Catrice Cosmetics (Produkttest)

3 Kommentare
Ich bin jetzt schon seit einer ganzen Weile auf der Seite Konsumgöttinnen.de registriert. Dort darf man – wenn man Glück hat – Produkte testen und bewerten. Und diese Produkte in der Regel anschließend behalten, was ja nett ist. Wenn man denn Glück hat – und für die entsprechende Aktion ausgelost wird – wohlgemerkt. Glück habe ich eher selten. Und wenn, dann bei Gewinnspielen mit regionaler Beschränkung oder/und solchen, bei denen außer mir kaum einer mitmacht. Das ist bei den „Göttinnen“ normalerweise nicht der Fall – im Gegenteil: Es gibt pro Testaktion Tausende von Mitbewerberinnen. Die Chancen sind also sehr gering.
Ein einziges Mal durfte ich bisher etwas testen: Vor ca. einem Jahr eine kosmetische Behandlung zur Fettreduktion durch Ultraschall. Hört sich cool an, oder? Der Nachteil: Das war ziemlich weit außerhalb von Düsseldorf, so richtig am „Popo“ der Welt – und deshalb wollte da auch keine(r) wirklich hin. Der eigentlichen Gewinnerin war die Anreise nämlich zu umständlich und so kam ich dann vertretungsweise ins Spiel. Die Anreise war übrigens wirklich umständlich – gerade für mich, die ich mit Bussen und Bahnen unterwegs bin. Und deshalb blieb der Ausflug zu diesem Kosmetikinstitut für mich auch ein einmaliges Erlebnis.

Wie auch immer – vor ein paar Wochen bekam ich die Benachrichtigung, wirklich einmal höchstselbst und persönlich ausgelost worden zu sein. Hurra! Man schrieb, ich gehöre zu den 2.000 glücklichen Teilnehmerinnen, die Kosmetikprodukte von „Catrice“ testen dürfen. Und zwar Lidschatten, Wimperntusche und Lidschattenbase. Als zusätzlichen Bonus sollte man weitere Produkte von Catrice zum Verschenken an Freundinnen erhalten. Das habe ich natürlich prompt weitererzählt, wir haben uns alle schonmal gefreut – und dann erstmal: gewartet. Nach über 3 Wochen haben wir immer noch gewartet – kein Päckchen, nichts. Ich habe also per Mail nachgefragt – keine Antwort, weiterhin nichts. Gestern(!) einen Tag vor Ende der Bewertungsfrist trafen etwa zeitgleich das Päckchen plus eine Erinnerungsmail ein, ich möchte doch bitte endlich(!) meine Bewertung abgeben. Na schönen Dank auch, dass man mir einen ganzen Tag dafür gewährt 😦

Wegen dieser blöd gelaufenen Aktion, das gebe ich zu, ist mir doch ein wenig der Spaß an der Sache vergangen. Aber was soll’s: Gestern abend war ich aus, deshalb war das eine gute Gelegenheit, die Produkte gleich mal auszuprobieren. Da ist einmal eine Lidschattenbase, die ich auf das linke Auge aufgetragen habe, auf das Rechte aber absichtlich nicht – um nach ein paar Stunden den Unterschied festzustellen zu können. Als ich nachhause kam, sahen beide Augen noch absolut in Ordnung aus, der Lidschatten war weder verschmiert noch verblasst. Aber vielleicht braucht es dazu härtere Testbedingungen, sommerliche Temperaturen, Schwitzen o.ä. Davon waren wir gestern meilenweit entfernt. Ich vermag also nicht zu sagen, ob die Base funktioniert.


