Was muss weg?

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Was darf bleiben?

Der virtuelle Kleiderschrank-Ausmist-Berater

© Konstantin Li - Fotolia.com

© Konstantin Li – Fotolia.com

Von mir aus darf der Herbst jetzt kommen!

Voriges Wochenende habe ich nämlich angefangen, meine Wintersachen in den Kleiderschrank zu räumen und dafür die Sommersachen zum Überwintern verstaut. D.h. dicke Wollpullover raus – dünne Sommerkleidchen weg.

Und es war ein Krampf – so wie jedes Mal: Zuviel Zeug – zuwenig Platz, wo pack ich’s nur hin? Denn so etwas wie einen geräumigen begehbaren Kleiderschrank besitze ich leider nicht.

Definitiv keine Wegwerfkandidaten.

Definitiv keine Wegwerfkandidaten.

Klar, die Lösung ist durchaus bekannt: Ich sollte mich vielleicht mal von dem einen oder anderen Teil trennen. Das würde sicherlich auch helfen, so etwas wie Übersicht zu schaffen. Aber das Aussortieren fällt mir soooo schwer!

Wenn etwas völlig hinüber ist, eingelaufen, ausgeleiert, kaputt – also nicht mehr zu retten – dann bringe ich es gerade noch so übers Herz. Ansonsten plagt mich ständig die Sorge, dass ich es im Nachhinein bereuen könnte, weil ich etwas voreilig weggegeben habe, was in Zukunft irgendwann wieder modern wird – oder worauf ich einfach gerade mal wieder Lust haben könnte. Das ist mir – obwohl ich wirklich nur wenig weggebe oder entsorge – auch schon ein paarmal passiert. So ist das halt mit den ganzen Retrotrends: Alles kommt irgendwann wieder! Wenn auf eines Verlass ist, dann darauf. Außerdem habe ich immer mal wieder mit Gewichtsschwankungen (also eigentlich Kleidergrößenschwankungen, Gewicht ist irrelevant) zu kämpfen. Daraus folgt: Die allgemein bekannte Regel, dass mir etwas, was ich ein Jahr lang nicht getragen habe, nicht mehr gefällt (und somit entbehrlich ist) trifft in meinem Fall meistens nicht zu. Es hat vielleicht einfach nur nicht gepasst. Irgendwann passt es möglicherweise wieder. Und deshalb mag ich mich nicht an diese Regel halten.

Als Entscheidungshilfe habe ich mir nun einen kleinen Fragebogen entworfen, der mehrere unterschiedliche Aspekte, die zur Entscheidungsfindung beitragen könnten, berücksichtigt und punktuell bewertet. Aufgrund der erreichten Gesamtpunktzahl wird anschließend eine Handlungsempfehlung unterbreitet. Falls Ihr ähnliche Probleme mit dem Aussortieren von Kleidung haben solltet wie ich, findet Ihr den Multiple-Choice-Fragebogen in interaktiver Form auf www.whattowear.de/
wegwerfenoderbehalten.html
. Über Eure Resonanz würde ich mich freuen.

15 Gedanken zu „Was muss weg?

  1. Zum Face perfector:
    Morgens schminke ich mein Gesicht in den seltensten Fällen. Die getönte Creme ist neben Wimperntusche und Lippenstift in der Regel das einzigste. Eben weil ich auch imemr die Finger im Gesicht habe, mir mein Schlaf heilig ist und ich dort arbeite und fürs denken und nicht fürs angemalt sein bezahlt werde.
    Abends gerne, zum Ausgehen. Aber sicher nicht täglich.

    Der Face Perfector ist in schimmernd (meiner) und matt (nicht so meins) zu haben. Er ist farblos. Es gibt ihn aber auch getönt.
    Er egalisiert das Hautbild und glättet die Haut. Wenn man große Poren hat, werden diese wohl etwas gemindert. Ich mag das Produkt sehr.

    Ich habe heute versucht auszumisten. Selbst bei den „weg“ Kandidaten riet mir Dein Tool zum „Aufheben für später“.

    LG Sunny

    • Hi Sunny, danke für die Info, was den Face Perfector betrifft. Bzgl. des Ausmisttools, vielleicht ist meine Punktevergabe noch zu großzügig? Könnte man vielleicht nochmal hier und da justieren. Bedenke immerhin ist das Tool von jemanden bepunktet worden, der prinzipiell nicht gut wegschmeißen kann 😉 Lg, Annemarie

    • Hi Sunny, ich bin’s nochmal. Habe nochmal ein wenig an der Punkteschraube gedreht. Vielleicht klappts ja jetzt besser. Glg und schönes WE! Annemarie

