Ein Kleid von Gaultier

13 Kommentare

Seit letzter Woche bin ich stolze Besitzerin eines Kleides des französischen Modedesigners Jean Paul Gaultier.

Gaultier, der lange Zeit als das „Enfant terrible“ der französischen Modeszene galt, war besonders in den späten 1980er/frühen 1990er Jahren berühmt für seine unkonventionellen, häufig androgynen Entwürfe und aufsehenerregenden Fashionshows. Der Designer, der selbst gerne im martinen Streifenshirt auftritt, entwarf u.a. Herrenröcke, stattete Madonna mit Bühnenoutfits aus (die berühmten konischen Bustiers) und designte Filmkostüme („das fünfte Element“). Seine Parfümflakons in Form eines Frauen- oder Männertorsos dürfte wohl jeder schon einmal gesehen haben. Neben Vivienne Westwood ist er einer der Designer, von dem ich schon immer mal ein Kleidungsstück besitzen wollte – wie so oft, scheiterte es bisher am Geld. Mir scheint übrigens, um den Herrn ist es – im Verhältnis zu früher – etwas ruhiger geworden. Zumindest ist das mein subjektiver Eindruck.

Entdeckt habe ich das rostrote Mantelkleid bei Oxfam. Und auch wenn es etwas um die Hüften spannt – so konnte ich doch nicht widerstehen. 29 Euro hat es gekostet und ist von einer solchen Qualität und Verarbeitung, wie man es von einem Designerstück erwartet.

Mantelkleid von Gaultier

Mantelkleid von Jean Paul Gaultier

Das komplett durchgeknöpfte Kleid ist für Gaultier-Verhältnisse ungewohnt klassisch/puristisch. Es ist mir – wie gesagt – einen Tacken zu eng. Ich kann es zwar zuknöpfen (das Material ist stretchig), aber die Knöpfe um die Hüften springen allzu leicht wieder auf. Deshalb habe ich das Kleid letzte Woche – wie auf dem linken Bild zu sehen – als Longblazer über einem weinroten Rolli und einer engen dunkelgrünen Hose von Zara getragen (die Farbkombi habe ich mir übrigens aus dem Film „Charlotte Gray“ abgeschaut). Da es zugeknöpft jedoch weniger wurstpellig aussieht als erwartet, überlege ich nun, ob ich die Knopfleiste im unteren Bereich nicht einfach zunähen soll, was meint ihr?

» Inspiration: Cate Blanchett in „Charlotte Gray“

Jean Paul Gaultier versuchte es übrigens auch einmal mit Musik – über das Lied lässt sich streiten, aber das Video ist durchaus sehenswert:
„How to do that“ (1988)

13 Gedanken zu „Ein Kleid von Gaultier

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  3. JEpp!!!!!!!! Wie cool ist das denn :)!!! Sieht super aus – und ich sehe es genauso: BITTE NICHT zunähen – die Idee wie Du es trägst ist toll und wenn Du es wirklich mal als Kleid tragen willst, dann fixier doch die Knöpfe von innen mit einer Sicherheitsnadel oder so 🙂

    Dieser Look ist echt richtig klasse!!

  4. @Sunny und Sabine: OK – ich werde dann mal Abstand davon nehmen, das Kleid zuzunähen. Irgendwie war ich mir ja ohnehin nicht sicher, ob das so eine tolle Idee ist. Danke für Euren Rat. Glg, Annemarie

  5. Ich würde auch lieber flexibel bleiben, denn als langer Cardigan kannst ja alles mögliche damit anstellen! Mein Gedanke war ebenfalls …“ungewohnt klassisch“ für ihn. Frag mich, wie er wohl das Model mit dem Kleid auf den Catwalk geschickt hat? Vielleicht so wie auf Deinem ersten Bild, aber nur mit Glitzerslip drunter, à la Vicoria Secret? *SCHERZ*
    Ich liebte ja damals sein Parfum ….die Büste. Heut mag ich es aber nimmer so.

    • Geht mir ähnlich mit dem Parfüm, es riecht schön pudrig. Nicht, dass ich es heute nicht mehr leiden könnte, aber ich scheine gegen irgendeinen der Inhaltsstoffe allergisch zu sein. D.h. ich muss ständig davon niesen. Lg, Annemarie

  6. Das ist schon sehr schick und macht eine super Figur. Kannst du die Knöpfe nicht noch ein wenig versetzen?. Wäre doch schade, wenn man das Teil zunäht.
    LG Sabine

  7. @Sabine: Ich wollte das zunähen, damit ich es als Kleid tragen kann. Andernfalls wäre ich ständig besorgt, dass mir die Knöpfe im unteren Bereich ungewollt aufspringen könnten. Aber Du hast natürlich recht damit, dass es als Jacke/Mantel vielseitiger einsetzbar ist.

    @Rana: Ja, Oxfam ist toll, da ist eine Filiale in der Nähe unserer Firma und ich schaue in der Mittagspause gerne mal dort vorbei.

    @Amandine: Gaultier war zu jener Zeit ziemlich angesagt, in der Mode eine Kultfigur – vergleichbar mit Karl L. Mit der Musikindustrie hatte er definitiv zu tun – siehe Madonna.

    Lg, Annemarie

  8. Das ist ein sehr klassischer Schnitt, das Kleid kann man ja wunderbar aufpeppen und als Mantel tragen, toll. Bei Oxfam habe ich noch nie was gefunden… muss ich wohl mal stöbern!
    LG von Rana

  9. hi annemarie,
    das kleid hat auf dich gewartet, du siehst klasse damit aus! auch die kombi grün-dunkelrot gefällt mir dabei. ich finde, man sieht den gekonnten schnitt und den wertigen stoff. gratuliere zu diesem schnäppchen.
    warum willst du die knopfleiste unten zunähen? so kannst du es doch viel vielseitger tragen. als mantel und als mantelkleid. ich kann mir vorstellen, dass gerade dieser puristische schnitt viele möglichkeiten bietet es zu kombinieren.
    dieses charlotte-grey kostümchen gefällt mir übrigens auch sehr gut. ich stelle gerade fest, dass dunkelrot eine fantastische farbe ist.
    ach und deine frisur heute, sehr elegant, gefällt mir auch!
    ganz lieben gruß von sabine

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