Von Scannern und Robotern

8 Kommentare

Zwei Leseempfehlungen

scannerDie Scanner
Erinnert Ihr Euch noch an meinen Beitrag zum Thema „Google Glass“? Ein Autor namens Martin Schäuble hat die aktuelle Entwicklung in Hinsicht auf Facebook, Google & Konsorten konsequent weitergesponnen. In seiner visionären Zukunftsversion, die in ca. 20 Jahren spielt, hat sich das Thema Privatsphäre komplett erledigt. Es gibt sie nicht mehr. Denn alle Menschen tragen „Google-Glasses“ (die im Buch allerdings „Mobrils“ heißen) und filmen / überwachen sich damit gegenseitig. Kontrolliert und gesteuert werden sie dabei von einem großen Wirtschafts-unternehmen, welches diese Daten sammelt und auswertet. Daneben übt der Konzern die vollständige Kontrolle über das Wissen aus, was verbreitet werden darf – und was nicht…

Herausgekommen ist dabei eine moderne und unterhaltsame „1984“ bzw. „Fahrenheit 451“-Variante, deren Realisierung ich in der wirklichen Zukunft (zumindest teilweise) für durchweg vorstellbar halte. Übrigens: Was ich gar nicht wusste – es handelt sich dabei offenbar um ein Jugendbuch (stand im Nachwort) – welches auch im Schulunterricht eingesetzt wird. Meine Meinung: Absolut top!

robocalypseRobocalypse
Jawohl, ein weiterer SF-Roman. In dieser Version der Zukunft lehnen sich intelligente Computer – und mit ihnen alles Gerät, was elektronisch gesteuert wird – gegen die Menschheit auf und beginnen einen alles vernichtenden Krieg. So ungefähr könnte die Vorgeschichte des Filmes „Terminator“ auch angefangen haben. Ähnlich wie „die Scanner“ spielt auch das Werk des Autoren Daniel H. Wilson in absehbarer Zukunft – ich präferiere besonders SF, bei der noch eine Verbindung zur Gegenwart vorhanden ist, weniger den Stoff, der in tausenden von Jahren spielt.

Die „Robocalypse“ ist ein klassischer Abenteuerroman mit tapferen Helden, die um die Rettung der Menschheit kämpfen. Der Roman verdient sicherlich keinen Preis für Anspruch und besonders innovativ ist die Geschichte eigentlich auch nicht. Aber sie ist spannend und in einem schönen Erzählstil geschrieben und das macht sie trotzdem lesenswert.

» „Die Scanner“ (Amazon)
» „Robocalypse“ (Amazon)

» „Nicht 1984“ (meinekleider.wordpress.com)

Ihr wisst, was jetzt kommt, oder?
„Mr. Roboto“ von Styx (1983), was sonst?
ok, ich hätte genauso gut das hier nehmen können…

8 Gedanken zu „Von Scannern und Robotern

  1. Ich bedaure sehr, dass ich im Moment so wenig Zeit zum lesen habe. Bis vor einem Jahr habe ich mindestens 1 Buch in der Woche gelesen. Mir fehlt es leider an Zeit. Vorzugsweise habe ich Psycho Thriller verschlungen, je spannender um so besser.
    Das ist halt die Realität, mit SF kann ich leider gar nichts anfangen. „Schöne neue Welt“ mußten wir in der Schule gelesen. Das war absolut nicht meine Welt.
    Lieben Gruss, Cla

    • Liebe Cla, das kann ich sogar verstehen. Hätte man uns damals in der Schule die SF-Klassiker aufgezwungen(!), dann hätte ich möglicherweise ebenfalls eine Abneigung dagegen entwickelt. Das ist auch der Grund, warum man mich nur mit allergrößter Überredungskraft in die Kirche – oder wahlweise auf den Fußballplatz – kriegt. Übersättigung in der Jugend 😉 Lg, Annemarie

  2. Klingt beides sehr interessant, wobei mich vor allem „Die Scanner“ reizen. Umso besser, dass es ein Jugendbuch ist, denn das ist eine wichtige Zielgruppe. Ich als Mutter kann noch so oft erklären, was man im Internet besser nicht tut – es interessiert nur recht wenig. 😉

    Mal abgesehen bin ich auch kein Experte. Ich wundere mich nur über die sehr passgenaue Werbung oder darüber, dass mir auf meinem kaum genutzten google+-Account Blogger vorgeschlagen werde, bei denen ich vorbeisurfe. Und registriere erstaunt, dass beispielsweise C&A seine Kunden für Werbung einspannt. Du entdeckst dort ein Produkt, dass für einen Bekannten passend sein könnte, schickst ihm mit dem vorgefertigten Formular den Link – er bestellt… und dir werden 5,95€ gutgeschrieben. Hm… ich weiß noch nicht, wie ich das finde. Ich glaube, nicht gut.

    • Hi Anna,

      Dein Sohn gehört vermutlich bereits zu der Generation, für die die „digitale Welt“ und das Aufgeben der Privatsphäre normal sind, sogenannte „digital natives“… so ähnlich wie es dem jungen Protagonisten in dem Roman auch geht… Ich glaube, wir – die ältere Generation – sind diesbzgl. viel weniger unbekümmert.

      Die C&A-Aktion kannte ich noch gar nicht, interessant was die sich heute alles schon so einfallen lassen. Wenn Dein Bekannter Dir seine „Wunschliste“ nicht aktiv hat zukommen lassen – was ich mal so interpretiere – gefällt mir das auch nicht.

      Lg, Annemarie

  3. Liebe Annemarie, das klingt interessant. Das Buch. Mir ist es auch immer unheimlich, wenn mir Werbung eingeblendet wird, passend zu grade besurften Seiten. Allerdings gehen Newsletter nicht an Klarnamenadressen, die mir eindeutig zuordenbar sind. Und außer einem Fachartikel und einem rudimentären Eintrag bei Stay Friends gibts von mir bei Google nichts zu finden. Eine schöne Woche. LG Sunny

    • Hi Sunny, ich muss zugeben, ich bin da nicht ganz so konsequent wie Du. Zwar bin ich privat hauptsächlich unter Fakenamen unterwegs, aber da ich beruflich seit Ende der 90er permanent mit dem Web zu tun hat, gibt es schon Einträge unter meinem echten Namen bei Google. Z.B. finden sich immer noch alte Seiten im Netz aus der Zeit vor ca. 8 Jahren, als ich mal selbständig war. Google vergisst eben nichts. Und man hat es ja auch nicht komplett allein in der Hand. Da packt einen z. B. der Arbeitgeber mit ins Impressum usw. Und was ist mit Onlineshopping? Dazu muss man ja nun auch seine echten Daten angeben… Dir auch eine schöne Woche! Lg, Annemarie

      P.S.: Hast Du schon das Neueste gehört? Facebook in Zukunft vorinstalliert innerhalb von Android-Betriebssystemen… Ich will das nicht! Hoffentlich hält mein aktuelles Handy noch viele Jahre…

  4. Hallo Annemarie,
    Das klingt gruselig, ist aber durchaus vorstellbar. Auf „Die Scanner“ hast Du mich neugierig gemacht. Das Buch hol ich mir. Ich hab, obwohl auch gruselig, 1984 verschlugen. Inzwischen hat uns die Realität des Buches teilweise eingeholt. „Schöne neue Welt“, eines meiner Lieblingsbücher, ist mir neulich im Kino eingefallen. Dort fehlt uns nur noch die sogenannte „Duftorgel“. Gut so wahrscheinlich!
    Lieben Gruss von Sabine

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