Orange – der letzte Versuch

13 Kommentare

oranger PulliDie Redewendung bezieht sich im allgemeinen Sprachgebrauch auf die Farbe Lila. Die Farbe, mit der ich normalerweise meine Schwierigkeiten habe ist jedoch keineswegs Lila, sondern Orange.

Vor längerer Zeit nahm ich an einer Farbberatung der VHS teil. Während dieses Events teilte mir der Dozent mit, dass mir diese Farbe nicht stehen würde. Falls ich einmal unbedingt einen Krankenschein benötige, solle ich etwas orangefarbenes (in Gesichtsnähe) tragen, schon würde mir jeder Arzt ungefragt den Schein ausstellen.

Ich denke, er hat recht (allerdings meinte er auch noch, ich solle besser kein Schwarz tragen – pah! von wegen! und ob ich Schwarz trage!). Wobei mein Teint in den helleren Abstufungen wie lachs oder apricot meiner Meinung nach noch kränklicher wirkt als in knalligem Orange.

Überhaupt bin ich der Meinung, dass die Signalfarbe den wenigsten Nordwesteuropäern wirklich schmeichelt, vor allem zu eher rosigem Teint erscheint sie mir sehr unvorteilhaft. Ich finde, sie passt nur zu gebräunter Haut. Zumindest komme ich zu dem Schluss, wenn ich die Menschen in meiner Umgebung so betrachte. Doof nur, wenn man ein Auge auf ein bestimmtes Kleidungsstück geworfen hat und dieses partout ausschließlich in Orange zu haben ist…

oranger Pulli

So ging mir das vor ein paar Monaten mit diesem karierten Pulli von Asos. In irgendeiner Werbeanzeige (für einen anderen Onlineshop einer wesentlich höheren Preisklasse) hatte ich die Kombination eines solchen karierten Pullis mit einem schwarz-weißen Hahnentrittrock – oder war es eine Hose? ich weiß es gar nicht mehr – bewundert. Passende Unterteile besitze ich. Also musste der Pulli her – natürlich die günstige Kopie von Asos – der seinem teuren Vorbild ziemlich ähnlich sah. Und während ich auf die Lieferung wartete, hegte ich die Hoffnung, er möge in Wirklichkeit etwas weniger Orange und dafür mehr rötlich sein als auf der Abbildung im Shop. Tatsache ist: Er ist schon ziemlich Orange. Mit etwas gutem Willen kann man die Farbe ggf. als Koralle bezeichnen, allerdings handelt es sich definitiv um ein sehr knalliges Koralle. Ich glaube jedoch, dass das ebenfalls darin enthaltene Schwarz (was mir bekanntlich auch nicht steht 😉) die Signalwirkung etwas dämpft.

P.S.: Neuerdings – also Monate nach meinem Kauf! – gibt’s denselben Pulli übrigens endlich auch in Blautönen…na klasse

Habt Ihr auch eine bestimmte Farbe, von der Ihr glaubt (oder schon einmal gehört habt) dass sie Euch nicht steht? Und wenn ja, tragt Ihr sie trotzdem oder macht Ihr einen großen Bogen darum?

Der Musiker Oran Juice Jones hat den Orangensaft im Namen 😉
Baby Don’t Walk Out on Me (1987)

13 Gedanken zu „Orange – der letzte Versuch

  1. Pingback: Goedemiddag! | Meine Kleider

  2. Also ich habe für mich beschlossen einfach alles zu tragen was mir gefällt 🙂 – das hat den Vorteil, dass ich nichts ausschließe und alles versuche – bzw. anprobiere – die Finger lasse ich erst dann davon, wenn es an mir dann wirklich doof ausschaut. Das wiederum hindert mich nicht daran, ein anderes Teil in der gleichen Farbe beim nächsten Mal wieder anzuprobieren sofern es mir gefällt – denn letztlich sind die Kriterien für „steht mir“ oder „steht mir nicht“ ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren und die Beimischungen in den Farben sind oft so difus, dass ich immer wieder überrascht bin, was doch alles geht.

