céline mal wieder hier vorbeischauen sollte, um sich für die nächste Saison inspirieren zu lassen: hey, où est ma part?😉

Auch noch interessant:

» Fashion Copycats, ein Blog, der ausschließlich kopierte Designs auflistet

Die Musik kommt heute von:
Prince „Thieves in the temple“ (1990)

27 Gedanken zu „Copycat

  1. Pingback: Was guckstu? | Meine Kleider

  2. Primark ist der Meister von Kopieren😉 Marken wie Zara, Tammaris, Forever21 kopieren von den Designern, und Primark kopiert von Zara&co😉
    Irgendwie war es doch immer schon so, dass die billigeren Marken sich von den Designern „inspiriert“ haben.. selber entwerfen sie kaum was, alles ist irgendwie abgeguckt und vielleicht auch gut so. Denn wenn ein Motiv jetzt „in“ wäre und niemand es nachmachen würde, dann gäbe es den Trend kaum.. oder? Das ist ein echt gutes Thema für eine endlose Diskussion🙂
    Deinen Anzug finde ich sehr interessant und sehr original🙂

    Liebe Grüße,
    Joanna von theplussizeblog.com

    • Hi Joanna,
      hierzu müsste man sich fragen, wie es vor den großen Modeketten war. Wie damals also Trends zustande kamen, falls die Designer nicht kopiert wurden. Ich schätze, Du hast recht. Die werden auch damals schon kopiert worden sein. Andernfalls wäre das entstehen von Trends so gut wie unmöglich, ein Paradoxon quasi😉 Ich vermute, der einzige Unterschied zu früher ist die Geschwindigkeit, in der heutzutage kopiert wird. Früher gabs die Günstigvarianten der Designeroriginale erst ein Jahr nach den Schauen (oder so), die günstigen Ketten heutzutage sind aber viel schneller und bringen ihre Teile in etwa zeitgleich auf den Markt.
      Lg, Annemarie

  3. Ich finde das Kopieren nicht schlimm, solange es keine gefälschte Ware ist.Mir geht es wie Sunny. Das Kleidungsstück muss qualitativ gut sein und richtig sitzen. Ansonsten kommt es nicht in den Schrank. Ich habe Lieblingsmarken wie Esprit. Bei H & M etc. kaufe ich selten ein. Die Sachen passen mir nicht.
    Dein Kostüm sieht auch nicht nach einer Kopie aus, sondern einfach nur hip.
    LG Sabine

    • Hi Sabine,

      ich danke Dir. Früher habe ich im Vergleich zu heute mehr bei H&M gekauft. Mittlerweile finde ich deren Produkte größtenteils etwas langweilig (nicht ganz so arg wie die von Primark, aber es geht schon sehr in die Richtung). Ich sehe dort nur noch selten Teile, bei denen ich denke „oh ja, muss ich haben“. Was ich allerdings richtig klasse finde, sind die H&M Ableger „COS“ und „& Other Stories“, dort finde ich immer etwas. Die beiden Läden könnte ich quasi „leerkaufen“. Ob die auch von den großen Designern kopieren? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, könnte es mir aber vorstellen. Und: Es ist mir wurscht!

      Lg, Annemarie

  4. Also ich bin auch gegen richtige Kopien, also Dinge (vor allem Handtaschen) bei denen der Betrachter, vielleicht sogar der Käufer getäuscht werden soll und glauben soll es sei ein Designerstück. Aber ich finde das ist bei den Sachen von Zara und Co. nicht der Fall. Die machen halt das, was gerade trendy ist, aber keine „betrügerischen“ eins-zu-eins Kopien.