  2. Die Geschichte mit den Kaffeebohnen kenne ich von Party Lite, die haben so viele verschiedene Kerzendüfte.
    Bei dem AVON Event hatten wir doch 3 Stunden Zeit. Ich habe vorher schon gesprüht, mir dann die Infos angehört. So hatte ich auch nach einiger Zeit einen Eindruck von den Düften.
    LG

  3. Ich habe den Fragebogen getestet, kam immer : Wegpacken für später… Ich bin eigentlich ein Wegschmeißer (Weggeber), nach dem Motto: Ein Teil neu, dann muss ein Teil weg. Ab und zu habe ich mich schon geärgert, aber gerade bei Krimskrams kann ich mich gut trennen. Dann behalte ich auch eher den Überblick. Einige Basics behalte ich immer (graues Trägerkleid etc.) und ersetze sie, wenn sie nichts mehr taugen. Sachen in zu kleinen Größen bewahre ich nicht mehr auf. Das ist mir zu frustig…
    Liebe Grüße von Rana

    • Hi Rana, das ist grundsätzlich gut, wenn man sich „trennen“ kann – da hat man weniger Ballast. Was den Fragebogen betrifft, sind die Punkte, die man für jede Antwort erhält, natürlich von jemandem vergeben worden, der sich tendenziell eher schlecht trennen kann, nämlich von mir 🙂 Wenn man’s perfekt machen wollte, müsste man jeder Leserin die Möglichkeit geben, selbst zu bestimmen welcher Aspekt bei ihr höher und welcher niedriger gewichtet wird (vielleicht mach ich das noch irgendwann). Z.B. finde ich es gar nicht schlimm, wenn etwas zu weit ist und wenn etwas nur ein bisschen zu eng ist, dann wird das bei mir – jawohl erstmal weggepackt. Wie man sieht, würdest Du das z.B. anders handhaben. Apropos entsorgen – ich hab schon wieder 2 Blusen aus der Tüte mit den „Oxfam“-Sachen rausgeholt, ich werde jetzt mal versuchen, die zusammenzunähen…(ich hatte noch keine Zeit zu Oxfam zu gehen)

      Lg, Annemarie

  4. Du sprichst mir – wie immer wenn es um dieses Thema geht – total aus dem Herzen – ich schaffe es auch einfach nicht auszumisten und der „Aufhebwahn“ wird auch zu oft bestätigt, wenn ich mal wieder ein altes Schätzchen finde und mich soooo freue, dass ich es noch NICHT entsorgt habe 😉 – trotzdem ist der Fragebogen super – ersetzt die Freundinnen mit den Take & Toss Schildern auch wenn man gerade mal keine zur Nachfrage da hat 😉

    Dein Outfit ist einmal mehr richtig schön! Die Idee mit den farbigen Ketten mag ich besonders und die rote Fransentasche ist der Hit – die ist aber auch noch nicht alt oder?

    Liebe Grüße aus der EDELFABRIK
    Chrissie

    • Hi Chrissie,

      na ja, so 2-3 Jahre vielleicht. Die ist von Zara, war irgendwann mal reduziert und wurde dann spontan mitgenommen. Die einzige knallrote Tasche übrigens, die ich besitze, muss ab und zu mal ein Outfit aufpeppen. Das mit den Take & Toss-Freundinnen ist auch so eine Sache. Zum einmal hab ich soviel Kram, da wären wir Tage- oder vielleicht sogar Wochen mit „Modenschauen“ beschäftigt, soviel Geduld bringt auch die beste Freundin nicht mit. Außerdem habe ich zwar liebe Freundinnen, aber wir teilen nicht unbedingt denselben Geschmack bei Kleidung. Nicht, dass die einen schlechten Geschmack hätten, nur halt hat jede ihren eigenen.

      Lg, Annemarie

  5. dein fragebogen macht mir wirklich spass, allerdings kommt immer raus, ich soll’s für später wegpacken. vielleicht mach ich das und schau in einem jahr wieder nach, was noch passt, oder was sich umstylen lässt. ich bedaure, dass ich so viel weggegeben habe. in den 8oern hab ich mir rchtig teure kleidung geleistet, da würde ich zwar nicht mehr reinpassen, aber aus dem einen oder anderen teil könnte ich sicher noch was machen (und wenns nur ein sofakissen ist). wart lieber mal mit dem wegwerfen, wie sich deine nähkünste entwickeln. mit dem nähen kommen die ideen, du wirst schon sehen. super chic dein outfit wieder! ich kann nicht glauben, dass du größe 42 trägst, bei der taille! lieben gruß von sabine

    • Hi Sabine, bei mir sind’s die Hüften, die die 42 erfordern. Meine Taille ist tatsächlich sehr schmal, von den Maßen her käme ich da aktuell eher auf 38 (als ich 38 trug, hatte ich ne 34-er Taille – egal wieviel ich zu- oder abnehme, die Relationen bleiben…). Habe halt recht extreme Maße (nicht gerade Standard), von daher bietet sich Selbernähen schon irgendwie an. Nächstes Wochenende werde ich mal loslegen! Glg, Annemarie

      P.S.: Vielleicht sollte ich die Punktevergabe nochmal überarbeiten? Eigentlich gibt es 4 „Antwortmöglichkeiten“. von ca. 140 bis -140 Punkten sind möglich. < – 80 = wegschmeißen, < 0 = verschenken/verkaufen, < 60 = wegpacken – und der Rest behalten.

