Marilyn-Jeans

7 Kommentare
BILD ENTFERNT
bzw. Shopping bei American Apparel

So ein klassisches Jeanshemd, das hat schon was – und es bietet wesentlich mehr Kombinationsmöglichkeiten als ich gedacht hätte. Jedenfalls bin ich momentan davon inspiriert. Als ich heute morgen jedoch versuchte, diesen „All-American-Girl-Retro-Jeanslook“ nachzustylen (natürlich ohne das rote Cap, das würde mir von den Kollegen etwas zuviel Aufmerksamkeit einbringen), stellte ich entnervt fest, dass mir dazu die passende Hose fehlt. Am liebsten hätte ich dazu eine dieser klassischen „Marilyn-Monroe-Jeans“. So eine in der Art, wie Marilyn sie im Film „River of ne Return“ trug. Also keine Hüftjeans, sondern hochtailliert und ansonsten eher gerade geschnitten. Und damit das Gegenteil von dem, was die letzten 15 Jahre modern war und was sich demzufolge größtenteils in meinem Kleiderschrank befindet. Heute morgen der Blick in ebendiesen, zur Auswahl standen:

  • 2-3 hautenge Hüftjeans – neee, da rutscht mir das Jeanshemd oben raus, geht also nicht… oder
  • eine 2-3 Nummern zu große „Marlenejeans“ (aus ganz üppigen Zeiten) – auch nix, zuviel Volumen im unteren Bereich – oder
  • eine 1-2 Nummern zu kleine Schlagjeans, oder „Flared“, wie man heutzutage sagt (aus sehr schlanken Zeiten) – damit fühl ich mich unwohl (Stichwort: A-frisst-Hose-Effekt), ist auch nichts.
  • eine (einigermaßen) passende Jeggings, sehr schmal geschnitten – zu schmal für den gewünschten Look
  • Bleibt nur meine „Clochard-Jeans“* von Mango, die ist zumindest hochgeschnitten, macht aber keinen sexy Po. Eigentlich ganz im Gegenteil, was daran liegen mag, dass sie tendenziell ein wenig zu groß ist. Sprich: Sie schlabbert.
BILD ENTFERNT
Es führt also kein Weg dran vorbei. Eine neue „High-Waist“-Jeans muss her. Online gefunden habe ich Jeans in der gesuchten Art bei der Firma „American Apparel“, die – schöner Zufall! – sogar eine Niederlassung in unserer schönen Stadt (genaugenommen auf der Kö) ihr eigen nennt. Ich bin schon zigmal daran vorbeigelaufen, betreten hatte ich das Geschäft bisher aber noch nie. Unsinnigerweise pflege ich nämlich immer noch so eine Art „Ehrfurcht“ vor der Königsallee, so nach dem Motto „da kann ich mir ohnehin nichts leisten“. Zumindest gilt das für solche Geschäfte, die ich (noch) nicht kenne. Unsinnig ist das nicht etwa, weil ich mittlerweile mehr verdienen würde (hach, das wäre zu schön), sondern weil die günstigen Ketten die teuren Designerläden auf der Kö in den letzten Jahren immer mehr verdrängt haben. Die Kö verliert dadurch mehr und mehr von ihrer Exklusivität, was auch irgendwie schade ist, nimmt es ihr doch ihre Besonderheit, ihren Charme, nicht wahr? (unabhängig davon, was ich persönlich mir leisten kann). Aber ich schweife ab.

Da man für den Kauf im Online-Shop eine Kreditkarte benötigt – die ich nicht habe – bin ich also heute mittag rein in das Ladenlokal. Natürlich in der Hoffnung, dass die gewünschte Hose vorrätig sei. Das war sie. Aber auch davon abgesehen war der Laden sehr interessant. Dort scheint man sich auf die Fahne geschrieben zu haben, den Stil der späten 70er bis 80er wiederaufleben zu lassen. Und wir sprechen hier nicht von kleinen „Anleihen“, sondern in aller Konsequenz. Wenn Ihr mal ein Outfit für eine „80er Jahre Mottoparty“ benötigen solltet, hier könnt Ihr Euch einkleiden: und zwar von Kopf bis Fuß! Von weißen Tennissocken mit Streifen, neonfarbenen Schweißbändern(!) über hautenge, glänzende 70er Discohosen, Cropped Sweater im „Flashdance“-Stil, niedlichen Tennisröckchen bis hin zu Badeanzügen mit äußerst hohen Beinausschnitten. Neben Kleidung und Accessoires für die Damen können sich auch die Herren und Kinder bei Bedarf komplett im 80er-Jahre-Look ausstatten. Das Preisniveau würde ich als „gehobene Mittelklasse“ bezeichnen. Besagte Jeans war mit 80 Euro zwar noch relativ günstig (sie wurde natürlich gekauft). Aber die meisten Shirts und Oberteile (also Basics) kosten weit über 30 Euro und auch Accessoires werden einem nicht gerade „billig hinterhergeworfen“. Trotzdem – ein interessanter Laden – den ich in Zukunft beim Vorbeilaufen nicht mehr so einfach ignorieren werde.

* Sorry, falls der Ausdruck politisch nicht mehr korrekt sein sollte. Damals, in den 80ern nannte man diese Hosenform so…

7 Gedanken zu „Marilyn-Jeans

  1. Pingback: Kunstleder | Meine Kleider

  2. Hallo, ist es die, die aus Deinem Mantel hervorspitzt? Was ich sehe gefällt mir sehr gut. Freue mich schon auf ein „Detailfoto“.
    LG Sunstorm

    • Hi Sunstorm, nein das ist die „Clochard-Jeans“, von vorne sieht die auch ganz nett aus – aber von hinten, na ja flacher Oma-Hintern halt (weil sie nicht „ausgefüllt“ ist). Diese „Marilyn-Jeans“ sitzt wesentlich enger und damit auch „knackiger“. Ich werde sie dieser Tage mal fotografieren.
      Lg, Annemarie

  3. Natürlich sollst Du mitmachen , Du kannst auch eine Bloggerin nehmen, wo Du nicht eingetragen bis, aber auch wenn Du nur eine hast, freue mich, wenn Du mitmachst !!

    LG Andrea

  4. Meinst Du die Hose? Geduld, ich werde sie dieser Tage definitiv mal anziehen (die Bilder aus der Umkleide sind nicht so gut geworden – der Hintergrund war zu dunkel, darauf erkennt man fast nichts). Davon abgesehen habe ich mittlerweile auch endlich erfolgreich die helle Bluse von Mango abgeholt, die bin ich Dir auch noch „schuldig“ (also ein Foto). Allerdings soll’s diese Woche wieder kälter werden – was ich ja unverschämt finde. Ich wollte kommendes Wochenende nämlich Winter-Sommer-Wechsel machen (das ist bei mir immer eine ziemlich aufwendige Aktion)….also eigentlich wollte ich die Winterpullover & Co. jetzt endlich wegpacken…und jetzt schreiben die wieder irgendwas von wegen „Frost“…

    Lg, Annemarie

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