    • Ehrlich gesagt, das sehe ich ganz ähnlich. Deshalb sprach ich auch die Sache mit dem „aufgedruckten Chanellogo“ an. Für mich gibt es nämlich einen Unterschied zwischen Inspiration und plumpen Diebstahl. Diejenigen mit betrügerischer Absicht greifen keine Trends auf, sondern wollen mit ihren 1:1-Kopien bewusst täuschen. Deshalb werden dabei auch Logos, Etiketten usw. kopiert. Es soll der Eindruck entstehen, man trage eine echte „XY“-Tasche….das wäre mein Ding auch nicht. Aber ich glaube auch nicht, dass es Zara & Co. darum geht.

      Lg, Annemarie

  5. Ein super interessanter Post liebe Annemarie und alle Kommentare ebenfalls. Irgendwie spiegeln alle auch einen Teil meiner Meinung wieder und Bärbel bringt es schon ziemlich genau auf den Punkt (auch, wenn sie so gemein auf meiner MK-Tasche rumhaut, die ich doch so sehr liebe :() Eigentlich geht es doch darum, beim Design den Zeitgeist zu treffen. Und das scheinen die „Kopierer“ relativ gut drauf zu haben. Schließlich wird nicht jedes Teil einer Kollektion ein „Hit“…🙂 Und das Problem, das lynmerry beschreibt, habe ich auch. Ich kann mich nicht so genau mit Highend-Fashion auseinandersetzen, weil mir dafür die Zeit fehlt und deshalb weiß ich häufig gar nicht, dass ich da gerade eine billige Kopie erworben habe. Dein Kostüm gefällt mir auf jeden Fall sehr gut (ich glaube, ich habe das schon einige Male in der Slideshow der ü30Blogger bewundert) – der Rock ist soooo cool und ich finde es ist eine sehr freie Interpretation des Prada-Vorbilds. Oder darf man dann während der Saison überhaupt keine Blockstreifen mit Rot- und/oder Gelbtönen tragen, da dieser Look Prada vorbehalten ist?
    Ein schönes, entspanntes Wochenende wünsche ich Dir – lieber Gruß Conny

    • Hi Conny! Ja, gut aufgepasst. Ich trug das Kostüm vor ein paar Monaten schonmal. Hatte damals aber nicht genug gute Bilder gemacht, dass sie für einen Blogbeitrag gereicht hätten (so 4-5 Bilder brauche ich aufgrund des Formates). Letzte Woche habe ich mich mit einer Kollegin über das Kostüm – von wegen Pradakopie oder nicht? – unterhalten und da meinte sie, ich soll es doch mal zur Arbeit tragen. Tatsächlich trage ich es nämlich eher selten, weil mir den Rock ein wenig zu eng ist (der untere Knopf springt ständig auf und das nervt). Sie findet übrigens nicht, dass es wie eine Kopie aussieht. Und da kommen wir an den Punkt, den Du erwähnst: Ab wann ist es eine Kopie? Oder inwieweit muss etwas abweichen, um keine Kopie mehr zu sein? Und ja: Darf ich meinen cremeweißen Meerjungfrauenrock von 2011 nun nicht mehr tragen, weil Céline solche Röcke 2013 in ihre Winterkollektion aufgenommen hat? Ist der Oxfamrock aus den 1970er Jahren nun plötzlich eine (dreiste) Kopie von Céline? Ich wünsche Dir auch noch ein schönes Restwochenende! Lg, Annemarie

  6. Ui, echt ein endloses Thema…. ich bin zwiegespalten. Ich stöbere gern bei den günstigen Marken und freu mich auch wenn die von Zeit zu Zeit Looks kopieren, die ich mir so nicht kaufen würde. Trotzdem achte ich auf Stoff und Verarbeitung. Dieses billig Polyacrylzeugs das beim Tragen schon raschelt kommt mir nicht in den Schrank😉

    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

    • Ja, Chrissie, es stimmt schon, einiges bei H&M und (vor allem) Primark ist mir von der Qualität her auch zu schlecht. Aber ganz ehrlich – zur Qualität von Zara, Mango, Asos usw. habe ich noch nie Grund zur Beanstandung gehabt. Allerdings besitze ich ja auch zahlreiche Kleidungsstücke und nur wenige davon trage ich wirklich andauernd, so dass die Kleidung bei mir auch nicht allzu großer Belastung ausgesetzt ist. D.h. eine „mittlere“ Qualität reicht mir in der Regel.

