Marni, H&M und die Sache mit dem Mustermix

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BILD ENTFERNT

Am 8. März 2012 steht nach Versace mit Marni die nächste Designer-Kollaboration von H&M auf dem Programm. Die aus zahlreichen Kleidungsstücken und Accessoires bestehende Kollektion kann man seit ein paar Tagen auch detailliert im Web bewundern (z.B. hier). Als typisch für die Designerin Consuelo Castiglioni gilt ein gewagter Mix aus diversen Ethnomustern. D.h. es werden mehrere – teilweise unterschiedlich farbige oder/und gemusterte Teile miteinander kombiniert, was schon eine Kunstform für sich darstellt.

Für mich ist Mustermix an sich aber eher nichts. Das liegt daran, dass ich es nicht richtig „raus“ habe, wie man eigentlich nicht zueinander passende Muster so geschickt miteinander kombiniert, dass daraus im Endeffekt eine neue Harmonie entsteht. Und weil ich befürchte, dass das Ergebnis eines solchen Mixes bei mir einfach nur chaotisch (und eben nicht harmonisch) wäre, gehe ich normalerweise auf „Nummer Sicher“. D.h. ich kombiniere lieber unifarbene Einzelstücke (gerne mit interessanten Schnitten) mit einzelnen Hingucker-Accessoires. Für letzteres waren z.B. die klobigen Schmuckstücke der Versace-Kollaborationen gut geeignet. Als weiteren Nachteil gemusterter Kleidungsstücke sehe ich die Tatsache, dass man sich daran viel schneller leid sieht als an unifarbenen Teilen.

BILD ENTFERNT Vom Modeschmuck der Marni-Kollektion bin ich auch noch nicht so richtig überzeugt; am ehesten könnten die weißen Ohrringe (unterste Reihe, zweites Motiv von rechts) meine Sommergarderobe bereichern. Was ich von den Plastikblumenketten halten soll, weiß ich noch nicht so recht und die Ansteckkragen finde ich sogar ziemlich unspektakulär(solche Teile hatte kürzlich schon Karl Lagerfeld in seiner letzten Kollaboration mit Macy’s – das ist also nichts neues).
Die Kleidungsstücke sehen zwar größtenteils nicht übel aus, aber ich befürchte, sie wirken nur in Kombination miteinander stimmig (es sei denn – wie gesagt – man hat das mit dem Mustermix so richtig gut drauf). Man stelle sich nur eines dieser Oberteile in Kombination mit einer einfachen Jeans vor – wie profan das doch wäre (zumindest wäre es den überhöhten Preis nicht wert). Ergo müsste man gleich mehrere Teile davon erwerben, um den perfekten Look zu erzeugen (idealerweise plus Accessoires) – und das wäre mir in Summe viel zu teuer. Zumindest zu den regulären Preisen. Und somit scheitert es bei mir (erstmal) am Geld.

4 Gedanken zu „Marni, H&M und die Sache mit dem Mustermix

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  3. Stimmt, jetzt wo Du’s sagst, die Versace-Teile gingen tatsächlich nur bis 42…ich habe da Glück, meine Schultern sind eher schmal und meine Hüften krieg ich in 42 gerade noch so eben reingequetscht. Aber wenn ich mir so überlege, vielleicht ein Oberteil 100 Euro, plus dazu ein Rock oder eine Hose 70 Euro, plus noch ein Accessoire 30 Euro, zack wäre ich bei 200 Euro. Nein, dazu bin ich in die Kollektion einfach nicht verliebt genug. Für das Geld würde ich mir (wenn ich es gerade übrig hätte) doch lieber die helle Lederjacke mit den Nieten kaufen, die ich bei Zara gesehen habe, hach…

  4. Gudrun Sjöden macht so ein Muster gewusel seit Jahren. Ich hab da noch nie was bestellt. An den Modells schaut das Hammer gut aus (incl. strangem Makeup), ich würde mir ein Teil rauspicken, wüsste nicht welches und… ja…
    Die Preise finde ich für ordentlich gearbeitetes i.O. Kommt aufs Material an, darüber habe ich nichts gelesen. Ich würde für H&M gern mehr zahlen, wenn die Verarbeitung, die Zutaten und das Material passen würden auch 4-5 mal mehr.
    Aber ich glaube das geht eh wieder nur bis 42…. da sprengts bei mir die Schultern. Brauch ich mir also keine Gedanken drumm zu machen.
    LG

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