  6. Hi Aphrodite,

    ich trage momentan Größe 42. Vor ca. 1,5 Jahren trug ich noch 38 (kann man auf den ganz alten Fotos im Blog auch sehen). Keine Ahnung, ob ich je wieder so schlank werde, aber es ist (so wie es gerade aussieht) eher unwahrscheinlich. Will mich auch nicht permanent kasteien. Ich überlege deshalb, ob ich nicht zumindest alles, was kleiner ist als Größe 40 entsorgen sollte (mit 40 kann ich leben). D.h. alle Sachen, die noch „gut sind“ und < 40 gingen dann nach Oxfam (da tut man noch ein gutes Werk, hoffe ich jedenfalls). Ob man aus zu kleinen Sachen noch was Nähen kann, weiß ich nicht so genau, meist reicht ja der Stoff nicht aus, um was "weiteres" draus zu machen, oder? Ich bin was das Nähen betrifft blutige Anfängerin. Aber wenn Du eine konkrete Idee hast, würd ich es auf jeden Fall versuchen! Kost' ja nix 🙂

    Lg, Annemarie

    • Wow also nachdem Foto hätte ich nie an Gr42 gedacht. Früher hatte ich Gr 34 – für meinen damaligen Partner war ich noch nicht schlank genug und durfte kaum etwas essen was Kalorien hat. Wie auch immer, die Zeit ist vorbei, jedoch habe ich nach der Trennung zugelegt und erst wieder lernen müssen normal zu essen. Im Nachhinein gesehen schlimm, aber hab daraus gelernt. Nun habe ich einen Partner der mich akzeptiert wie ich bin. Viele der kleinen Sachen habe ich schon weg gegeben. Ein paar habe ich noch und die sind noch schön. Aber Gr 34-36 werde ich nicht mehr haben, das ist zu wenig für mich. 38 ist Ideal und dafür fehlt nicht mehr viel. Bin auch Nähanfänger und noch fehlen mir die Ideen. Könnte mir aber durchaus vorstellen aus zwei Oberteilen eines zu machen bzw teile aus beiden zusammenzufügen. Aber ob dich die Müge und Arbeit lohnt weiß ich nicht,

    • Du heißt nicht zufällig Anke. B.? Nein, das war ein Scherz. Ich hatte mal eine Freundin (besagte Anke) – leider aus den Augen verloren -, die hatte auch so einen „netten“ Freund, der sie zwar einerseits aufforderte regelmäßig üppigst für ihn zu kochen, aber sie selbst durfte nicht mitessen, sondern nur zuschauen, weil sie ihm zu dick war. Die Frau hatte eine Traumfigur und bekam von ihrem Freund permanent einen auf den Deckel…(ok, der Typ war Trainer in einem Fitnesscenter, vielleicht gehört das zum Berufsbild…). Sie war damals auch noch sehr jung und hat sich beeinflussen lassen.

      Ich finde, wenn Du Ideen hast, was das Nähen betrifft, solltest Du es auf jeden Fall probieren. Selbermachen macht doch Spaß. Und man hat hinterher etwas Individuelles, was sonst niemand hat. Also: Unbedingt machen! Lg, A.

    • 😉 nein ich bin nicht Anke, aber die scheint etwas ähnliches erlebt zu haben. Wurde dann auch krank durch das wenige und falsche essen, habe ca 2,5 Jahre gebraucht bis ich mich wieder gut und gesund gefühlt habe. Das Problem ist ja auch, dass mir die Ideen fehlen. Nun habe ich ein paar schöne Stoffe daheim die ich zu Shirts verarbeiten möchte und dann werden wir weitersehen. Vielleicht trau ich mich dann auch an so Änderungen heran. LG

  7. Die Idee ist toll. Mir geht es da ähnlich wie Dir. Den Fragebogen werde ich bei Gelegenheit testen.
    Habe auch ein paar Teile aus sehr mageren Jahren die auch noch sehr schön sind. Da werde ich wahrscheinlich nicht mehr hineinpassen, denn Untergewicht ist auf Dauer nicht so toll. Ein Mittelding ist gut. Nun habe ich mir überlegt ob die kleinen und schmalen Teile irgendwie für mich noch tragbar werden könnten. Aber wie? Teile kombinieren und daraus was neues machen? Oder zu kompliziert und lieber davon trennen?

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