MakeUp-Workshop bei Dior

16 Kommentare
Wie man Events erfolgreich und für die Teilnehmer erfreulich organisiert, durfte ich letzte Woche bei Dior erleben. Über die Zeitschrift Grazia-Magazin hatte ich mich zur Teilnahme an einem Kosmetik-Workshop in Düsseldorf angemeldet.

In den noblen Schulungsräumen von Dior führte der „National Make-up Artist“ Norman Pohl zehn glücklichen Leserinnen, die von der Grazia ausgewählt wurden, Schritt für Schritt die Entstehung eines glamourösen MakeUps vor, welches wir an uns selbst nachschminken sollten.

Bei unserer Ankunft begrüßten uns die Betreuerinnen von Dior und vom Grazia-Magazin herzlich mit Champagner und Fingerfood. Ich war überrascht von der schicken Kleidung und dem tollen Styling – nicht unbedingt der Veranstalterinnen (von diesen hatte ich nichts anderes erwartet), sondern vielmehr der anderen Teilnehmerinnen. Mit schwarzer (Kunst-)Lederhose und Oversize-Pulli kam ich mir vergleichweise understyled und etwas zu lässig gekleidet vor. Aber was soll’s.
Nachdem wir uns eine Weile beäugt und die ersten Worte gewechselt hatten, wurden wir in einen beeindruckend elegant eingerichteten und äußerst wohlriechenden Schulungsraum geführt.

Für jede Teilnehmerin war dort für die Dauer des Kurses einer von zehn „Schminkarbeitsplätzen“ vorgesehen. Jeweils ausgestattet mit „Theatergarderoben-Beleuchtung“ und vielen hochwertigen Produkten von Dior schwelgte unsereiner für diesen einen Nachmittag in reichhaltiger Auswahl.

Norman gab uns, während er die einzelnen Schritte an einem Modell vorführte und erklärte, zahlreiche Tipps – und zwar solche, die ich wirklich noch nicht kannte – also nicht etwa die „üblichen Verdächtigen“, die längst aus Zeitschriften und dem Web geläufig sind. Frau ist ja belesen und kennt von daher schon so einiges 😉

Besonders interessant war aus meiner Sicht die optimale Anwendung von Foundation. Vor Foundation schrecke ich normalerweise nämlich zurück, seit ich etwas älter geworden bin, weil mir das Zeugs in der Regel in die Falten schlüpft und diese dadurch noch unvorheilhaft betont.

Im Workshop lernten wir, nur eine winzige(!) Menge von Flüssigfoundation ausgehend von der Gesichtsmitte mit einem Pinsel nach außen zu verteilen. Viel hilft in dem Fall also nicht unbedingt viel. Norman’s (supernette) Assistentin beriet uns bei der Auswahl der richtigen Farbe (welche man übrigens unter dem Kinn testet und nicht etwa am Handgelenk) und der Dosierung. Ich weiß nicht, ob ich dies auch alleine zuhause hinkriegen würde – oder doch wieder zuviel nehmen würde (ich hab hier ja keine Assistentin, die mich stoppt…), aber beim Workshop klappte dies schon recht überzeugend. Concealer – falls notwendig – trägt man übrigens über und nicht unter dem Makeup auf.

Um das Gesicht plastischer zu gestalten, wurde über das Makeup anschließend noch partienweise Highlighter-Creme in „T-Form“ aufgetragen, d.h. auf Nase und Kinn sowie in die äußeren und inneren Augenwinkel, sowie – wenn ich mich recht erinnere – über der Oberlippe.

Auch sehr interessant fand ich die Platzierung des „Rouges“ – zunächst Bronzingpuder in „E-Form“ beginnend von der Stirn (nur die Seiten, nicht bis zur Mitte), unter den Wangenknochen und auf dem Kieferknochen mit dem Pinsel aufstreichen. Darüber wird über den Wangenknochen (lächeln, um die richtige Position zu ermitteln) noch ein Hauch pinkfarbenes Rouge gestäubt.