      Lg, Annemarie

  7. hi ich unterschreibe mich mit 2 Händen unter das was Cla geschrieben hat, ich kann mir teure Designer Teile gar nicht leisten,aber die H&M, Zara, Mango etc. sorgen für Demokratie in der Mode wie Du geschrieben hast
    Ich denke dass Dein Kostüm von Asos Prada inspiriert ist. Ich kann nähen……also ich lasse mich auch inspirieren. LG Isa

    • Hi Isa,

      ich bewundere Deine Nähkünste und wünschte, ich hätte auch die Geduld für so etwas! Vielleicht gehe ich es ja doch nochmal an, z.B. ein Nähkurs hier in Karlsruhe.

      Lg, Annemarie

  8. Hallo Annemarie,
    Du hast es auf den Punkt gebracht. Eigentlich kopiert jeder. Ich hab in den letzten Tagen ein paar Fashionshows angeschaut, gestern z. B. Alexander McQueen. Der hat die gefältelten Kragen und die krinolinenartigen Röcke auch nicht selber erfunden. Irgendwie war alles schon mal da und sich aus diesem Fundus an Ideen zu bedienen, halte ich für legitim, sogar für notwendig.
    Was teure Kleidung unterscheiden kann, und was dann auch den Preis rechtfertigt, ist die Qualität des Materials. Ein guter Wollstoff kostet, fällt aber ganz anders als ein billger. Heißt nicht, dass bei teurer Kleidung immer gute Stoffquaität verwendet wird, aber das merkt man in der Regel selber.
    Tatsächlich bin ich auch froh, dass ich mehr Möglichkeiten habe als früher, mich so zu kleiden, wie ich es mag. Hätte ich mehr Geld zur Verfügung, würde ich sicher bei ein paar örtlichen Designern einkaufen oder wenn ich in einer fremden Stadt bin nicht den Oxfam-Laden besuchen sondern eine Edelboutique. Wenn einem Designer die Kunden fehlen, liegt es sicher nicht an der Billigkonkurrenz.
    Zu Deinem Kostüm, der Stoff sieht für mich genauso aus. Gefällt mir gut, ist das Bouclé? Eine Kopie sehe ich darin eigentlich nicht, der Schnitt ist ja ganz anders. Der Schnitt Deines Rockes ist im übrigen – weißt Du sicher – hochaktuell. In einigen Shows habe ich genau den gesehen.
    Lieben Gruß von Sabine

    • Hi Sabine,

      „wenn einem Designer die Kunden fehlen, liegt es sicher nicht an der Billigkonkurrenz“ Genau DAS denke ich auch. Denen brechen keine potentielle Kundinnen weg, sondern es handelt sich um eine völlig andere Kundengruppe.

      Und ja, es kopiert irgendwie jeder. Selbst die berühmten Designer. Und zwar nicht nur historische Mode, sondern auch aus vergangenen Kollektionen.

      Lg, Annemarie

  9. Ich trage lieber was mir gefällt und nicht was gerade angesagt ist, egal ob Designer oder „Nachmacher“. Ich kaufe auch mittlerweile nur noch sehr selten bei HM & Co.
    Preis-Leistung sollte stimmen, dann gebe ich gerne auch mal ein paar Euro mehr aus. Für die großen Designer Label hab ich allerdings auch nicht so viel übrig. Dann doch lieber kleine, junge (und bezahlbare) Marken… die unterstütze ich sehr viel lieber und die trägt auch nicht jeder😉

