Schrankhüter

5 Kommentare

In meinem Schrank befinden sich tatsächlich mehrere Kleidungsstücke, die ich irgendwann einmal („auf Vorrat“) gekauft und noch nie(!) getragen habe. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ziemlich merkwürdig, oder? Es ist fast ein bisschen peinlich – sogar vor mir selbst.

Und dabei gehöre ich noch nicht einmal zu der Sorte Frauen, die Dinge kaufen, die ihnen eigentlich nicht gefallen. Oder – die ihnen dann nach dem Kauf zuhause angekommen nicht mehr gefallen. Es passiert eher so, dass ich meine, noch nicht „den richtigen Anlass gefunden zu haben“. Oder das Wetter passt nicht, oder ich habe keine Idee, wozu ich es kombinieren könnte… und nach einer Weile da vergesse ich einfach, dass ich es besitze.

Bevor ich also schon wieder etwas Neues kaufe, so habe ich beschlossen, werden erstmal reihum diese (unbeabsichtigten) „Ladenhüter“ zum Einsatz gebracht. Zumindest soweit es das Wetter (und meine aktuelle Kleidergröße) zulässt. Mit der Handycam habe ich fix Fotos von den besagten Stücken gemacht und sichte diese nun abends, bevor ich mich dann entscheide, was es am Folgetag denn werden soll. Insgesamt handelt es sich dabei um 11 Teile.

In der letzten Woche habe ich diesen Plan auch ziemlich konsequent durchgezogen, allerdings fand ich nur selten Zeit, in Ruhe das fertige Tagesoutfit zu fotografieren, war ich doch morgens meist zu spät dran. Deshalb diese ärgerlich unscharfen „Badezimmerfotos“ – und an manchen Tagen habe ich es überhaupt nicht geschafft. Hier ein paar Beispiele:

Das grüne Midikleid von Asos.de mit den kurzen, weiten Armen wartete schon seit Wochen ungetragen auf seinen ersten öffentlichen Auftritt. Eigentlich war es letzte Woche dafür auch nicht warm genug. Deshalb kombinierte ich es mit dunkelblauen, leicht transparenten Armstulpen, die seit – grob geschätzten – zwei Jahren noch in ihrer Originalverpackung in der Kommode lagen. Beim Kauf fand ich die Armstulpen spontan recht originell. Sie waren reduzierte Teile aus der „Desperate Housewives“-Strumpfwaren-Kollektion (ja, sowas gab’s mal) aus dem Kaufhof. Diese Stulpen sowie meine langen, bunten Federohrringe sind bedauerlicherweise auf den Handyfotos nicht wirklich gut zu erkennen, genausowenig wie die Overknee-Stiefel, die ich zum schwarzen Minikleid auf den oberen Fotos trage oder das bauchfreie, transparente(!) Spitzentop von H&M. Warum ich diese Fotos dann trotzdem publiziere? Nun wer weiß, wann ich das nächste Mal dazu komme, diese Sachen zu tragen…? 😉

5 Gedanken zu „Schrankhüter

  1. Ich kenne das auch, ich kaufe vieles, was mir gefällt. Manchmal sogar in einer Nummer zu klein, als Motivation endlich abzunehmen. Leider ist nie passiert und ich habe mir vorgenommen, einfach weniger zu kaufen, damit das nicht mehr vorkommt. Was für ein Schrank hast du? Ich habe momentan nur eine Kleiderstange, weil ich von München nach Berlin gezogen bin und nicht alles mitgenommen habe. Ich habe hier was gesehen, bin aber noch unentschlossen. Hast du ein Tipp für mich?

  2. Pingback: Drunter & Drüber | Meine Kleider

  3. Also da hat die Sandra recht – das grüne Kleid steht Dir wirklich gut. Das solltest Du aus der Schrankhüterecke befreien – es hätte das echt verdient ;). Meinen ersten Schrankhüter hast Du ja schon gesehen – ich werde jetzt auch mal weiterschauen 🙂

    LG Chrissie

  4. Kenn ich. Ich seh was und denk: Das brauch ich noch. Kauf es. Die passende Gelegenheit ist noch nicht da gewesen. Es wartet. Wartet. Wartet.
    LG Sunstorm

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