Oder ein einfaches, aber effektives AMU für den Tag: Zunächst wird weicher schwarzer Kajal auf dem Oberlid (Linie muss nicht exakt sein) sowie unter dem Auge auf der „Wasserlinie“ aufgemalt, anschließend mit einem kleinen Pinsel verwischt (auf dem Oberlid von oben nach unten und auf dem Unterlid seitwärts) und zum Schluss noch mit etwas halbtransparentem Eyegloss bestrichen. Das geht fix, sieht fein aus und wird von mir definitiv demnächst nachgeschminkt. Dies waren aber nur ein paar Beispiele, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Das einzige Produkt, das mir überhaupt nicht zusagte, war die Reinigungsflüssigkeit, mit der wir zu Beginn unser Tagesmakeup entfernen sollten. Diese brannte äußerst unangenehm und rötete meine Haut, was auch beruhigende Lotion, Serum und Creme nicht regulieren konnten. Möglicherweise ist dieses Reinigungsprodukt eher für jüngere, weniger trockene Haut als die meine geeignet.

Nach der interessanten und lehrreichen Schminklesson wurden wir eine nach der anderen noch schnell ein wenig von einem anwesenden Haarstylisten frisiert und abschließend – perfekt geschminkt, wie wir nun waren – von einer Fotografin (von der Grazia) einzeln und als Gruppe fotografiert. In der Vorschau der Kamera sahen die Bilder schon einmal spitze aus, ich bin sehr gespannt darauf – und natürlich auch auf den Artikel in der Grazia. Allerdings auch ein wenig besorgt, wenn ich an die Veröffentlichung der ungeschminkten „Vorher-Bilder“ denke…

Weitere „Ahs“ und „Ohs“ gab es, als die Goodybags verteilt wurden: Sie waren großzügig gefüllt mit einer Lidschattenpalette, bereits erwähntem Eyegloss, einem Lipgloss sowie „Miss Dior“ Eau de Toilette. Man hat sich wirklich nicht lumpen lassen. Und ich freue mich darauf, das Gelernte damit in Kürze anwenden zu können 🙂

Das war aber noch nicht alles: Als krönender Abschluss dieses spannenden Nachmittages machte sich die ganze Gruppe zum Abendessen ins „Dr. Thompsons“ auf, das momentan als Düsseldorfs In-Restaurant gilt. Wenn man hier speisen möchte, muss man normalerweise wochen- bis monatelang im voraus Plätze reservieren – erzählte eines der Mädels – und die Preise für die Speisen sind (natürlich) – außerhalb meiner Möglichkeiten. Ich (als zugezogene Düsseldorferin) habe von der Lokalität schon des öfteren gehört und plante bereits, in naher Zukunft einmal hinzugehen, um es mir anzuschauen und eine Runde zu tanzen – jedoch nicht unbedingt, um dort zu essen. An den Wochenenden ist nach dem Restaurantbetrieb nämlich die Tanzfläche freigegeben (wie es hier in Düsseldorf vielerorts üblich ist). Leider bin ich jedoch bisher noch nicht dazu gekommen.

Wie auch immer – jetzt wurden wir sogar zum Essen dorthin eingeladen. Als Vorspeise gab es gefüllte Pizzabrötchen und andere Teigwaren. Als Hauptgericht so so eine Art „Raclette“: D.h. auf heißen Steinen konnte man sich nach Wahl Fleisch und/oder Gemüse anbraten und in diverseste Saucen dippen, was – eben genau wie Raclette – eine äußerst gesellige Aktion ist. Dies gab uns Gelegenheit, noch eine Weile miteinander zu quatschen und den Tag Revue passieren lassen. Ich denke, das hätten die Veranstalter nicht besser aussuchen können.