    Zu Deinem Pulli kann ich auch nur sagen, dass ich ihn toll an Dir finde und das Braun bei diesem Muster keine Alternative wäre! Du siehst toll damit aus!

    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

  3. Liebe Annemarie, jetzt schreibe ich auch mal hier was. Lese und kucke nämlich schon eine Weile mit Vergnügen mit. Danke!
    Ich finde den Pullover eindeutig koralle 🙂 und eindeutig sehr fein für Dich.
    In meinem Schrank hängt ein orangefarbenes Jäckchen mit so ein bißchen Goldglitter – das fand ich beim Kaufen so hübsch retro-70er-Teestunden-haft. Und was soll ich sagen. Orange ist echt nicht meins. Braun auch schwierig. Dafür habe ich eine gelbe Jacke, die mir eigentlich nicht stehen dürfte und die liebe ich…

  4. gelb und bestimmte rottöne sind meine blassmacher. manchmal kann ich den sachen aber trotzdem nicht wiederstehen. sie hängen aber dann bis auf ein paar sehr gute tage im schrank und sehen ohne mich besser aus als mit mir.
    den pulli finde ich sehr schön an dir.

  5. Hi Annemarie, zuerst mal: super Blog! Ich würde mal sagen, dass der Herr von der VHS wohl ziemlich daneben gelegen hat, wenn ich mir die Bilder so ansege 🙂 Ich finde, dass orange echt ein tolle Farbe ist, um die graue Jahreszeit aufzulockern. LG

    • Danke Dir 🙂 Na ja, um fair zu sein, trug ich damals noch blonde Strähnchen und verwendete Selbstbräuner gegen meine Blässe. D.h. ich habe mich optisch seither schon ein wenig verändert. Lg, Annemarie

  6. Ha, die selbe Fehleinschätzung hatte ich auch! Die erste Farbberaterin sah mich als Sommertyp, angeblich wegen der „Sprenkelungen“ in meinen Augen. Weit gefehlt. Ich bin definitiv ein Winter und fühle mich in kalten Knallfaben am wohlsten. Wenn du als Naturhaarfarbe nicht gerade ein „Straßenköterbond“ oder einen aschigen Farbton hast und deine Augen einen klaren Farbton haben (also ncht irgendwie verwaschen wirken), dann würde ich dich auch eher als einen „Winter“ einstufen. Aber dazu müsste ich dich in Natur sehen. Wintertypen lieben Kontraste. Der Sommer ist eher romantisch.
    Orange ist für beide Typen nicht geeignet.
    LG Sabine

    • Hi Sabine, ehrlich gesagt, ich erkenne mich selbst in keinem der vier Jahreszeittypen so richtig wieder. Wenn ich z.B. solche Online-Fragebögen ausfülle, dann habe ich bei 3 Gruppen etwa dieselbe Punktzahl. Nur den Frühling, den kann ich definitiv ausschließen. Aufgrund meiner Haare (meine Mum meint zwar immer, sie seien „aschig“, aber in der Sonne leuchten sie rötlich) und meiner Augenfarbe – so eine Art ockergelb/olivgrün (verwaschen? ich weiß nicht, vielleicht, Nahaufnahme hier) – bin ich, bevor ich damals zu der Farbberatung ging, davon ausgegangen, ich sei ein Herbsttyp. Meine Haut passt jedoch nicht ins Bild. Ich bin von Natur aus auffällig blass, bräune so gut wie überhaupt nicht (mit Selbstbräuner dagegen anzugehen habe ich vor Jahren aufgegeben), ohne Sommersprossen. Gegen den Herbst spricht auch, dass mir ein paar der Herbstfarben, vor allem camel, nicht so besonders stehen. Andere wiederum wie z.B. bordeauxrot oder tannengrün gehen wunderbar. Ist schon merkwürdig. Lg, Annemarie

