Wie im Film – Teil 1

16 Kommentare

Actionlady

Ellen Ripley (Teaser)Sabine von „Acht Stunden sind kein Tag“ hatte dieser Tage eine tolle Idee für eine Bloggeraktion:

„Style ein Outfit aus einem Film nach und gestalte es alltagstauglich!“

Ich als alter Filmjunkee war natürlich sofort Feuer und Flamme für diese Idee, zumal mich Filme – mehr als alles andere – in Punkto Mode und Kleidung schon immer sehr inspiriert haben. Mir stellt sich also eher die Frage: Welchen Film nehmen wir denn zuerst?

OK – ich hab mich entschieden. Los geht’s bei mir mit einem Actionklassiker von 1979.

Sie gilt offiziell als die erste (wirkliche) weibliche Actionheldin der Filmgeschichte und ihr Gegenspieler leidet u.a. unter übermäßigem Speichelfluss…also, wer bin ich? Wisst Ihr’s?

Jawohl, gestern war ich als Ellen Ripley-Verschnitt unterwegs. Der Rolle, die der Schauspielerin Sigourney Weaver – groß und dunkelhaarig (das haben wir gemeinsam) – zum Durchbruch verhalf.

Ellen Ripley (Alien) Outfit

Ellen Ripley (Alien) Outfit

Ellen kämpfte mutig gegen das sabbernde Alien. Und als erste Frau im Film brauchte sie keinen Mann, der sie beschützte – oder den sie bewundernd anzuhimmeln hatte. Im Gegenteil – die Kerle starben eher weg wie die Fliegen. Und die toughe Ellen – sie überlebte als einzige.

Was trägt eine Heldin im Science-Fiction-Film? In Alien geht’s ums nackte Überleben und ausnahmsweise mal nicht darum, besonders hübsch oder niedlich zu sein oder gar darum, irgendwelchen Kerlen schöne Augen zu machen (irrelevant, die Kerle sterben ohnehin, wie ich bereits erwähnte), hier geht es eher praktisch zu. Wenn sie nicht gerade im puristischen Unterhemd ihre asketischen Arme präsentiert (ok, doch irgendwie sexy…), sieht man sie vor allem im Overall. Mit irgendwelchen Enblemen – über die mein Overall (von Promod) nicht verfügt – macht aber nichts, es sollte ja alltagstauglich sein. Deshalb verzichtete ich übrigens auch auf meine weißen, klobigen Sneakers…obwohl diese definitiv stilechter gewesen wären (natürlich habe ich darüber nachgedacht, mich dann aber doch dagegen entschieden).

Nichtsdestotrotz erhielt meine Lockenpracht bei der Arbeit wesentlich mehr Aufmerksamkeit als mein Overall. Und erkannt hat den Film leider auch niemand. Auch wenn Kollege H. (schöne Grüße H., falls Du das lesen solltest! 🙂) – nachdem ich mich ihm gegenüber in der Mittagspause „geoutet“ hatte – von meiner Filmauswahl doch recht angetan schien und mir vorschwärmte, wie begeistert er seinerzeit im Kino von dem Film „Alien“ war. Yip, Oldies unter sich 😉

Meine Haare habe ich übrigens auf Rollenpapier aufgedreht. Das ist eine Technik, die ich schon seit Jahren anwende, wenn mir nach Locken ist – zumal ich mit einem Lockenstab nicht wirklich gut klarkomme. Ein Blatt Rollenpapier wird in 3 Streifen gerissen. Anschließend Schaumfestiger auf den Haaren verteilen und sie strähnenchenweise wie auf Papilotten über dem Papier aufdrehen (die Haare sollten minimum angetrocknet sein, auf keinen Fall nass!), eine Nacht darauf schlafen und am nächsten Tag hat man dann Locken. Wie kraus die Pracht wird, hängt von der Dicke der Strähnen ab. Im Fall „Ripley“ entschied ich mich für eine relativ dünne Variante.

Mein nächstes Filmoutfit wird Euch in die 80er führen, das Jahrzehnt meiner Jugend. Und es wird definitiv – „s.th. absolutely different“ (= kein Horror, keine Action, noch nicht mal SF…).

» Sabines Beitrag zum Thema Filmmode findet Ihr hier

meine Inspiration: Ripley’s Outfit (Alien Teil 1)

außerdem möchte ich hinweisen auf:
„Proletkult“, einen Blog, der sich sehr unterhaltsam und informativ mit Filmkostümen und Mode in Filmen beschäftigt und der definitiv (mehr) Aufmerksamkeit verdient

Keine Frage – heute gibt’s einen Ausschnitt aus dem Film:
… Alien (1979)…
Musik: Klein-Annemarie war 1979 natürlich noch meilenweit davon entfernt, „Alien“ gucken zu dürfen. Also, was damals so richtig „mein Ding“ war – das ist jetzt schon ein bisschen peinlich (aber hey – ich war noch ein Kind!) das war diese TV-Serie „Der Mann aus den Bergen“ (und die dazugehörige Single war – glaube ich – meine erste eigene (Nicht-Märchenhörspiel-)schallplatte überhaupt – die ich meinen Eltern abringen konnte):… „Maybe“ von Thom Pace… (hach, der Bär war aber auch sowas von süß!)

16 Gedanken zu „Wie im Film – Teil 1

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  4. Wie cool ist das denn bitte 🙂 Das sieht sooooo klasse aus!!! Und Du kommst dem Original echt nahe – die Haare sind der Hammer – ach was, das ganze Outfit ist der Hammer!
    Wenn ich mal ein bisschen Luft habe denke ich mir vlt. auch mal was aus – bis dahin freue ich mich auf Eure Posts!

