Meine Modesünden

1 Kommentar

…oder zumindest der Teil davon, der mir selbst bekannt ist. Die Nogo’s mit denen ich ganz bewusst lebe, egal was Moderegeln oder Frauenzeitschriften davon halten mögen:

  1. Scrunchies: Durch Sex and the City haben wir gelernt, dass diese samtenen, dicken Haarbänder einen gnadenlos als altmodische Landpomeranze outen. So what – wenn man wie ich gerne und häufig einen Zopf trägt ist nichts schonender für die Haare als die weichen, stoffummantelten Gummibänder(zumindest soweit ich wüsste).
  2. Was Ausgeh-Handtaschen betrifft, ist man momentan mit einer Clutch ganz vorne mit dabei. Am besten noch einem Modell in Übergröße. Ich bin überhaupt keine Clutch-Freundin, denn ich habe gern meine Hände frei. Naaaa gut, wenn man Promi ist und zu einer Gala will, mag so eine Clutch eine hübsche Tasche sein. Ich bin allerdings eher selten zu Galas eingeladen; mich findet man abends eher tanzenderweise auf irgendwelchen Tanzflächen irgendwelcher Lokalitäten, die eher fürs normale Fußvolk gedacht sind. Und dort bevorzuge ich seit Jahr und Tag Handtaschen mit möglichst langen Schulterriemen(!), die ich dann auch noch geschmacklos quer über dem Körper tragen kann. Das ist sicherlich kein sehr eleganter Anblick, aber ich bin zumindest nicht gezwungen, den ganzen abend krampfhaft meine Handtasche zu umklammern.
  3. Spätestens seit Mitte der 80er (davor war es noch „cool“) gilt es nur noch als peinlich, Sonnenbrillen dann zu tragen, wenn sie aus lichtbedingten Gründen nicht wirklich notwendig sind. Es sei denn man ist prominent und auf der Flucht vor irgendwelchen Paparazzi. In dem Fall ist es legitim. Ich bin natürlich nicht prominent, aber ich schätze an manchen (durchaus bewölkten!) Morgen den gnädig kaschierenden Effekt dunkler Gläser auf dem Weg zur Arbeit, vor allem, wenn ich es in der Eile nicht geschafft habe, mich zuhause noch (richtig) zu schminken. Dasselbe gilt übrigens für Mützen – an so richtigen „Bad-Hair-Days“ lasse ich sie manchmal den ganzen Tag lang auf dem Kopf – auch in Innenräumen – und das obwohl dies nicht nur den Mode- sondern auch noch den Benimmregeln widerspricht.
  4. Wenn es um das Kaschieren von überflüssigen Pölsterchen (z.B. im Hüftbereich) geht, empfehlen Frauenzeitschriften neben anderen Tipps grundsätzlich eines: Tragen Sie hochhackige Schuhe! Und selbst wenn es nichts oder wenig zu kaschieren geben sollte, gibt es immer noch eine Menge Kleidung, zu der die Modeprofis ebenfalls ausschließlich Highheels anordnen. Ich bin leider überdurchschnittlich großgewachsen. Deshalb kann und will ich nicht ständig Highheels tragen, breite Hüften hin oder her. Also trage ich flache bis mittelhohe Schuhe, und das zu einfach allem.
  5. Ganz verpönt sind sie – und zwar schon seit Jahren. Ich spreche von Schulterpolstern. Zwar haben die Designer im Zuge diverser Retrotrends immer mal wieder versucht, dieses prägnante Detail der 80er Mode erneut aufleben zu lassen. Jedoch blieb es meist beim Versuch, da die breite Masse die Schulterverstärker partout nicht annehmen wollte. Ich dagegen schätze die Polster, weil sie meinen Schultern ein schönes Gegengewicht zu meinen breiten Hüften entgegensetzen. Also ab und zu mal ein Jacket mit Schulterpolstern und meine Proportionen stimmen. Nur offenes, langes Haar würde ich zu Schulterpolstern nicht empfehlen (das macht so einen „Urang-Utan-Effekt“ – und das muss ja nicht unbedingt sein…).

So, das waren ein paar der Punkte, bei denen ich mich rebellisch😉 den Moderegeln der letzten Jahre widersetze. Es gibt ganz sicher noch viel mehr, was mir gerade nur nicht einfällt, die Liste hat also keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Unter „Modesünden“ verstehen viele Leute ja eher solche der Vergangenheit, also modische „Jugendsünden“ für die sie sich im nachhinein schämen. Dies ist komischerweise für mich kein Thema. Modische Experimente sind nichts peinliches, sondern ganz normal, denn in der Jugend möchte man sich halt ausprobieren. Zugegeben – lustig finde ich die alten Fotos manchmal auch, aber sie sind nichts wozu man sich schämen müsste. Ist zumindest meine Meinung.

Ein Gedanke zu „Meine Modesünden

  1. Cooler Post. Ich selbst – geb. 1969 – sehe das so:
    1. Solche Haarbänder habe ich auch. Sehr schöne, in den frühen 90ern von Muttern aus Stoffresten von Kunden (sie war Schneidermeisterin) nähen lassen. Mag sie aber zur Zeit nicht tragen. Kann aber wieder kommen.
    2. Taschen sind „Mütterkram“. Ich habe nur eine zur Arbeit, weils nicht anders geht. Auf jeden Fall eine, wo alles notwendige rein passt.
    Beim Ausgehen? No way. Auf der Tanzfläche hätte mich das von jeher als Tussi geoutet, was ja schonmal gar nicht ging und geht.😉
    3. Sonnenbrillen. Nur Tags, oder in die Haare geschoben, wenn überm Meer grad die Sonne untergeht.
    4. Ich bin 1,83m und mit breiten Hüften und Breiten Schultern versehen. Richtig hohe Schuhe mag ich nicht. Dafür eine betonte Taille. Schulterpolster brauch ich auch nicht. Hab ich schon in den 80ern immer rausgetrennt.
    LG Sunstorm

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