Dann die Lidschatten, geliefert wurden 3 Töne: „Vanilly Skye Ride“ eine Art Perlmuttton, „Charly’s Chocolate Factory“, ein sattes Mittelbraun sowie „Have you seen Alice?“ ein grau-marmoriert gepresster Lidschatten, mit einem Touch ins Grüne. Der Name „Intensif‘ Eye“ ist bei allen drei Tönen definitiv Programm. Die Farben sind wirklich satt und intensiv – man braucht nur sehr wenig und man erwischt schnell zuviel (gerade bei den dunklen Farben). Für mich als Grobmotorikerin eine etwas riskante Angelegenheit. Alle drei Lidschatten enthalten Glitzerpartikel satt, was ich normalerweise für alternde Haut wie meine nachteilig finde, da diese die Fältchen betonen. Dies ist mir bei diesen Produkten jetzt allerdings nicht besonders negativ aufgefallen (vielleicht lag’s ja an der Base? 😉). Mir persönlich gefällt der Perlmuttton am besten – weil er relativ dezent ist und man damit nicht viel verkehrt machen kann (ihn erhielt ich zusätzlich 3 x zum Verschenken, ich bin gespannt, wie die anderen ihn finden). Den Braunton mag ich auch, könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, ihn als Kajalersatz unter dem Auge zu tragen (vorsichtig dezent aufgetragen wohlgemerkt). Nur die „Alice-Geschichte“ kann ich noch nicht recht einordnen. Eigentlich finde ich die Farbe zu meiner Augenfarbe nicht besonders harmonisch, bin aber überrascht, dass sie auf den Fotos besser aussieht als der Brauntön (live empfinde ich es eher umgekehrt).

Schließlich erhielt das Päckchen noch „The Giant Extreme Volume Mascara“. Auch diese habe ich getestet. Sie trat an im direkten Vergleich zu „Illegal Length“ von Maybelline Jade, welche ich mir kürzlich selbst gekauft habe. Und tatsächlich, beide Produkte halten ihre Versprechen – „Illegal Length“ verlängert die Wimpern, tut aber nichts für die Fülle. „The Giant Extreme“ packt dagegen Volumen dazu, verlängert jedoch nicht. Meine Wimpern sind von Natur aus kurz und spärlich, d.h. ich brauche beides: Länge und Volumen. Demzufolge müsste ich eigentlich beide Produkte in Kombination benutzen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Was ich übrigens irgendwo mal gelesen habe: Dass genau dies manche Visagisten wirklich tun – also mehrere Mascaras hintereinander auftragen. Letztendlich kam gestern abend aber doch noch mein unübertroffenes Lieblingsprodukt zum Einsatz – und das ist die „Cashmere Wimpernverlängerung“ von Misslyn. Es ist wirklich das einzige Produkt, das – in Kombination mit normaler Mascara (also gerne auch der von Catrice) – aus meinen jämmerlich kurzen dünnen Häärchen lange, volle Wimpern zaubert. Bedauerlicherweise geht dies selten komplett ohne „Fliegenbeine“ vonstatten und manchmal landen auch mal ein oder zwei der daunenartigen Fasern im Auge, aber diese Nachteile nehme ich für den Effekt in Kauf. Zumal ich das Anbringen und Tragen von künstlichen Wimpern im Vergleich dazu noch umständlicher finde.

pb-0,5

3 Gedanken zu „Catrice Cosmetics (Produkttest)

  1. Hi Sunstorm,

    dank Dir für das nette Kompliment. Ja, ich schreibe gerne – das ist mit einer der Gründe, warum ich blogge (da kann ich mich diesbzgl. ein bisschen austoben, auch wenn ich mit meinen langen Texten natürlich viele potentielle Leser abschrecke).

    Tja, Resumée: Zu der Base kann ich noch nichts abschließendes sagen, dazu war die Testzeit zu kurz. Der Lidschatten ist qualitativ nicht verkehrt – und die Farben auch ganz schön. Von mir aus gekauft hätte ich ihn aber trotzdem nicht. Das liegt daran, dass ich grundsätzlich keinen Lidschatten mit Glanzpartikeln kaufe (Du weißt schon – wegen der Faltenbetonung). Ich denke aber, ich werde den Braunen und auch den Helleren (als Highlighter) in Zukunft öfter mal benutzen.

    Es kommt darauf an, was man sucht: Sucht man intensiven und (stark) glitzernden Lidschatten, ist man damit bestens bedient. Fans von matten Lidschatten hätten dagegen keinen Spaß daran. Und die Wimperntusche ist DAS Produkt für Frauen, die zwar lange, aber zu dünne/spärliche Wimpern haben. Für mich mit meinen kurzen, dünnen Wimpern brauchts einfach noch mehr (Verstärkung).

    Lg, Annemarie

  2. Puh. Ich bin beeindruckt. Zu alleroberst von Deinen erzählerischen, sprachlichen Qualitäten. Wunderbar zu lesen, witzig. Ich war quasi live dabei.
    Und? Was ist jetzt Dein Resumée? Taugts? Oder ist es so gut oder so schlecht wie die übliche Drogerieschminke?
    LG Sunstorm

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