Das gilt übrigens für die gesamte Aktion. Zumindest soweit ich es mitgekriegt habe – hatten alle Teilnehmerinnen ihren Spaß und waren begeistert von der Veranstaltung. Daran sollte sich die Event-Agentur vom Kaufhof mal ein Beispiel nehmen. Also: Hut ab und Dank an die Teams vom Grazia-Magazin und von Dior für das schöne Erlebnis! Ich werde es in guter Erinnerung behalten. Und selbstverständlich brav weiterhin Grazia lesen 😉 (aber das tue ich ohnehin). Und wenn ich es mir leisten kann, dann kaufe ich auch mal etwas von Dior 🙂

P.S: Leider ist die Qualität meiner Handyfotos unter aller S…, vor allem die Bilder aus dem Dr. Thompsons sind viel zu unscharf. Aber ich hoffe – wenn sie zugänglich sind – zu einem späteren Zeitpunkt nachträglich noch eines oder mehrere der Profifotos (von der Grazia) auf dem Blog zeigen zu können. Und – falls Ihr Euch wundert, warum so wenige Personen auf den Fotos zu sehen sind: Das Fotografieren der anderen Teilnehmerinnen habe ich größtenteils unterlassen, da ich nicht weiß, ob ihnen die Veröffentlichung auf meinem Blog angenehm ist (ich sag ja immer: Was Du nicht willst, dass Dir jemand anderes tu, das füg auch keinem anderen zu – und jaaaa, ich bin auch ein bisschen zu feige, um zu fragen).

16 Gedanken zu „MakeUp-Workshop bei Dior

  1. Pingback: Glossybox Juli/August 2012 | Meine Kleider

  2. Pingback: 11 | Meine Kleider

  3. liebe modeoma (haha, bin ich auch ;), danke, es hat dann doch mit den wimpern geklappt, ich hab den duo kleber benutzt und der hielt die ganze nacht, herrrrrrlich! die wimpernverdichtung von misslyn werde ich mir genauer ansehen, danke für den tip! einzelwimpern kann ich gar nicht, haha, die eine guckt nach links, die andere nach rechts usw. ja, ich bin da leicht unbegabt 😉
    lg

    • Hi Dorota,

      freut mich, dass es geklappt hat mit den Wimpern und ein schöner Abend war. Hach, das kenn ich mit den Einzelwimpern. Hab’s auch mal ne Zeit lang damit versucht. Was für ein Krampf – und das Ergebnis war den ganzen Aufwand nicht wert. Nein, ich schwöre wie gesagt entweder auf Teilwimpern von Alessandro (das sind so halbe Stränge, keine einzelnen) oder dieses Wimpernverdichtungszeugs von Misslyn. Irgendwo auf dem Blog kannst Du das auch sehen, also Bilder davon (mit und ohne). Da kommt m.E. keine Wimperntusche (allein) mit. Ich benutze es aber auch nur zum Ausgehen. Alltags reicht mir normale Wimperntusche.

      Lg, Annemarie

  4. Ich gebe es zu – offiziell und ohne mich zu schämen!! Ich bin sooooo neidisch auf Dich :)!!!!! Hört sich nach einem ganz wunderbaren Tag an!!

    Es freut mich, dass Du nach der Pleite beim letzten Mal so ein tolles Event hattest!!! Ich lese die Grazia ebenfalls regelmäßig und bin echt supergespannt auf die Bilder!! Toll!

    Ganz liebe Grüße
    Chrissie

  5. Danke für den Tip, das werde ich heute abend mal machen. Nun kommt gleich mein Sohn nebst Schwiegertochter und dann wollen wir nach Düsseldorf ( ich glaube nach Bilk oder so) spazieren gehen. Da haben die Beiden schon genaue Vorstellungen.

    LG Andrea

    • Hi Andrea,

      dann wünsch ich Euch einen schönen Sonntag! Genießt das schöne Wetter – so lange es anhält. Ich bin gerade am Umräumen wegen Winter-Sommer-Wechsel. Gestern abend habe ich einen Stoff(zusatz)schrank bestellt – eigentlich dachte/hoffte ich, es ginge auch ohne, aber es hilft nichts: Selbst wenn ich alles reingequetscht kriege in meinen 4er Pax: Ich habe keinerlei Übersicht! Jetzt habe ich erstmal Platz für den Neuzugang geschaffen und hoffe, dass es nicht allzu schwierig wird, ihn von der Post hierher zu schleifen (in letzter Zeit klingeln die bei mir erst gar nicht mehr, weil sie dann nämlich Treppe steigen müssten* – und das geht ja nicht – also stehe ich regelmäßig bei der Post Schlange…).

