Weitere Lieblingsserien

6 Kommentare

Vor geraumer Zeit habe ich zwei meiner bevorzugten TV-Serien vorgestellt. Hier kommen weitere tolle und empfehlenswerte Serien, die ich verfolge, wenn ich die Möglichkeit dazu habe:

Misfits

In der ersten halben Stunde dachte ich noch „What the fuck???„. Jedoch spätestens nach Sichtung der zweiten Folge wurde ich Fan dieser fünf Jugendlichen aus sozial schwachem Umfeld, die plötzlich Superkräfte entwickeln und mit diesen irgendwie zurechtkommen müssen.

Die britische Serie spielt mit der Umkehrung bzw. parodiert das Hochglanz-Heldenklischee, welches man aus amerikanischen Serien mit dem Thema „Superhelden“ so kennt. Im Gegensatz zu „Smallville“ oder „Heroes“ ist in „Misfits“ alles düster, schmutzig, derbe, respektlos und asozial – vor allem auch einige der Protagonisten. Sie wirken wie Zerrbilder der Rolemodels aus John Hughes 80er Klassiker „Breakfast Club“. Denn auch der Cast von „Misfits“ besteht aus dem „Sportler“, dem „Rebellen“, dem „Streber“, der „Schönheit“ und „dem freakigen Mädchen“. Die Idee scheint zwar adaptiert, aber auf eine wirklich außergewöhnliche Weise und keineswegs als bloßer Abklatsch. Tatsächlich ist das Ganze ziemlich lustig und die – zunächst unsympathischen – Freaks wachsen einem ratzfatz ans Herz. Selten habe ich eine auf eine so unterhaltsame Art äußerst schräge Serie gesehen. Auch recht kreativ ist die Grundidee von…

Grimm

…einer Phantasieserie, die von den Machern von „Buffy“ und „Angel“ stammt. Und das merkt man ihr auch an. Wer „Buffy“ und „Angel“ mochte, der wird auch „Grimm“ mögen.
Es geht es um eine Parallelwelt von Monstern, sogenannten „Wesen“, die durch einen Nachfahren der Grimm-Brüder (jawohl, gemeint sind wirklich die deutschen Märchenbuchautoren!) bekämpft werden sollen. Der „Grimm“ – ein Polizist – kann als einziger Mensch die Monster, die hauptsächlich diversen Tieren nachempfunden wurden, als solche erkennen. Und mit der Optik dieser Wesen dürfen sich die Maskenbildner natürlich so richtig schön austoben. Schnell stellt sich heraus, dass nicht alle dieser Wesen „böse“ sind, zum Beispiel befreundet sich der Held mit einem Wehrwolf an, der dem Cast in den weiteren Folgen erhalten bleibt. Was gut ist, handelt es sich doch um den eindeutig charismatischsten Schauspieler dieser Serie. Schön schräg ist das Deutsch, das relativ häufig in der US-Serie gesprochen wird. Da die Vorfahren der „Wesen“ hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum stammen sollen, werden nämlich merkwürdige deutsche Begriffe verwendet, von denen ich nicht sagen kann, ob es sich dabei um veraltetes Deutsch oder reine Phantasiebegriffe der Autoren handelt. Die Idee ist jedoch irgendwie originell. Was für…

Hart of Dixie

…nicht unbedingt gilt. Hier übernimmt eine ehrgeizige New Yorker Jungärztin, gespielt von der süßen Rachel Bilson, aus der Not heraus die Hälfte eine kleine Arztpraxis in einem Südstaatenstädtchen.
Die Serie lebt in erster Linie von dem Konfliktpotential zwischen coolem Ostküsten-Schickimicki und konservativem Südstaatenpathos. Die New Yorkerin hat erwartungsgemäß so ihre Anpassungsschwierigkeiten und natürlich auch diverse Liebeskonflikte zu bewältigen. Sowie auch deren gesellschaftliches Umfeld seine eigenen privaten Probleme pflegt. Was eigentlich nicht besonders innovativ klingt. Nichtsdestotrotz verfügt die Serie über ein paar sehr sympathische und/oder interessant gezeichnete Rollen, die das Ganze unterhaltsam machen. Zudem sind für mich als Modeinteressierte die Outfits der Hauptprotagonistin sowie ihrer Gegenspielerin, der herrlich überzogen dargestellten Südstaatenschönheit „Lemon“ beide auf ihre Art immer wieder sehenswert. Bei…

American Horror Story

…bewegen wir uns wiederum in einem völlig anderen Genre. Obwohl auch dieser Plot nicht unbekannt erscheint: Junge Familie (Vater, Mutter, Teenagertochter und Hund) zieht von der Stadt in ein altes Spukhaus, um aufgrund diverser Probleme „nochmal neu anzufangen“ und trifft auf – „Überraschung!“ – dort ebenfalls „wohnende“ Geister. Welche ihnen ihr Leben natürlich nicht eben erleichtern.
In Spielfilmen wurde so etwas natürlich schon zigmal gesehen, aber – zumindest meines Wissens nach – noch nie zuvor in einer Serie. Die Umsetzung des Horrorhausthemas inklusive vieler Rückblenden, die die Geschichte der vorherigen Einwohner über die Jahrzehnte hinweg erzählen, finde ich ziemlich gelungen. Seit langem sieht man mal wieder Jessica Lange, die eine recht undurchsichtige und schön zickig/unsympathische Rolle spielt. Und auch wenn man es sich anfangs kaum vorstellen kann, so füllt die Handlung doch 12 Folgen ohne zu langweilen. Es ist sogar eine weitere Staffel in Planung.

6 Gedanken zu „Weitere Lieblingsserien

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  3. Hi Andrea,
    stimmt schon, für mich kann es gar nicht phantasievoll und unrealistisch genug sein 😉
    Den Barnaby habe ich aber auch schonmal im TV gesehen und fand ihn ganz sympathisch. Er erinnert mich von der Optik stark an einen (netten!) Chef, den ich früher mal hatte.
    Lg, Annemarie

    • Dann guck Dir den Man in Black 3 an. Super.
      Fernsehen gucke ich gar nicht mehr, wobei über meine analoge Schüssel die Serien von den Du schreibst auch gar nicht kamen.
      LG sunstorm

    • Ja, das Problem kenne ich. Ich bin mittlerweile eine ganz gute DVD und Stream-Kundin, z.B. bei Maxdome, Videoload und Videobuster, weil ich mit dem, was einem im TV so geboten wird, auch nicht so wirklich viel anfangen kann. Oder es kommt zu den falschen Zeiten… Men in Black 3 habe ich gesehen. Ich fand den dritten Teil auch besser als den Zweiten, aber nicht besser als den Ersten (da war die Idee halt noch völlig neu). Mein nächster Wunschfilm wäre „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“ mit Steve Carell und Keira Knightley.

      Lg, Annemarie

  4. Danke für Deinen Kommentar auf meinem Blog ! Ich muß gestehen, von Deinen Filmen kenne ich nicht einen einzigen….aber da haben wir auch verschiedene Geschmäcker. Ich schaue auch gerne sozialkritische Filme, aber die müssen dann auch knochentrocken und realitätsbezogen sein. Da kommt bei mir die Norddeutsche raus…..Den Horrorfilm kenne ich auch nur als Spielfilm und sowas liebe ich ja. Nur Serien die liebe ich garnicht …grins…

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntagabend ( heute gucke ich Inspector Barnaby auf dem Zweiten, liebe englische Krimis auch in Buchform)

    LG Andrea

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