    LG Kerstin

    • Hi Kerstin,

      das mit den jungen und bezahlbaren Marken hört sich zwar gut an, aber ich muss zugeben, dass ich davon nicht gerade viele kenne. In Ddorf gab es ein Viertel (Flingern), in dem man ein paar solcher Boutiquen fand, hier in Karlsruhe ist mir so etwas allerdings noch überhaupt nicht untergekommen. Diese kleinen Marken muss man also erstmal finden…(und dann sollten sie bitte auch online verkaufen :-))

      Lg, Annemarie

  10. Jetzt wollte ich so viel schreiben … mache es aber kurz .. Üffi bringt es auf den Punkt .
    Ich bin da auch eher der Typ ..lieber etwas wertiges für Ewig als Ramsch für eine Saison😉
    Und wenn ich den Kokolores in diversen Modeketten hängen sehe …weis ich wieder genau warum ich gerne selber nähe oder auf das besondere hin spare . Alternativ geht auch Second Hand super ;))

    LG heidi

    • Hi Heidi,

      Deine Nähkünste bewundere ich sehr. Allerdings würde ich, wenn ich gescheit nähen könnte, wie gesagt auch hemmungslos Ideen anderer kopieren. Selbst wenn man es vermeiden wollte, es dürfte gar nicht so einfach sein, weil es in der Mode doch fast alles irgendwann schon einmal gab!

      Lg, Annemarie

  11. Puuh, ich muss ja zugeben, dass ich mich nicht wirklich mit High Fashion auseinandersetze. Daher kann ich auch gar nicht beurteilen, wer da von wem kopiert hat😀 Wenn ich dann doch mal „ausversehen“ ein teures Label sehe, dann gefällt mir das meinstens noch nicht mal.

    Mir ist das in der HInsicht egal. Aber ich kann mich ÜFFi nur anschließen. Warum das Rad immerwieder neu erfinden😉

    • Hi Lynn, ich erkenne das auch nicht immer – also: wer von wem kopiert hat. Manchmal ist es sogar so, dass ich ein Kleidungsstück kaufe und später erst erfahre (eben durch solche wie die oben erwähnten Blogbeiträge), dass Zara, Mango, Asos – whoever – das eigentlich vom Designer XY kopiert hat…
      Lg, Annemarie

  12. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass Kopien der neusten Trends schon nach 3 Tagen bei Zara hängen. Ansonsten würde mein Schrank ziemlich leer aussehen. Teure Designer Teile kann ich mir dauerhaft gar nicht leisten,
    Ich denke schon, dass dein Kostüm Prada inspiriert ist. Es kann locker mit dem Original mithalten.
    LG Cla

    • Hi Cla, meiner auch, meiner auch! Obwohl… vielleicht hätte ich, falls es das nicht gäbe, aus der Not heraus mich doch mal darum bemüht, endlich gescheit nähen zu lernen. Weil meine Mum irgendwann nicht mehr wollte (weil: die Nähmaschine nervt, sie sieht nicht genug etc…)
      Lg, Annemarie

    • Nein, nein, nein. Das glaube ich nicht. Ich kaufe nämlich nie bei Zara und exxxxxtreeem selten bei H&M. Und meine Schränke sind ganz gewiss nicht leer.
      Jeder von uns lässt sich doch dauernd von etwas inspirieren und natürlich auch von der Optik beieinflussen. Viele Schnitte entwickeln sich aus dem was schon mal war und was wieder mal „dran“ ist und was einfach eine Folge von etwas ist, was es grade eben gab.
      Mir ist das auch egal, von wem etwas stammt. Die Qualität muss passen und mir muss es passen. That’s all.
      LG Sunny

