Modetrends Herbst/Winter 2011

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In den letzten Tagen sind in meinem Briefkasten die ersten Herbst/Winter-Kataloge der Versandhäuser eingetrudelt, die Modezeitschriften berichten über die Trends der kommenden Saison und die Sommergarderobe wird längst im SALE rausgehauen, um in den Regalen und auf den Kleiderständern Platz für die neue Herbstmode zu machen. Hier eine kleine Aufstellung über einige Trends, welche die großen Designer uns für die nächste Saison vorschlagen. Natürlich ist das mit den Trends immer so eine Sache – was sich Designer ausdenken, setzt sich bei der Masse manchmal gar nicht, manchmal auch nur langsam durch. Ich persönlich finde den einen oder anderen Trend sehr spannend und schön, aber deshalb nicht unbedingt tragbar (oder nur in „abgeschwächter“ Form). Aber seht selbst.

BILD ENTFERNT
Die Knallfarben des letzten Sommers bleiben uns erhalten. Allerdings sollen sie nicht mehr miteinander gemixt werden, sondern eher „Ton-in-Ton“ getragen werden, also z.B. smaragdgrün oder knallrot von Kopf bis Fuß. „Color-Blocking“ ist also „tot“. Die Schuhe dazu dürfen allerdings schwarz oder goldfarben sein. Mir gefällt die abgebildete Farbzusammenstellung sehr gut, aber bläuliches Grün ist ohnehin eine meiner Lieblingsfarben.

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Der „Animal-Trend“ gehört, wie z.B. der Ethno- oder der Marine-Look im Sommer, zu den „Dauertrends“, sprich: er ist nie wirklich totzukriegen. Diesen Winter sollen wir uns, wenn es nach den Designern geht in (künstliches – hoffe ich) Schlangenleder hüllen. Also: „meins“ ist es eher nicht. Ich besaß früher mal ein Paar rot-schwarze Schlangenlederimitat-Stiefeletten, habe sie ein- oder zweimal getragen und dann bei Ebay verkauft. Irgendwie wirken Animal-Prints schnell billig, sind also – wie ich finde – mit Vorsicht zu genießen.

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Bei den Retro-Styles ist der 60s-Style ganz weit vorne mit dabei – und zwar nicht der Hippie-Style der späten 60er, sondern eher der geometrische Stil der frühen 60er. Vorbild ist die Eleganz einer Catherine Deneuve (wie z.B. in dem Film „Belle de Jour“). Gerade Schnitte, klare Farben (oder alternativ wie hier beigetöne), manchmal grafische(!) Muster, gerne Kontraste. Grundsätzlich ein schöner Trend, mir stehts nur leider nicht wirklich.

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Richtig cool finde ich den Glam-Style der 70er von Gucci, man denke an Studio 54, Bianca Jagger usw. Ein Mix aus erwachsenem, elegantem Ladies-Look und 70er-Kitsch. Dazu gehören unbedingt einer dieser klassischen „Zuhälter-Hüte“ mit Federbesatz und (meistens farbige) Fellkragen (idealerweise selbstverständlich aus Kunstpelz), das ganze wirkt sehr mondän. Die abgebildeten Schuhe wären mir persönlich natürlich 2much. Aber sonst ein toller Look, für den, der sich traut. Ich bin gespannt, ob und inwieweit er von H&M, Zara und Co. umgesetzt wird.

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Miu Miu präsentierte als Alternative zum 60er und 70er-Trend elegante Kleider und Blusen im 40er Stil, sprich: mit breiten, betonten Schultern und schmaler Taille. Joan Crawford lässt grüßen. Diese Teile sind zauberhafte Figurschmeichler (zumindest für Frauen, die über eine A- oder X-Figur verfügen), die allerdings ebenfalls wohl etwas Modemut erfordern, zumindest wenn man den Trend von Kopf (Frisur) bis Fuß (Schuhe) konsequent durchzieht.

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Auf der Show von Louis Vuitton lief Kate Moss in schwarzem Domina-Look rauchenderweise über den Laufsteg und schockierte damit das Publikum (ich glaube aber, weniger die Kleidung, als die Zigarette waren der eigentliche Stein des Anstoßes). Die Modemagazine behaupten, dieser Fetisch-inspirierte Look mit viel schwarzem Leder würde sich diesen Winter bei uns durchsetzen. Nun ja, ich glaube eher nicht daran (das mit dem Obst- und Gemüsekram hat in der letzten Saison auch nicht geklappt…vielleicht wegen EHEC? 😉). Ausgenommen vielleicht in einer absoluten „Light-Variante“. Andernfalls für mich ein No-Go, sorry.

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Dieser Trend wird der Leggings- und Tunikafraktion unter uns sehr entgegenkommen. Unter lässigen Tuniken in Erdtönen trägt frau schmale Treggings oder Leggins, das ganze soll ein bißchen mittelalterlich (a lá Robin Hood) rüberkommen. So richtig edel wirkts aber natürlich nur mit viel braunem Leder. Für mich als „normalerweise-kein-Leggings-Typ“ wäre dies nichtsdestotrotz ein schöner Look für solche Tage, an denen einem nicht so sehr nach „Figur-zeigen“, sondern eher nach „warm & gemütlich“ ist, wenn – nun wenn Ledersachen nicht meistens so teuer wären…

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Hier zur Abwechslung mal wieder ein Trend, dem ich mich verweigern werde: Röcke mit Schößchen oder/und Hüftbetonung. Der zusätzliche Stoff addiert locker mal ein paar Zentimeter auf die Hüften drauf. Allerdings – für die Mädels und Frauen mit androgynen Formen oder/und solche, die einen optischen Ausgleich zu ihren breiten Schultern suchen, vermutlich eine ganz vorteilhafte Sache.

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Kleidung in der Farbe woll- bzw. winterweiß ist ein weiterer Trend, der uns fast jeden Winter aufs Neue präsentiert wird. So Ton-in-Ton und von Kopf bis Fuß sieht es sehr elegant und edel aus, aber in der Praxis halte ich es für wenig „Schmuddelwettergeeignet“ (und schon gar nicht, wenn’s in unserer Kantine mal wieder Tomatensauce gibt ;-)). Kombiniert man allerdings zu viel andere Farben dazu (mehr als 30 %), geht die „cleane“ Wirkung verloren. Also, ich weiß nicht…

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Last but not least: kein wirklicher Trend sondern nur ein paar Bilder aus der Show von John Galliano. Das Enfant Terrible (mittlerweile nicht nur „modisch“ gesehen) bewegte sich mit seinen Entwürfen mal wieder wild durch die Jahrzehnte. Ich persönlich stehe ja absolut auf die Mode der Belle Epoche (frühes 20s Jahrhundert um 1910), ich nenne es gerne den „Titanic-Look“. Aber nein: ich halte diese Kleidung nicht für praxisgeeignet. Jedoch zum Anschauen ist es eine Augenweide, nicht wahr?

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