  7. hi annemarie,
    ich finde nicht, dass du damit besonders blass aussiehst. wenn es dir doch so vorkommt, kannst du ja mit etwas getöntem puder nachhelfen. ich würde den pulli deswegen trotzdem anziehen. er ist super und die siehst klasse damit aus. vor allem die kombi mit dem pepitarock mag ich – mustermix halt.
    mir geht es so mit gelb. trotzdem findet immer wieder ein gelbes teil in meinen kleiderschrank, weil ich die farbe ja mag. aber ich finde, es ist die farbe, die mich erblassen lässt. wenn ich sie allerdings nicht direkt am gesicht oder bei einem oberteil mit einem dunkeln schal trage, geht es. die idee mit dem schal, hinten gebunden, finde ich sehr gelungen.
    hab noch einen schönen abend. lieben gruß! sabine

    • Hi Sabine,
      ja, manche Gelbtöne finde ich bei mir auch schwierig. Vor allem sonnengelb oder maisgelb. Früher habe ich mich weder an Gelb noch an Grün rangetraut, das musst Du Dir mal vorstellen! Dabei geht zitronengelb bei mir überraschenderweise ganz gut. Lg, Annemarie

  8. Hi, Sunny und Sabine, ich habe einige von den Farbmarkierungen rausgenommen, will ja nicht dass Ihr hier Augenkrebs bekommt 😉

    Tja, der Herr von der VHS meinte, ich sei kein Wintertyp (schön wär’s, dann dürfte ich offiziell Schwarz tragen!), sondern ein Sommertyp und er wollte mich hauptsächlich in Pastelltöne wie rosa und hellblau stecken. Bah! Ich sehe mich jedoch überhaupt nicht in Pastelltönen. Das ist mir irgendwie zu „niedlich“, zu romantisch. Das wäre einfach nicht ich. Von den „Sommerfarben“ akzeptiere ich (an mir) maximal hellgrau und marineblau (weil schön klassisch) sowie zitronengelb.

    Es ist zwar völlig subjektiv, aber ich glaube, meine ideale Farbe ist ein knalliges Blau, d.h. so ein Königsblau. Darin gefalle ich mir am besten. Blau ist an mir (glaube ich) grundsätzlich nicht schlecht – auch in anderen Abstufungen. @Sunny: Da geht es mir genau wie Dir. An zweiter Stelle vielleicht ein sattes Grün, das gerne etwas ins bläuliche tendieren darf – bis hin zu Petrol. Türkis jedoch wiederum nicht (dafür finde ich mich zu blass). Und die Nr. 3 unter meinen favorisierten Farben ist Bordeauxrot/Weinrot – was ja wiederum aus der „Herbstfamilie“ kommt, oder?

    Glg, Annemarie

  9. Schade, dass ich deinen Teint nicht genau „analysieren“ kann. Ich bin laut Farb- und Typberatung ein Wintertyp. Wie wurdest du eingestuft? Warme oder kalte Farben? Schwarz ist als alleinige Farbe definitiv nur für Wintertypen geeignet und sollte von anderen Farbtypen nie direkt am Gesicht getragen werden. In Kombination mit zum Farbtyp passenden Farben finde ich das allerdings ok.
    Ich weiß nur eins: Seitdem ich bei „meinen Farben“ bleibe, fühle ich mich wohl. Wenn es in einer Saison nichts für mich gibt, da kaufe ich auch nichts.
    LG Sabine

  10. Hmmm. Deine ganzen Farben im Post verwirren mich.
    Mir stehen auch keine warmen Farben. Das erstreckt sich von Tomatenrot über Orange, maisgelb bis hin zu gelb.
    Gefällt mir an anderen, an mir aber wirklich nicht.
    Ich glaube der Pulli steht Dir, weil er eher knallig, neonorange ist. Und da kann ich z.B. auch dieses grün tragen. Wäre es nicht so knalig, ginge es nicht.
    Vielleicht ist es nicht die Tönung, sondern die Intensität, die es tragbar für uns Winter macht.
    LG Sunny

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