    LG aus der EDELFABRIK
    Chrissie

    • Hi Chrissie, das würde mich freuen! Sag einfach Bescheid. Ich glaube, der nächste Beitrag zu der Reihe steht nächsten Donnerstag an. Glg, Annemarie

  5. Pingback: Into the Groove | Meine Kleider

  6. Soweit ich weiß, kann jeder der Lust hat, bei der Bloggeraktion mitmachen. Die Beiträge sammelt Moppi dann auf einer speziellen Seite zu den einzelnen Motti(os).
    Link auf den Beitrag ins Kommentar.
    LG Sunny

  7. Ich glaube ich habe den Fim gesehen. Aber es muss schon wirklich lange her sein….ich kann mich nicht mehr wirklich erinnern. Gut, 79 war ich 10….
    Allerdings macht das auch nichts, denn Dur bringst des Remake 100% rüber. 😉
    Du solltest Dir überlegen, ob Du nächste Woche bei der Shopping Queen Aktion mitmachst. Es geht um ein Bond Girl Outfit.
    Lass es Dir gut gehen
    Sunny

  8. will auch solche Haare haben, heul….der liebe Gott hat es gut mit Dir gemeint.
    Den Film kenne ich, habe ich immer gerne gesehen, aber schon gruselig…passt ja, ist bald Halloween. Dein Outfit ist Geschmacksache, nicht so mein Ding, aber Du bringt es toll rüber,das super-supercoole “ Weibchen“.

    Liebe Grüße
    Andrea

    • @ Andrea,

      ja, über meine Haare kann ich mich wirklich nicht beschweren. Die hab ich geerbt – dicke, strapazierfähige Haare haben alle Frauen in meiner Familie (mütterlicherseits). Auch wenn die Haare mittlerweile, wo ich älter werde, doch um einiges dünner geworden sind, vor allem im Stirnbereich (Ihr hättet mich früher sehen sollen, da waren sie fast ZU dick). Meine Hautärztin kann dafür allerdings keine Ursache finden, noch nicht mal hormonelle – was in meinem Alter ja hätte sein können. Und meine Friseuse meint, das sei der „Ballerina-Effekt“ (durch jahrelanges exzessives Zopf-tragen). Trotzdem, so lange es noch einigermaßen geht, werde ich sie nicht freiwillig abschneiden. Danke für Deinen lieben Kommentar, ich hab mich auch bemüht, „cool“ zu gucken 😉

      @Sunny,

      au weia, ich im weißen Bikini, neeneee 😉 Irgendwie muss ich bei James Bond immer an Ursula Andress denken. Denn sie ist für mich sowas wie das Sinnbild eines James-Bond Girls. Und Sean Connery ist und bleibt für mich der einzige James-Bond. Aber darf man da denn einfach so mitmachen? Also ohne eine Einladung durch die Veranstalterin? Es ist ihr ja vielleicht nicht recht…könnte ich mir vorstellen.

      @Ervehea,

      🙂 danke für Dein Lob! Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte zuvor auch ein bisschen auf Deinem Blog gestöbert, als ich mir überlegte, womit ich anfange. Wie Du weißt, lese ich Deine Filmbeschreibungen (mit Hinblick) auf die Filmkostüme immer sehr gerne. Ich habe mich zwar schon früher immer mal wieder von Filmkostümen inspirieren lassen, aber dank Deines Blogs achte ich mittlerweile, wenn ich mir einen Film anschaue, noch viel bewusster und detaillierter auf die Kleidung der Darsteller.

      Lg, Annemarie

  9. annemarie, ich bin begeistert! du siehst super cool aus! und dieses wort benutze ich wirklich nur in ausnahmesituationen. aber es beschreibt rundum dein outfit, deine haltung und deinen gesichtsausdruck!
    ich muss dir gestehen, ich hab den film nicht gesehen und also auch nicht erkannt. ich bin so ein weichei beim filmegucken. ich hab sogar bei papillon den kinosaal verlassen.
    aber einen jeansoverall hatte ich zu beginn der 80er auch, aus verwaschenem hellblauen demin mit einem breiten gürtel getragen und dazu robin-hood stiefelchen.
    um deine lockenpracht beneide ich dich. ich versuch’s ab und zu mit dem lockenstab. fürchte aber dass es meinen haaren schadet und halten tuts auch max. 2 stunden. scho komisch, heute hätte ich gerne locken. früher als ich sie hatte, hab ich mir die haare glattgezogen.
    ich freu mich wieder wie bolle über unsere gemeinsame aktion!
    lieben gruß von sabine

    • Hi Sabine! Mit dem Lockenstab (ich hab mal einen geschenkt gekriegt, eigentlich sogar einen recht hochwertigen) komme ich auch nicht klar. Ich kann quasi riechen, wie die Haare verbrennen und das trotz Hitzeschutzspray. Das Ergebnis hat mich bisher auch nie wirklich zufriedengestellt. Deshalb drehe ich meine Haare lieber klassisch auf. Damit komm ich klar und mit viel Schaumfestiger hält das auch ein paar Tage. Allerdings wird das Durchkämmen – was irgendwann unweigerlich ansteht – zur Qual….Ich freue mich auch, dass es wieder geklappt hat und hätte noch Lust auf ein paar weitere Beiträge zu Filmen. Du auch? Lg, Annemarie

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