Tucker and Dale vs. Evil: Filmkritik

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„Kleider machen Leute“: Mit einem besonderen „Modestil“ bzw. einer gewissen Aufmachung ist häufig ein bestimmtes Image verbunden und damit auch Erwartungen und Vorurteile (ich als unfreiwillige Brillenträgerin kann übrigens ein Lied davon singen).

Diese Erfahrung machen auch Tucker und Dale, zwei etwas schlicht gestrickte und nicht gerade attraktive, jedoch absolut nette und gutmütige Hillbillies. Eigentlich wollen die beiden Freunde nur ihr neues „Ferienhaus“ irgendwo im Wald in der einsamen Provinz renovieren und zwischendurch ein bisschen angeln und die Natur geniessen. Zufällig treffen sie dabei auf eine Gruppe Collegestudenten aus der Stadt, die dort ebenfalls campen und feiern möchten. Aufgrund ihres eher ungepflegten Äußeren und aufgrund von Vorurteilen (resultierend aus dem Konsum irgendwelcher Splatterhorrorfilme a lá „Texas Chain Massacre“) sind unsere zwei Helden den Studenten auf Anhieb nicht geheuer. Als dann auch noch eine Studentin von Tucker und Dale vor dem Ertrinken gerettet wird, halten die Jugendlichen die Rettung aus der Ferne beobachtet, versehentlich für eine Entführung und die harmlosen Hillbillies nun endgültig für mordlüsternde irre Killer. Aus diesem Missverständnis ergeben sich die abstrusesten Situationen, wobei ich nicht allzu viel verraten möchte (das tut dafür allerdings der offizielle Trailer).

http://www.myvideo.de/embed/7066645
Tucker and Dale vs Evil – Trailer – MyVideo

„Tucker and Dale vs Evil“ ist eine Paradie auf solche Horror-Filme, die dem Muster „Irre Hillbillies schlachten willkürlich Städter ab“ (siehe auch Hillbilly-Horror-Rules) folgen. Und ja, Tucker and Dale spart ebenfalls nicht mit Kunstblut, wie es sich für das Genre halt gehört (freigegeben ab 16). Aber der Film ist originell (allein schon aufgrund der besonderen Perspektive) und wirklich zum Schreien komisch! Für mich ist es einer (wenn nicht der) Top-Film(e) des letzten halben Jahres. Da er allgemein kaum bekannt zu sein scheint, möchte ich ihn hiermit empfehlen. Vor allem Fans von „Shawn of the Dead“ dürfte er sehr gut gefallen.

Meine Wertung ist folgerichtig 5 von 5 Punkten. Jedem der wirklich witzige und originelle Horror-Paradien mag (ich spreche hier nicht von der Scary-Movie-Reihe o.ä.) sei dieser Film wärmstens ans Herz (bzw. an die Lachmuskeln) gelegt. Tipp: Den Trailer besser nicht vorab anschauen, er verrät zuviel.

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