  13. wer soll denn in jeder saison das rad neu erfinden? ist doch logisch, dass sich einiges und mehr wiederholt. gestern habe ich mir einen 25 min HAUL angesehen, wo die bloggerin darüber jammerte, IM toll zu finden, sich aber die schuhe nicht leisten zu können und sich nachbauten kaufte. sie hielt so viele klamotten lieblos in die kamera und warf ihre gezeigten ketten achtlos aufs sofa, dass ich nur so staunte. für den haufen „krempel“ hätte sie auch ein stück original bekommen, aber die masse macht’s ja😉 zu longchamp sagte sie lonngschämp und ich schmiss mich weg. der kommentar zu den meisten einkäufen und ihrer monatlich „blogger-gratis-auswahl“ diverser shops war: „ja, ist ok, kann man nix gegen sagen!“ nicht eine materialangabe oder so. ausser: „hier eine ledertasche von pimkie“ – ist das wahr? gibt es bei pimkie leder? ich dachte immer, da ist alles PVC – es riecht jedenfalls so. es war mein erster YT klamottenHAUL gestern und ich war verstört. wenn ich mit einem neuen gürtel nach hause komme, freue ich mich tagelang darüber, viele sind einfach SATT, alles ist billig, geht kaputt, wird neu gekauft, hat keine wertigkeit. und ich bin erschrocken und altmodisch.

    ich finde sowas wie michael kohrs und navyboot schlimm, erkenne auf den ersten blick die vorbilder, da kommt nix eigenes, die räubern sich nur durch alte collectionen anderer. und das zeug wird gekauft, wie nix gutes. als galeries lafayette 2010 in berlin eine ganze wand voller MK taschen hängte, rannte ich nach hause und warf meine MK tasche in die bucht, weil ich das runde zeichen nicht mehr an mir sehen wollte. tja, dumm gelaufen, mit der tasche wäre ich heute ganz weit vorne. ein interview von IM zum thema muss ich morgen mal suchen, sie brachte es auf den punkt. durch das bloggen fällt es halt mehr auf: ein paar tragen chloes susanna boots und paar wochen später schleppen die chicks ganz ähnliche bei zara raus und verwursten sie als den heiligen zara-schuh-grahl, den jede haben MUSS. dann sitze ich hier und grinse, brauche aber beides nicht, weil ich es lieber zeitloser habe.

    warum also nicht einen chanel mantel nachschneidern? spricht nichts dagegen, aber dann zu sagen „der ist wie chanel“ ist in meinen augen nicht richtig, diese handgenähten sachen bei kalle sind echt eine andere liga.

    ich gehöre eher zu den typen in deinem letzten satz. ich spare lieber auf eine bluse von anne fontaine, als 200 € bei HM, zara und primark zu verknallen. ich bin halt ein markenfetischist – solche muss es ja auch geben🙂 jetzt aber schluss, sonst wird es endlos…

    • Hi Üffi,

      kein Problem, mir fällt es bei solchen Themen auch immer schwer, mich kurz zu halten, wie man ja an meinem Beitrag sieht. Und das obwohl mir natürlich bewusst ist, dass die meisten Leser beim Anblick von Textwüsten sofort genervt weggklicken…

      Zum Nachschneidern: Wenn ich meine Mum damals bat, mir etwas aus einer Modezeitschrift nachzuschneidern, dann ging es mir keinesfalls darum, gegenüber anderen behaupten zu können, das sei ein „Chanel“ (oder sonstwas) Original. Sondern einfach darum, dass mir das jeweilige Kleidungsstück so gut gefiel, dass ich es einfach haben musste. Und anders eben nicht rankam. Tatsächlich war ich noch nie ein Markenjunkee – allerdings jedoch ein Fan von schönem Design.

      Das HAUL hat mich ja jetzt neugierig gemacht. Hört sich traurig an, dass das Mädel aufgrund der puren Masse – Übersättigung? – überhaupt keine Freude mehr an seinen Neuerwerbungen mehr empfinden konnte, jedenfalls kommt es gerade so rüber. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass dies nicht zwingend an den günstigen Preisen der Produkte liegt, sondern an der Masse an sich (würde man ihr jede Woche 20 Designerteile schenken, wüsste sie diese vermutlich auch ganz schnell nicht mehr zu würdigen).

      Lg, Annemarie

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