      Lg, Annemarie

      * = Eine Zeit lang habe ich es mit Bestechung/Trinkgeld versucht, aber die wechseln wohl zu häufig den zuständigen Zusteller aus, so dass mir das im Endeffekt gar nichts nützt.

  6. Hey liebes

    also ich kenne keine einzige bei uns mit Ombre Hair 🙂 die gehen hier nicht so mit der Mode.Viele hatten mir auch dazu angeraten das ich mir die Haare nicht rot färben soll weil das schon jeder hat aber auch das hat nicht jeder bei uns 🙂

    Du glücklich,wäre auch gerne mal bei einem MakeUp-Workshop dabei uns dann auch noch von Dior 🙂

    • Hi Vera,

      hier in Düsseldorf sieht man das schon ab und an. Wie gesagt, ich würde mir das an Deiner Stelle überlegen, ob ich es nicht erstmal temporär – mit dieser Kreide – versuche. Das wäscht sich wieder raus und Du strapazierst die Haare nicht so. Oder mit solchen Clip-In-Extensions, die gibts doch glaube ich auch strähnchenweise.

      Lg, Annemarie

  7. Klingt toll. Und es scheint so, als sollte Euch echt was beigebracht und nicht unbedingt was verkauft werden. Ich hab das mal bei einer Clinique Veranstaltung erlebt. Malen nach Zahlen war echt ein sch*** dagegen.
    LG und eine schönen Sonntag
    Sunstorm

    • Ja, so ein bisschen hatte das Schminken schon etwas von „Malen nach Zahlen“. Und was das Verkaufen betrifft: Ich habe mich tatsächlich zwischendurch gefragt, was die Veranstalter eigentlich von einem solchen Termin haben. Ich mein, ich nehm das supergerne mit – die Erfahrung und den Goodybag natürlich. Aber ich laufe infolgedessen jetzt nicht etwa schnurstracks nach Douglas und decke mich dort mit Dior-Produkten ein (kann ich finanziell nicht). Das müsste Dior eigentlich auch bewusst sein (wir wurden ja nicht nach Gehaltsgruppe, sondern zufällig ausgewählt – und dass ich einen Blog habe, wissen die auch nicht). Es kann ihnen also nur um den Artikel im Grazia-Magazin gehen – denke ich. Aber was auch immer deren Motivation gewesen sein mag, mir hat’s gefallen, gerne wieder.

      Lg und Dir auch einen schönen Sonntag! Annemarie

  8. Liebe (ziemlich jung aussehende) Mode“oma“, zunächst mal vielen Dank für deinen netten Kommentar zu meinen Fotos – und was dieses Dior-Event betrifft: das klingt tatsächlich nach einer spannenden (mal was Neues bringenden) Veranstaltung – und besonders nett finde ich übrigens das „ins-Handy-Schiel-Foto“ ;o)
    Ganz herzliche Rostrosen-Grüße, Traude

    • Hallo Traude, ja – das mit dem „ins Handy schielen“, das kann ich gut. Das mache ich gerne und öfter mal 😉 Lg, Annemarie

  9. Ich bin ja kein Mensch der neidisch ist ( räusper), aber grad beim lesen, war ich es….. Du Glückliche !!! Ich kenne die Zeitschrift Grazia garnicht, obwohl ich eigentlich viele Frauenenzeitschriften lese. Hmmm, ich werde mal am Montag genauer bei meinem Zeitschriftenladen gucken. Oder vielleicht eher am Bahnhof, die haben da mehr Auswahl an Zeitschriften.. Du wohnst in Düsseldorf, da bin ich auch oft shoppen. Komme aus Solingen… liegt ja um die Ecke.

    Toller Bericht !

    LG Andrea

    • Hi Andrea,

      ja, ich glaube besonders Du hättest auch auch viel Spaß gehabt an dem Event, weil Du Dich für Kosmetik interessierst und damit beschäftigst. Schau doch mal ab und zu auf die Onlineseite von der Grazia (www.grazia-magazin.de), ich glaube, ich hatte mich seinerzeit auch über ein Onlineformular auf deren Seite beworben. Und die Veranstalter klangen so, als sei das durchaus vorstellbar, dass so etwas noch einmal wiederholt wird.

      Lg, Annemarie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s